fünf Achtel

19. Oktober 2006

oder vielleicht auch nur vier Neuntel meines zukünftigen Gemüsegartens sind „fertig“.
Fertig bedeutet:
– meterhohe Brennnesseln ausgerupft, teilweise sogar mit Wurzeln
– meterlange Winden- und Wickenwurzeln aus dem Boden gezogen
– meterbreite (geschätzt) Kermesbeerenrüben ausgegraben
– ein paar Kubikmeter Erde bewegt

Jetzt sind alle Säcke voll, ein großer Haufen Grünkram liegt auf dem Boden (und wächst wieder fest, so wie er sich unbeobachtet fühlt). Samstag werden die Säcke geleert, befüllt, geleert und vielleicht nochmal gefüllt, wenn das Wetter mitspielt.
Dann müsste umgegraben werden. Und ein Holunder ausgegraben.

Und dann kann Frau … äh … Mutti im Frühjahr Kartoffeln setzen. Es werden noch Wetten angenomen, ob es tatsächlich so weit kommt.

Der Boss sind wir!

17. Oktober 2006

So heisst die neue Sendung im Ki.Ka. Die Kindelein sind begeistert vom Rollentauschspiel dort. Sie wollen auch der Boss sein, wollen bestimmen, was gemacht wird, wollen Aufgaben verteilen und Verantwortung für die Familienverpflegung übernehmen.
Seit zwanzig Minuten kichern sie im Zimmer des Großen, das Ergebnis der großen Planung gab´s auch:

„Mama!“, sprach das Töchterlein, „Wenn DU morgen deinen Schreibtisch nicht aufräumst und abwischst, dann darfst du am Abend NICHT FERNSEHEN!“ Kicher, kicher.
„Papa!“, sprach der große Sohn, „Wenn DU morgen das Arbeitszimmer nicht aufräumst und putzt, darfst du am Abend NICHT FERNSEHEN!“ Sehr großes Gelächter.
„Und i-hich …“, ergänzt das kleinste Kind, „ICH bin für das Wohnzimmer zuständig. Wenn ihr da rumsitzt, müsst ihr erst mal runter gehen!“ Erhobener, mahnender Zeigefinger.

Desweiteren ist es dem besten Vater meiner Kinder und seinem holden Weib strengstens untersagt, irgendwas herumliegen zu lassen, vor allem keine Klamotten, weil die Kindelein sonst in den nächsten zwei Tagen NICHT unsere Klamotten waschen. Gebackene Nudeln gibt es morgen mittag, zum Frühstück Croissantes. Ausserdem wird die Mittlere das Bad putzen, während ihr Vater entweder die Wendeltreppe oder die Kellertreppe kehren darf. Frau … äh … Mutti harrt der Dinge, die da kommen und wird es sich sicherlich nicht nehmen lassen, vom Experiment „Die hinreissenden Bestien sind der Boss!“ zu berichten.
Falls sie an ihren Computer darf.

Dienstag abend,

17. Oktober 2006

das Gewissen ist rein, da viel im Garten gearbeitet wurde. Das Gemüt ist beruhigt, weil die Leberflecken des Jüngsten „nur“ beobachtungswert, nicht aber akut behandlungsbedürftig sind. Hungrig und auf dem Herd köcheln die Bohnen. Sehr hungrig und im Schrank liegen Tacos. Kalte Füße, aber die Decke liegt schon auf dem Sofa.

Alles könnte ein perfekter Abend werden, hätte ich nicht diese Scheiß-Kopfschmerzen.

Wenn

17. Oktober 2006

Frau … äh … Mutti Blumenzwiebeln in die Erde steckt, dann ist sie immer ein bißchen traurig.
Weil – es dauert noch so lange, bis sie sieht, ob ihr da was blüht oder ob sie mal wieder nur den Wühlmäusen die Vorratskammer gefüllt hat.

Noch ein knappes halbes Jahr bis zum Frühling. (aber vorher noch Plätzchen, Kerzen, Schneeballschlacht (falls es schneit), rote Wagen, blitzende Augen, vier Kilo mehr auf den Rippen, Tageslichtmangel und die Kiste mit dem allerschönsten Weihnachtsschnickeldi)

Merke:

16. Oktober 2006

Es ist nie zu spät und du bist niemals zu satt, um …

ein Stück herrlich duftendes, noch sehr heißes, frisch aus dem Ofen geholtes Brot zu essen. Mit Butter. Und eins mit Nutella. Und eins mit Käse.
Und dann noch das Knerzchen ganz ohne was.