Nun isser da

30. August 2007

der neue Katalog aus dem blaugelben Möbelhaus.
Eigentlich freue ich mich ja immer darüber.

Ich schnappe mir den, schenke mir eine große Tasse Kaffee ein und wandere ganz nach hinten in den Garten. Um in Ruhe blättern zu können. (das ist schon ein bißchen doof, sich über einen Katalog zu freuen und ihn derart zu zelebrieren, ich weiß)
Das habe ich auch diesmal getan.
Leider fraßen mich nach fünf Minuten die Stechmücken auf.
Leider gefällt mir fast nichts im Katalog.

Ob man irgendwann aus dem IKEA-Alter herauswächst? Sich einfach satt gesehen hat, an Billys, Ivars und Klippans?

Am Besten gefiel mir ein Kissen, weiß mit bunter Stickerei.
Am Gruseligsten fand ich das neue Billy-Regal in schwarz-weiß-geblümt, wohlweislich ohne Inhalt abgebildet. (ich stelle mir die Möbel immer gerne in der Grünen Villa vor und ein schwarz-weiß-geblümter Billy voller Pratchetts geht gar nicht)
Am Egalsten fand ich die Schlafzimmermöbel.
Am überhaupt-nicht-mein-Stil (sten) fand ich die Stoffe.

Teurer ist alles geworden. Und in den alten Katalogen gab es viel mehr fertig eingerichtete Zimmer, die inspirierender waren.

Der beste Vater meiner Kinder ist sicherlich sehr glücklich über diesen seinem Weib nicht gefallendem Katalog.

nach zwei Stunden

29. August 2007

Ekel. Hass. Reicht jetzt. (nur noch vier Stunden oder so.)

Ernte

29. August 2007

Frau … äh … Mutti ist stolze Besitzerin von vier großen (SEHR großen) Lavendelbüschen, die sich diesen Sommer dumm und dusselig geblüht haben.
Heute war der Rückschnitt fällig und nun stehen auf der Terrasse zwei große (SEHR große) Kisten mit Lavendelstengeln. Statt zu kochen (das übernimmt der beste Vater meiner Kinder) sitzt Frau … äh … Mutti lieber draußen und streift Blüten ab. Das lässt sich ungefähr zehn Minuten genießen, danach wird der Lavendelgeruch etwas penetrant. Nach zwanzig Minuten kommt der Widerwille und nach einer halben Stunde der große Hass.
Aber da mir Lavendelfrösche im Kopf herumspuken, muss ich jetzt da durch.
Vielleicht mit einer Klammer auf der Nase.

oder so ähnlich.

Herzlichen Dank für die vielen Rückmeldungen.

Nein, ich trage mich nicht mit dem Gedanken, die Bloggerei an den Nagel zu hängen. Ich will nur wissen, warum ich es tue, das Bloggen. (Und warum ich mich NICHT mit dem Gedanken trage, die Bloggerei an den Nagel zu hängen.)
Selbstverständlich werde ich weiterhin mein spannendes Leben beschreiben und Bilder von zugegebenermaßen phantastischem Nähwerk und überirdisch schönen Blümchen aus meinem paradiesischen Garten zeigen.

Und ich werde auch weiterhin viel zu viel Zeit vor dem Rechner verbringen, werde Stöckchen fangen und sie, falls sie mir gefallen, beantworten und vielleicht weiterwerfen. Ich werden bei Ihnen und bei Dir im Blog nachlesen, was es Neues gibt, wie sich die Kinder entwickeln, was Du gekocht hast, was Sie in der chemischen Küche haben brodeln lassen und welche wundervollen Kadaver Ihnen über den Weg lagen.
Wie immer werde ich viel zu selten Ihre/Deine Kommentare beantworten, sehr schusselig mit meinen Mails umgehen, mich mit captcha-Abfragen diverser Blogs rumschlagen, um dann vielleicht genervt aufzugeben und meine blogroll immer noch nicht aktualisieren, weil ich doch die bookmarks habe. Und sich treiben lassen macht genauso viel Spaß, wie es zeitfressend ist.

Selbstverständlich werde ich auch Blogs lesen, die ich nur lese, um mich über deren Inhalt aufzuregen. Ich werde mit der allerliebsten Freundin lästern und hoffen, dass ich endlich so ein ominöser A-Blogger werde, der reich und berühmt durch´s Bloggen wird. Trotzdem werde ich Anfragen diverser Fernsehsender gnadenlos abschmettern, es sei denn, die ganze Chose würde sich finanziell mal richtig lohnen und das Sendeformat wäre nur ein Siebzehntel so dümmlich wie all das, was bisher läuft.

Und irgendwann habe ich keine Lust mehr zum Bloggen. Aber dann schreibe ich einen langen, klagenden Blogeintrag darüber, Sie/Du schreiben mir ganz viele Kommentare und dann weiß ich wieder, wie untentbehrlich mein kleines, feines Mutti-Blog ist und die Lust zum Schreiben ist wieder da. Weil ich glaube, DAS ist das ganze Geheimnis des Bloggens. Einer schreibt und viele andere nicken: Du bist nicht allein. Hey, Du hast mich zum Lachen gebracht. Oder zum Weinen. Oder zornig gemacht. Aber Du hast es mit ein paar Worten geschafft, dass ich mich Dir nahe und verbunden fühle.

In den Medien wird viel über die Blogs geschrieben, als überflüssig werden sie bezeichnet, von profilierungssüchtigen Menschen als Plattform zum Pushen des geringen Selbstwertgefühls genutzt und als virtuelles Kaffeekränzchen. Nicht ernst zu nehmen, obwohl sie in den USA tatsächlich als meinungsbildend beschrieben werden.
Pfeif ich drauf. Ich schreibe, weil Sie mir dann schreiben, dass es Ihnen auch so geht. Und weil ich nicht alle zum Kaffeeklatsch einladen kann. Weil so viele Stühle habe ich nicht, in meiner frischgestrichenen Küche.

Wort zum Dienstag. Ende.

Gegen Herbstdepressionen

27. August 2007

Man nehme:

1 Stück Lacktischdecke, einen wildgeblümten Kopfkissenbezug von irgendwann, einen weißen Knopf, ein Reflektor-Flugzeug, orangefarbenes Nähgarn:

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