Niemals aufgeben,
17. September 2006
niemals kapitulieren, Zitat Ende.
Es ist nicht meine Welt, die der Wettkämpfe.
Die Mittlere war heute zu einem solchen im Bereich Leichtathletik, den sechsten Platz ihrer Altersklasse hat sie geschafft. Persönliche Bestleistung. Und meinen Respekt obendrein, denn 800m-Läufe zum Beispiel gehören zu meinen persönlichen Hassfavoriten.
Ich bin sowieso eine ganz schlechte Mutter. Und der beste Vater meiner Kinder hat so gar nichts von einem personal trainer. Weder rieben wir die Waden unserer Tochter mit einer homöopathischen Schnellrennessenz ein (die im Zweifelsfall Mücken und Gegner tot umfallen lässt), noch sprangen wir wie aufgezogene Plüschkaninchen am Rand der Bahn auf und ab, laut „ZIEH, ZIEH!“ schreiend. Wir sahen unserer Tochter vor dem Start nicht tief in die Augen : „Immer das Ziel im Auge behalten!“ und wir rannten auch nicht solidarisch nebenher (ich würde hinterher rennen, sicher).
Und so wird es unsere Tochter niemals zur Olympiade schaffen, wahrscheinlich nicht mal auf´s Treppchen in ihrer Altersklasse. Nur weil wir Alten keinen Ehrgeiz haben, wir schluffen Säcke.
mittelalt
16. September 2006
Wenn
15. September 2006
das jüngste Kind aus der Schule heimkommt, am linken Fuß eine Sandale und am rechten Fuß einen Hausschuh trägt, dann weiß Frau … äh … Mutti ganz plötzlich wieder, warum sie dieses Kind so abgöttisch liebt.
Frau … äh … Mutti: „Und Kind? Was gab es zum Mittagessen?“
jüngstes Kind: „Soße … und Brötchen … und als Nachtisch ein Trinkpäckchen, so ein langes.“
Frau … äh … Mutti: „Soße und Brötchen?!“
jüngstes Kind: „jaha *genervt*“
Frau … äh … Mutti: „Du bist dir ganz sicher und du meinst nicht vielleicht SUPPE?“
jüngste Kind: „Ja, Gemüsesuppe mit Würstchen und Brötchen. Und ein Trinkpäckchen, so ein langes. (doofe Mutter, lass mich in Ruhe)“
Jungs unter sich
14. September 2006
Im Zimmer des Jüngsten spielen zwei Jungs.
Sie haben sich die playmobil-Burg aufgebaut und reissen sie nun gründlich und mit vielen Detonationsgeräuschen wieder ab. Ein Drache scheint, den Gesprächen dort drüben nach, eine zentrale Rolle zu spielen:
Der Kleine: „Der Drache hätte jetzt angegriffen *woooaaahpsch*“
Der Freund: „Und die hätten Dynamitstangen auf den geschmissen *Boffff*“
Der Kleine: „Aber der Drache hätte nur die Schwiegermütter gefressen *hrampf*“
Ich mag meine Schwiegermutter, der beste Vater meiner Kinder seine. Die Schwiegermutter des Jüngsten wurde mir noch nicht vorgestellt. Und jetzt isses wohl zu spät. Hrampf.
Dentale Probleme im Bücherregal
14. September 2006
Neue Bücherregale sind hässliche Dinger.
Wenn sie da so leer in den Ecken und an den Wänden herumstehen, dann schreien sie „FÜLL MICH! Jetzt, sofort.“ Da dieser Schrei in regelmäßigen Abständen auch von Waschmaschine, Trockner und Kindermagen kommt, fällt es nicht schwer, sich taub zu stellen. Aber dennoch: dem besten Vater meiner Kinder war die Anschaffung eines neuen Bücherregals als allerwichtigste, sinnvolle Investition verkauft worden, mit anklagendem Blick auf den knapp ein Meter hohen Bücherstapel im Schlafzimmer. Jetzt stand das Ding und es sollte gefüllt werden.
Der meterhohe Stapel im Schlafzimmer füllte zwei Regalbretter. Blieben sieben. Ein halbgefülltes Bücherreagl sieht kariös aus. Doch woher Füllung nehmen?
In der Halle steht ein alter Raumteiler, der vollgestopft ist. Mit der Schundliteratur. Badewannenbücher. Zweite-Reihe-Bücher. Die ins Schlafzimmer stellen? Mit Blick auf Stephen King und Clive Barker oder, Achtung, ich beichte mal wieder, Ayla mit dem liebestollen Jondalar einschlafen? Geht nicht.
Woher also Bücher nehmen? Aus dem Wohnzimmer am Besten. Gesagt, getan. Buch um Buch wanderte in die bereitgestellten Klappboxen und das heimische Bizepstraining konnte beginnen: Kisten nach unten schleppen.
Das Bücherregal im Schlafzimmer ist wahrscheinlich ein schwarzes Loch, hingestapelte Bücher verschwinden irgendwie, da ist immer noch Platz drin.
Ich werden den besten Vater meiner Kinder davon überzeugen müssen, dass die Anschaffung von vielen neuen Büchern eine allerwichtigste, sinvolle Investition ist. Es ist nämlich ganz schlechtes Feng-Shui ein kariöses Bücherregal im Schlafzimmer zu haben.