Ein Meilenstein
9. September 2006
sind zehn Kilometer auf dem Fahrrad.
Jedenfalls für das jüngste Kind, das nun endlich den richtigen Schwung mit den Pedalen raus hat. Eine neue Mobilität erschließt sich uns. Fein!
(zehn Kilometer sorgen aber auch für eine müde Mutter, die sich jetzt ohne Probleme zu einem Vorabendschläfchen auf dem Sofa zusammenkringeln könnte)
Obwohl
9. September 2006
das große Kind dieses Wochenende spontan mit einem Freund weggefahren ist und somit ein Kind weniger hier herumwuselt, ist straffes Zeitmanagement angesagt.
Unterzubringen sind:
– Reitstunde des Jüngsten
– Handwerker („ist Ihr Mann da“) – Gespräch
– endlich das Deutschbuch abholen, das irgendwer ja falsch bestellt hatte *ähem*
– Einladung eines Arbeitskollegen
– fünf Maschinen Wäsche
– zehn Meter Stoff, der vernäht werden muss
– das bißchen Haushalt halt
Morgen dann nur noch das, was heute liegen geblieben ist und ein Sportfest.
Ja, genau, zwei Kuchen müssen auch gebacken werden.
Erwähnte ich irgendwann beiläufig, dass nach den Sommerferien direkt die Vorweihnachtszeit mit ihren vielen Terminen beginnt? Und dass ich nicht übertreibe beweist ja die Tatsache, dass seit drei Wochen die Lebkuchen in den Supermärkten schwitzen.
*hört im Radio „that make me crazy“ und stellt sehr laut*
Schönes Wochenende wünsche ich Ihnen.
Alles für die Kinderküche
8. September 2006
Aufräum- und Entrümpelungsaktionen sind gut und wichtig.
Manchmal findet man Sachen wieder, die man liebevoll betrachtet und dabei kurz oder länger in hübschen Erinnerungen versinkt. Und sich dann seufzend eingesteht, dass Aufheben keinen Sinn hat, weil die Kinder einfach rausgewachsen sind. Wegwerfen geht aber irgendwie auch nicht.
Hier nun also meine Frage:
Wem darf ich ein Päckchen schicken, in dem sich folgender Inhalt befindet?
Es handelt sich um edelstes IKEA-Geschirr, welches natürlich schon ein paar Gebrauchsspuren aufzuweisen hat (oh, ich kann e*ay-Texte!). Vier Jahre lang wurde es von meinen Kindern bespielt, ein Jahr lang war es dann noch leihweise bei einer Bekannten in Gebrauch, bzw. bei deren Tochter. Das Emaille der Töpfe und Pfannen hat einige Macken, aber das (Porzellan-)Geschirr ist heil und von Frau … äh … Mutti teilweise fluchendliebevoll bemalt. Alle Teile können selbstverständlich in die Spülmaschine und – ja- es bricht mir das Herz, diesen Kram wegzugeben. Aber da mein neues Leben so viel ordentlicher und aufgeräumter sein wird (Frau … äh … Mutti räuspert sich verhalten), muss ich lernen, mich zu trennen.
Interessierte mögen sich in den Kommentaren melden.
Ach so, das kostet nix. Weder das Kommentieren noch das Geschirr. Ich lass mich dann mal überraschen.
Einer dieser Tage
7. September 2006
der verzweifelt macht und irgendwie auch alle Hoffnungen, dass alles gut wird, den Bach runtergehen lässt.
Das jüngste Kind ist immer mal wieder nicht ganz dicht. Bedeutet, dass er seine Hosen verpinkelt. Phasenweise. Und in manchen Phasen pinkelt er nicht nur in die Hosen.
Meistens kommt nach diesen Phasen ein großer Entwicklungssprung. Aber auch das tröstet nur halb über den Wäscheberg und den Frust auf allen Seiten hinweg.
Hinweis in eigener Sache: Ich möchte nicht lesen, dass der Neffe der Freundin der Schwester auch mit drei Jahren noch … oder dass der eigene Sohn auch mit fünf noch nachts… der Jüngste ist sieben, wahrnehmungsgestört, entwicklungsverzögert und passt in kein Vergleichsschema. Leider.
Eigentlich gibt es hierzu eh nix zu sagen, Frau … äh … Mutti ist im Jammermodus.
Der Teigrechen
6. September 2006
ist es dann wohl. Danke Frau Miest, beim nächsten Besuch zaubere ich Ihnen dann Pfannkuchen.
Obwohl ICH persönlich unter einem Rechen ein Dings verstehe, welches Furchen zieht und die haben nun mal in einem Pfannkuchen nix verloren. (da läuft ja der Ahornsirup raus!)
Ich glaube, ich bleibe bei PfannkuchenteiginderPfanneverteiledingsbums. Ist nur unwesentlich länger, bringt es aber immerhin klar und deutlich auf den Punkt.
Und Herr Bibberle: wie bereiten SIE denn Pfannkuchen zu? Mit dem Nudel(Weljer-)holz? Ich bin … äh … erstaunt.
Danke für´s Wissen und/oder Recherchieren. Letzteres hätte ich ja auch tun können, aber ich war damit beschäftig, hauchdünne Pfannkuchen ohne besondere Hilfsmittel zu zaubern.
Da das Pfannkuchenteigrezept auf ein äusserst ungenaues Mischungsverhältnis beruht (einen guten Schuß Milch dazu), geriet der Teig etwas zäh und fast hätte ich Herrn Bibberles Weljerholz gebraucht. Die Kindelein schrieen „Hunger!“ und der beste Vater meiner Kinder schrie nach dem IKEA-Einkaufszettel und der Salat musste noch gewaschen, die Tomaten geschnitten, der Schnittlauch geschnippselt und die Salatsoße zusammengemixt werden (ein Schuß Essig, ein Schuß Distelöl, ein Schuß Sahne), hatte ich dafür keine Zeit.
Ich schaufelte den Teig in das heiße Öl in der Pfanne und kippte die Pfanne hin und her, um den Teig optimal zu verteilen. Zunächst allerdings verteilte ich das heiße Öl optimal auf meinem Herd, was die Gasflamme lustig aufbrennen ließ. Dann brannte der Pfannkuchen fast an und die elegante Luftwendung wagte ich erst gar nicht. Zwar besitze ich nicht dieses elegante Teigmesser, welches Frau Stine vorschlug, sondern nur einen schlichten Pfannwender (heisst das Ding ECHT Pfannwender? Wendet man damit Pfannen?), dennoch zerrupfte ich den Pfannkuchen nicht. Nachdem auch die zweite Seite fast angebrannt war, griff ich zur zweiten Pfanne und buk somit stereo. Raffiniert.
Aus sechs Eiern zaubert der beste Vater meiner Kinder einen Berg Pfannkuchen, mir gelangen immerhin acht Stück, von denen die Kinder mir gnädig EINEN überließen. Dafür durfte ich den ganzen Salat essen.
Ja, mein Hausfrauenleben ist wahrlich aufregend.