Es ist an der Zeit
13. November 2007
für einige Halbsätze in schlechter Grammatik mit Sternchen garniert:
*sich geschmeichelt fühlt*
*gebauchpinselt sei*
*grins*
Sie da draußen, die Sie mir solch nette Sachen kommentiert haben … sie begehen ja, streng genommen, den gleichen Fehler, wie die besorgte Mutter. Denn auch Sie wissen nicht, wie ich letztlich mit meinen Kindern umgehe. Vielleicht hat sie ja gar recht, die besorgte Mutter?
Die allerliebste Freundin kann es bestätigen, dass die hinreissenden Bestien nicht immer nach dem besten pädagogischen Richtlinien erzogen werden:
„HALT. DIE. KLAPPE. Nur fünf Minuten.“, zum Beispiel.
Beliebt ist auch: „Ich hänge dich am kleinen Zeh aus dem Fenster.“
Oder: „Ich setze dich an einer Autobahnraststätte aus. Im Ausland. Weit weg.“
Oder, fröhlich ein Liedchen anstimmend: „Oh diese Kinder! Verflucht sei ihr Erfinder“ (Ritter Rost passt eben immer)
Gerne formuliere ich auch Erpressungen:
„Wenn du dein Bett nicht abziehst, werde ich einen nassen Kater hineinwerfen.“
„Wenn du deinen Teller nicht abräumst, wirst du morgen früh davon frühstücken“
„Wenn du nicht duschen willst, muss ich nicht mehr waschen, weil dann brauchst du ja keine sauberen Klamotten mehr. Stinkt eh alles gleich.“
Und trotzdem: Danke.
Und keine Sorge um die hinreissenden Bestien, die allerliebste Freundin arbeitet beim Jugendamt und hat ein Auge auf sie. (diese Tatsache macht die Drohung mit dem Jugendamt bei den Kindern hinfällig, weil die freuen sich dann, dass Ulla wieder zu Besuch kommt.)
Ungerecht!
12. November 2007
schimpfen die hinreissenden Bestien und haben damit nicht ganz unrecht.
Immerhin hat das Wetter samt strahlendem Sonnenschein genau dann eine kleine Hagelpause gemacht, als die beiden Großen auf dem Heimweg waren. Mit dem Fahrrad natürlich.
pompadura – next level
11. November 2007
Frau Miest hat es schon lange gefordert, Frau Traumberg hat es vorgemacht.
Hier also die pompadura mit Verschluss:
Dies ist der Prototyp mit runder Klappe. Nicht ganz ausgereift, dafür aber ausbaufähig mit Knopfloch und Knopf. (und ich habe bereits eine Idee, wer die kriegen könnte. Sorry die Damen, Prototypen sind nicht verkäuflich, da nicht „perfekt“)
Diese hier ist deutlich besser. Die Klappe ist der Form der Tasche angepasst und mit Klettverschluss versehen.
Von kleinen und großen Denkfehlern beim Nähen brauche ich erst gar nicht zu berichten, davon gehen Sie wahrscheinlich aus. Doch letztlich ist die Klappe dann doch so befestigt worden, dass sie die Tasche verschließt und nicht dekorativ und zweckfrei an der Aussenseite der Tasche baumelt. Nur der Klettverschluss müsste einen Tick verschoben werden, damit die pompadura auch voll befüllt noch leicht verschlossen werden kann. (Memo an mich: Nahtzugabe, du dumme Nuss, NAHTZUGABE!)
Auch dieser Prototyp ist nicht zu erstehen, doch ich bin zuversichtlich, dass die eine oder andere verschließbare Tasche in der Zukunft ins Schaufenster wandern wird (falls es mir gelingt, diese Deckelsache zu perfektionieren, bzw. zu meiner Zufriedenheit der Nähmaschine zu entringen).
Morgen wird das Schaufenster befüllt, mit den altvertrauten Taschen, allesamt weitestgehend wasserdicht, abwaschbar und quietschebunt aus der Herbstkollektion.
Herbstdepressions-Bekämpfung Teil II
9. November 2007
Der durchweg erfolgreiche Frisörbesuch gestern löste eine „mir kann gar nix mehr schiefgehen“-Euphorie aus und so sagte Frau … äh … Mutti freudig zu, als die Freundin vorschlug, ins Nachbarstädtchen zum Klamotten kaufen zu gehen. Sie bräuchte Hosen und Pullis. Frau … äh … Muttis brauchte ebenfalls Hosen und Pullis, denn der Schrank gibt seit vier Jahren genau zwei Pullis her. Und der Winter wird hart, denn das Eichhörnchen im Garten legt eifrig Nußvorräte an.
Ich wünschte, ich könnte einen langen, lustigen Eintrag über eine weinende Frau … äh … Mutti schreiben, die auf einem Berg Klamotten sitzt und einfach nichts findet, dass ihr weder zu kurz noch zu eng ist. Dem war aber nicht so. Erstaunlich.
Die ersten beiden Hosen, die anprobiert wurden, waren zu groß. Die nächste Hose saß knackig am Hintern und ließ neckisch die Knöchel blitzen – zu kurz, aber auf dem richtigen Weg. Eine freundliche Verkäuferin schaltete sich ein und Frau … äh … Mutti ließ schicksalsergeben eine Beratung zu. Nach der sehr aufschlussreichen Beschreibung, was denn eigentlich gewünscht wird (ich hätte gerne eine Jeans die mir passt und die ich auch mal in die Stiefel stopfen kann), schleppte die Verkäuferin drei Paar Jeans an. Frau … äh … Mutti stieg ins erste Paar, drehte sich vor dem Spiegel und sagte ja. Frau … äh … Mutti stieg ins zweite Paar, drehte sich vor dem Spiegel und sagte ja. Nach einem Blick auf die Preisschilder der beiden Jeans, wurde auf die Anprobe der dritten Jeans verzichtet, zwei neue Hosen reichen.
Aber das allerliebste Röckchen, das da reduziert auf dem Bügel hing, das musste noch mit. Und auch der schöne braune Wollpulli mit V-Ausschnitt (braun ist das neue schwarz).
Die Freundin hingegen begnügte sich mit einem Rollkragenpullover und der Aussage, dass vor Gewichtsabnahme keine neuen Hosen gekauft werden. (nicht, dass sie abnehmen müsste, aber Sie wissen ja vielleicht, wie das so ist).
Der beste Vater meiner Kinder ist noch unterwegs und somit habe ich ausreichend Zeit um mir zu überlegen, mir Argumente zu überlegen, warum ich soviel Geld für Kleider ausgegeben habe, die ich mir doch mit meiner wunderbaren neuen Nähmaschine selbst nähen könnte.
(oder ich ziehe einfach die knackige Röhrenjeans an und sage nichts weiter zum Thema)
Herbstdepressionen? Welche Herbstdepressionen? Einkaufen heilt.
Rechenaufgabe
8. November 2007
Frau … äh … Mutti plus eine Stunde Zähne zusammenbeissen minus dreissig Zentimeter ist gleich weniger Kopf- und Nackenschmerz und nur noch leicht gestuft.
Fehlt nur noch die Farbe, aber die nicht zwingend.