Kranke Männer –
7. März 2007
über dieses Thema gibt es ja nun wirklich reichlich einschlägige Berichterstattungen in den Blogs der Welt. Bei uns ist das etwas anders.
Der beste Vater meiner Kinder ist ein netter Kranker. Er sitzt ohne Gejammer auf dem Sofa oder liegt brav im Bett. Seinen Tee kocht er sich selbst und morgens steht er auf, um die Kindelein auf den Weg zu bringen.
„Die alte Schlampe!“, werden Sie nun vielleicht über Frau … äh … Mutti denken, „Der arme Kerl pfeift aus dem letzten Loch und sie verwöhnt ihn nicht mal.“
Ich sage Ihnen: Das geht nicht!
„Was kann ich dir Gutes tun?“, säuselt Frau … äh … Mutti.
„Nichts, ruh dich aus, du bist ja selbst angeschlagen!“, krächzt der beste Vater meiner Kinder und steht auf, um sich Tee zu kochen.
„Aber das kann ICH doch machen, sag doch was!“, schimpft Frau … äh … Mutti.
„Ach was, ich bin doch nur ein bißchen krank!“, röchelt der beste Vater meiner Kinder, der gerade eine Krankmeldung wegen Influenza kassiert hat.
„Was darf ich dir kochen?“, schmeichelt Frau … äh … Mutti.
„Irgendwas Schnelles, nichts Aufwändiges, weil dir geht es ja selbst nicht so gut …“, keucht der beste Vater meiner Kinder.
„Magst du dich jetzt ein bißchen hinlegen?“ fragt der beste Vater meiner Kinder nach dem Mittagessen.
„NEIN!, DU bist krank, DU legts dich hin. BASTA!“, wütet Frau … äh … Mutti.
Es ist ein Kreuz mit dem kranken Mann. Kann er nicht siechend darniederliegen und stöhnen, so wie das normale Männer tun? Kann er nicht nach Rücken- und Fußmassagen verlangen, heißem Tee, heiße Milch mit Honig, warmes Bier oder kalten Schnaps oder was auch immer? Über eine wehe Nase jammern und über fieses Ziehen in den Bronchien beim Husten und über den dumpfen Druck im Schädel? Über Schwitzen und Frieren geleichzeitig und über dieses komische Flirren in den Augen und das Piepen in den Ohren und die elend schweren, müden Gelenke?
Worüber soll ich denn dann bloggen?
Das Viererdingsbums-Stöckchen
7. März 2007
Wer kann da schon nein sagen, wenn Frau Louffi wirft?!
4 Jobs, die du in deinem Leben hattest
– Lagerleiterin in einem Zeltlager mit 50 Kindern. (damals hatte ich noch Nerven)
– Chefin in einem italienischen Bistro (weil der eigentliche Chef zuviel im Restaurant zu tun hatte)
– Erzieherin. Kurz, aber ausreichend für ein ganzes Leben. (damals hatte ich noch Nerven)
– Mutter und Hausfrau (seit elf Jahren und ein bißchen, leider fehlen die Nerven.)
4 Filme, die du immer wieder anschauen kannst
Da muss ich passen, spontan fällt mir keiner ein.
4 Orte, an denen du gern gewohnt hast
– in der kleinen Weltladen-WG am Bahnpfad
– in Bingen, in der ersten eigenen Wohnung mit der entzückenden Logia an der Küche
– in dem kleinen Backsteinhäuschen gegenüber vom Bäcker
– in der Grünen Villa
4 TV-Serien, die du gerne anschaust
– Desperate Housewifes
– Grey´s Anatomy
– ER
– und die Millionen Star Trek – Folgen
4 Plätze, an denen du im Urlaub warst
– ein paarmal an Spaniens Mittelmeerküste und zuletzt bei ihr, im heißen Andalusien
– mehrmals in den Vogesen zum Wandern (diesen Sommer gerne wieder)
– viel früher am Geburtsort von Oma Eis im ehemaligen Yugoslawien
– im fernen St. Louis, der erste Flug und dann noch alleine.
4 Webseiten, die du täglich besuchst
– die Blogroll rauf und runter
– Die Mädels von „go fug yourself„, weil ein bißchen Tratsch muss sein
– Spiegel online
– das kleine, mittlerweile sehr alte Forum mit geschlossener Gesellschaft
4 deiner Lieblingsessen
– nahezu alles
– nur nicht vor zehn Uhr morgens
– oder besser noch elf Uhr morgens
– momentan würde ich Erdbeeren und Himbeeren sagen, weil ich mich riesig darauf freue und es kaum abwarten kann, bis es welche gibt. (nein, das importierte Zeugs kauf ich nicht, schmeckt nach nix)
4 Plätze, an denen du gerne im Augenblick sein möchtest
– in meinem Bett
– irgendwo in der Sonne
– mit der allerliebsten Freundin in Urlaub
– in meinem Garten, wenn ich mir denn einen Tritt geben könnte, um diesen Wunsch auch zu erfüllen
4 Blogger, denen du das Stöckchen weitergibst
Ich passe erneut. Das Stöckchen war doch fast schon überall. Aber wer es noch nicht hatte, möge es bitte mitnehmen.
Das Nackenhörnchen,
6. März 2007
bzw. der Knubbel im Nacken ist eine geschwollene Lymphdrüse, die laut Aussage meines Arztes:
a) auf eine abklingende Grippe hinweist
b) auf eine beginnende Grippe hinweist
c) etwas ganz Anderes ist.
Da ich seiner Meinung nach aber für alle fiesen Krebsereien zu jung bin, sollte das Ding in einer Woche verschwunden sein. Und die Grippe da. Oder eben nicht. Oder ganz anders.
Jedenfalls käme dann eine längere Untersuchung um heraus zu kriegen, warum mir im Nacken ein Horn wächst.
Und weil es so schön und lehrreich war:
Dottore: „Hallo Frau … äh … Mutti! Was führt Sie zu mir?“
Frau … äh … Mutti: „Ich hab´nen Knubbel im Nacken und das ist komisch.“
Dottore: „Wann waren Sie denn zuletzt beim Frisör?“
Frau … äh … Mutti greift, vor Scham errötend, ins wirre Haupthaar und gesteht: „Vor etwa acht Monaten?!“
Dottore brummt „Aha!“ und „Wann haben Sie zum letzten Mal gefärbt?“
Mist! Sieht man einen Ansatz? Werde ich grau? „Vor etwa fünf Monaten?!“
Dottore: „Aha, dann kann es DAS also nicht sein. Es ist nämlich oft so, dass beim Färben die Kopfhaut verletzt wird und sich die Farbpigmente dann in diese Verletzung setzen. Besonders die roten Farbpigmente springen gerne in Wunden und machen dann die Lymphknoten dick!“
Mageres Hühnchen
5. März 2007
In ein solches hat sich das jüngste Kind verwandelt.
Von jeher eher dünn und eher schmächtig, haben ihn knapp drei Tage Fieber und Essunlust in ein Knochengestell mit Haut drüber verwandelt. Die 20 Kilo-Marke ist wieder unterschritten und das Kind scheint nur noch aus Knien und knochigen Schultern zu bestehen. Zudem hat das Fieber den Stoffwechsel angeregt und das Kind ist gut zwei Zentimeter gewachsen – was bedeutet, dass sämtliche Hosen zu kurz geworden sind.
Ein paar Zentimeter längere Hosen bringen aber leider auch ein paar Zentimeter mehr in der Bundweite mit. Das ist fatal für ein Kind, das sowieso schon ein paar Zentimeter zuwenig in der Bundweite hat.
Es ist an der Zeit der Nähmaschine ein paar Hosen zu entlocken. Oder das Kind von den Vorzügen von Flatterkleidchen (aus denen Töchterlein rausgewachsen ist) zu überzeugen.
(Und es bleibt die Frage, warum ich niemals abnehme, wenn ich krank bin?! Krank im Bett zu liegen geht stets einher mit dem Bedürfnis, besonders leckere Sachen wie tütenweise Tacos, Chips und Schokoerdnüsse zu knuspern. Pudding, Eis und Joghurt. Äpfel gegen das schlechte Gewissen, Nüsse wegen der essentiellen Aminosäuren oder so und Schokolade weil halt. Offensichtlich war ich noch nie so richtig krank.)
update II
5. März 2007
Die Mittlere und der Große sind in der Schule, der beste Vater meiner Kinder schläft und wird später für ein Stündchen rasch in die Firma fahren, um sein Büro wegen Umzugs räumen. Der Kleine liegt nach wie vor fiebernd auf dem Sofa, hustet gehaltvoll und hat Fieberbläschen auf der Lippe.
Frau … äh … Mutti ist gestern vor Viren und Bakterien geflüchtet und hat sich den Nachmittag im Garten versüßt. (Während die Patienten vor dem viereckigen Babysitter geparkt waren und die anderen Kinder von Oma und Opa zum Lüften in die Weinberge gezerrt wurden)
Heute steht dann noch ein Arztbesuch für mich an, da in meinem Nacken irgendeine Beule wächst, die da meines Erachtens nach nicht hingehört. Hörnchen gehören auf den Kopf und nicht in den Nacken. Lästig, das. Mal sehen, welche Bakterien und Viren beim Arzt im Angebot sind.
Und danke für die vielen, guten Wünsche.