ein paar Stündchen später

15. Dezember 2006

„Weißte, das ist ja keine Ausage!“, meint der beste Vater meiner Kinder und schleift sein holdes Weib zu ihrem Hausarzt.

Der weiß erstmal auch nicht sooo genau was es sein könnte, kann aber immerhin zwei, drei wirklich fiese Sachen ausschließen. Und macht dann einen Ultraschall. Auf grisseligem schwarzweiß, auf dem nur Ärzte was erkennen können, entdeckt er tatsächlich ganz tief im Arm eine entzündliche Stelle. Noch zu tief drinnen, um sich als Rötung oder heiße Stelle auf der Haut bemerkbar zu bemachen. Aber doch schon so „da“, dass die Lymphbahnen reagieren.

Frau … äh … Mutti schluckt also brav den Bakterientod und schont sich.
„Wenn Sie Fieber oder Schüttelfrost bekommen, dann gehen Sie direkt zum Chirurgen,“, gibt mir mein Hausarzt mit, „weil das ist dann ein Garantiefall.“

Abgesehen von der Tatsache, dass ich entsetzlich frustriert bin, weil der Hausarzt beim Schallen viel öfter „Fettgewebe!“ statt „Muskelmasse!“ sagte und dass ich nicht verstehen kann, dass irgendwelcher Kram bei mir einfach nicht „nur heilen“ oder wenigstens „wie im Lehrbuch“ sein kann, bin ich jetzt ein bißchen entspannter.

(Garantiefall! Pah! Bin ich ein Auto?)

Oh!

15. Dezember 2006

sagt die Gynäkologin meines Vetrauens, „Das habe ich ja noch nie gesehen!“ Und spricht damit den Satz aus, den Frau … äh … Mutti in letzter Zeit leider viel zu oft gehört hat.
„Was meinst DU dazu?“, fragt sie ihre Kollegin, die hat aber leider auch keine Idee. Zu zweit stochern sie mit spitzen Fingern in Frau … äh … Muttis (frischgewaschener) Achselhöhle herum, bohren Finger in der Oberarm und runzeln die Stirn.
„Frau … äh … Mutti,“, sagen sie, „es kann sein, dass bei der Operation eine Lymphbahn verletzt wurde und sie da jetzt eine Entzündung haben.“
„Aber das puckert gar nicht wie bei einer Entzündung …“, merkt Frau … äh … Mutti an.

Trotzdem wird prophylaktisch ein Antibiotikum verschrieben. Und die Schonzeit wird verschärft verordnet.

„Darf ich dann am 23. einen Weihnachtsbaum fällen?“, fragt Frau … äh … Mutti.
„Nein!“, sagt die Ärztin (leicht entgeistert), „Und das Festtagsmenü kochen Sie auch nicht. Sie gehen ins Bett oder auf´s Sofa und machen nix.“

Und wenn die Schmerzen schlimmer werden oder die Symptome nach Einnahme des Antibiotikums nicht verschwunden sind, dann darf Frau … äh … Mutti nochmals in die Frauenarztpraxis. Aber nur ganz kurz, weil eine Überweisungs ins Krankenhaus ist ja schnell ausgeschrieben.

Oh, du fröhliche Weihnachtszeit.

Zwischenstand

14. Dezember 2006

Eigentlich fehlen nur noch zwei, drei Weihnachtsgeschenke. „Eigentlich“ weil es gäbe da doch einige mehr, die ich verschenken würde, wäre da nicht nicht die pädagogisch vorbelastete „Kleinkinderschultante“, die mit mahnendem Zeigefinger „ES REICHT!“ schimpft.

Filzaufträge sind erledigt, die Post geht morgen, spätestens übermorgen raus.

Unter meinem Arm ist eine hübsche Narbe, ganz ohne Entzündungen. Das ist fein. Weniger fein ist, dass von der Narbe bis zum Ellenbogen ein undefinierbarer Schmerz durch den Arm zieht, sich eine Art Furche bildet und dass sich in der Achselhöhle eine Sehne (?) zeigt … sieht so aus wie die Kniekehle einer sehr dünnen Frau. Morgen Arzt wegen ganz schlechtem Gefühl bei der Sache.

Noch einmal Plätzchen backen, noch ein Stadtmarathon, noch drei Arbeitstage für den besten Vater meiner Kinder, noch sieben mal schlafen bis zu den Ferien, noch zwei Kerzen auf dem Adventskerzenbaguettebrett, noch hundert Weihnachtsbastelideen, noch einen Weihnachtsbaum fällen und schmücken, noch ein paar Weihnachtskarten (dieses Jahr aber wirklich) und dann kann es besinnlich werden. Ich freue mich drauf.

Stoßseufzer

14. Dezember 2006

Nur noch EINE Woche Schule!

(Mutter und Kinder sind sich einig)

Stöckchen?

13. Dezember 2006

niemand wirft mir das „Welchen Weihnachtskram hast DU in der Wohnung verteilt?“-Stöckchen zu … dann hole ich es mir eben selbst:

Dieser Engel hängt in Gesellschaft von weiteren, ganz ähnlichen, am Küchenfenster.