Mir stinkt´s. Teil II

7. November 2007

Tage vor den Tagen, noch dazu grau in grau, ganz ohne Sonne, dafür aber feucht, kalt und windig.

Es scheint ein bißchen so, als wäre für Freude kein Platz mehr. Jedes Vorhaben wird zur Strapaze, jeder Spaß lästig. Die Nerven liegen blank, der Ton ist gereizt und das Lachen fällt schwer.

Ich mag sie nicht, diese herbstliche, graue, trübe Frau … äh … Mutti. Aber irgendwie macht sie sich hier breit und lässt sich nicht vertreiben.

Mir stinkt´s.

7. November 2007

Meistgehasster Satz derzeit:

„Ich hab´ was in der Hose!“

Ach Mensch.
Es ist nur eine Phase.
Es geht vorbei.

Das haben wir schon so oft erlebt. Er lernt etwas Neues in der Schule, im Hirn knüpfen sich neue Verbindungen und die Schleusen nach unten sind offen. Ist nun schon seit sieben Jahren, seit er das erste Mal ohne Windel sein wollte, so.

Heute „nur“ zwei frische Hosen, gestern drei.

Ach, süßes, heißgeliebtes jüngstes Kind … manchmal fühle ich mich doch sehr hilflos.

Alternativprogramm

7. November 2007

Statt gemütlich in der Stadt zu bummeln – Wohnzimmer-Großputz.
Statt mit dem besten Vater meiner Kinder stilvoll essen zu gehen – Pizzaservice.
Statt unnötiger Ausgaben im Nähmaschinenladen – Kissenbezüge (winterlich) nähen.

Draußen ist es so grau, dass mir nach kunterbunter Weihnachtsdeko ist. (hat aber noch Zeit)

Wusch!

6. November 2007

sagte der Wind und fegte die restlichen Blätter von Birke und Kirschbaum auf die frischgefegte Terrasse.

„Gut, dass es wenigstens nicht regnet!“, sagte Frau … äh … Mutti, in allem immer nur das Positive suchend, kurz bevor die Wolken ihre Schleusen öffneten.

Der Blättermatsch auf der Terrasse wird ignoriert.

(ich warte auf den ersten Frost, dann kann ich gefrorenen Blättermatsch in den Garten schaufeln)

Ein duftes Päckchen

6. November 2007

aus der Schweiz ist heute gelandet und ich ziehe erneut meinen Hut vor Frau Brüllens Braukünsten!

Liebe Frau Brüllen, die Seife hat den Transport unbeschadet überstanden, einzig die Oliven/Salz-Seife hat eine lustige Servietten-Tönung angenommen. Die Schokoladenseifen-Gipfel-des-Genusses reinigen zwar nicht, haben dem besten Vater meiner Kinder und mir aber wunderbar zum zweiten Kaffee gemundet. Ich weiß ja nicht, wieviele Taschen Sie noch brauchen, aber mit Ihnen tausche ich immer wieder gerne :-) Danke.

Mit dem Eintrudeln der Seifen hat sich meine Weihnachtsgeschenke-Fundus stark gefüllt. Bleibt nur noch zu klären, ob die hinreissenden Bestien mit einem Stück Seife zu Weihnachten ebenfalls glücklich wären.
Nähkästchen auf:
Vor vielen Jahren, als das jüngste Kind noch in meinem Bauch Weihnachten feierte, schenkten wir der Mittleren und dem Großen einen Kaufladen zu Weihnachten. In den Regalen des Kaufladens lagen, neben wundervollen Holzfrüchten und -Gemüse kleine Päckchen, die von den sehr kleinen Kindelein sofort aufgerissen wurden. Darin befanden sich ein Schlafanzug, bzw. ein Nachthemd und für jedes Kind ein Ernie-Waschlappen. (ja, wir schenken auch „praktisch“) Von diesen Geschenken derart beeindruckt, erzählte das große Kind bereitwillig und jedem, der es hören wollte, dass er zu Weihnachten einen Waschlappen und einen Schlafanzug geschenkt bekommen habe. Den Kaufladen samt üppigem Zubehör unterschlug er großzügig und sicherte sich somit das Mitleid aller Menschen, die die traurige Geschichte von dem kleinen Jungen, der nur Waschlappen und Schlafanzug zu Weihnachten bekommt, hörten.
(die Waschlappen sind noch immer in Gebrauch und der Schlafanzug wurde erst letzten Monat aus dem Kleiderschrank des jüngsten Kindes geräumt. Der Kaufladen hingegen … ist schon seit drei Jahren out.)
Nähkästchen zu.