Rot!
16. Mai 2008
SO
rot.
Die Freundin hat gekleistert und Frau … äh … Mutti ist begeistert.
(Memo an mich: morgen kein weißes T-Shirt anziehen, falls es regnet)
Wochenend und Sonnenschein
16. Mai 2008
und dann mit meinem Schatz (nicht ganz so) allein … Munteres Geträllere am Freitag morgen, während die Sonne durch die beinahe frisch geputzten Fenster scheint und der Kaffee beinahe nicht mehr an der dicken Lippe schmerzt.
Die ersten Gäste haben gestern nachmittag den Garten als „bepartybar“ erklärt, zwei Fäßchen Bier und diverse geheimnisvolle Zutaten für ihren berauschenden Trank in die Halle gestapelt. Hinterher haben sie Frau … äh … Mutti in eine örtliche Lokalität gelockt und sind nun schuld daran, dass meine Hose zwickt. Käsespätzle in Nierstein. Wusste nicht, dass es sowas Feines hier gibt.
Ausserdem haben sie etwas mitgebracht, dass nun geradezu verlangt, dass die Gartenparty quasi zur Tradition wird. Und einen neuen Namen bekommt. Entschuldigen Sie bitte, manchmal muss man einfach kryptisch bleiben.
Nochmal zum Organisatorischen:
Ab zehn Uhr darf geklingelt werden, bzw. sind die Chancen gut, dass nach dem Klingeln geöffnet wird.
Eigenes Grillgut muss mitgebracht werden, eine Bereicherung für das Buffet wäre großartig. (allerdings ist mir mittlerweile der Überblick abhanden gekommen, was da noch fehlen könnte. Vielleicht Muffins/Kekse/trockene Kuchen … irgendwas, das sich OHNE Teller, Gabel und großen Aufwand verspeisen lässt …)
Wir sind heute den ganzen Tag daheim, falls irgendwelche Sachen schon vorher abgeliefert werden sollen.
Die Party endet … tatsächlich auch irgendwann.
Die Parkplatzsituation ist immer noch nicht gut. Werfen Sie „Sportplatz Bachgasse“ in ihr Navi oder in den Routenplaner. „Realschule/Rundsporthalle“ ist auch günstig.
Nach dem Klingeln bitte nicht ungeduldig werden oder gar glauben, dass gerade SIE nicht reindürfen: ich muss evtl. vom hintersten Ende des Gartens bis zur Tür spurten und ich bin nicht mehr die Jüngste.
Wenn Sie vor der Grünen Villa stehen, werden Sie vielleicht so ihre Zweifel haben. Ein altes Haus, mit abgeplatztem Putz. In einem merkwürdigen Grün und der Sockel schmutzig-braun. Brombeeren wachsen unter einer Tür hindurch und unter den Fenstern sind komische weiße Haken in der Hauswand. Keine Sorge. Klingeln Sie einfach, denn „Von vorn betrachtet sieht ein Haus meist schlimmer als von hinten aus“. Was nicht bedeutet, dass die Rückseite des Hauses nicht auch renovierungsbedürftig wäre.
Genug geschrieben.
Eines noch! Vor lauter hektischer Panik und panischer Hektik vergaß ich vor allem eines zu schreiben: Ich freue mich auf die Party, auf Samstag und auf Sie. Echt jetzt.
*****
Der beste Vater meiner Kinder zwingt mich*, Folgendes zu schreiben:
Bitte bringen Sie Biergläser mit!
(*mit vorgehaltener Kaffeetasse)
Und wenn schon!
15. Mai 2008
Dann feiern wir eben ein Regenfest.
Wir schnippeln alle Steaks und Würstchen in mundgerechte Stückchen und kochen sie mit dem Kartoffelsalat zu einer wärmenden, sättigenden Suppe.
Den Wein erhitzen wir, werfen ein paar Nelken rein und schütten, mangels frischer Orangen, etwas Orangensaft dazu. Glühwein im Mai ist wenigstens originell.
Das wird schon. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Bekommt auch niemand einen Sonnenbrand oder Sonnenstich. Sonnenschein wird überschätzt. Die Halle ist ja auch ganz hübsch.
Schluchz.
Übrigens
14. Mai 2008
ist die Wettervorhersage grauenhaft.
Allerdings nur für Samstag, danach wird´s wieder besser.
(Frau … äh … Mutti geht gramgebeugt in den Garten und meuchelt vor Frust ein paar Blattläuse)
Bitte kreuzen Sie an:
14. Mai 2008
[ ] Frau … äh … Mutti wirbelt mit einem munteren Lied auf den Lippen durch´s Haus, um es für die Gäste schön zu machen
[ ] Frau … äh … Mutti schlurft etwas lustlos von Zimmer zu Zimmer und entdeckt immer neue Ecken, die gerne Staubtuch und/oder -sauger sähen
[ ] Frau … äh … Mutti überredet den besten Vater ihrer Kinder seine Tätigkeit im Home Office zu unterbrechen, um mit ihr einen Kaffee (lauwarm wegen der Monsterlippe) hinten im Garten zu trinken
[ ] Frau … äh … Mutti bloggt statt Wäsche aufzuhängen
[ ] Frau … äh … Mutti wünscht sich, sie wäre bereits bei Punkt dreiundfünzig ihrer To-Do-Liste, den man sich bitte so vorstellen darf: „Mit einigen geschickten Handgriffen arrangiert Frau … äh … Mutti ein buntes Ensemble duftender Sommerblumen aus ihrem Garten in verschiedensten Vasen und schafft damit ein zauberhaftes, einladendes Ambiente für ihre Gäste.“
~ Wir unterbrechen diesen Blogeintrag für eine kurze Weile, da das erste Kind den Weg nach Hause gefunden hat. ~