Breitmaulfrosch

14. Mai 2008

Frau … äh … Mutti sieht aus, wie die etwas ältere Schwester von Brad Pitts Frau. (nur etwa zwanzig Kilo schwerer und nicht schwanger)
Oder wie Billy Idols jüngere Schwester.

Haben Sie da draußen das ultimative Mittel gegen Lippenherpes? Das ist nämlich so eine Art Premiere für mich. Eine, auf die ich ganz gerne auch hätte verzichten können, doch wahrscheinlich ist diese Erfahrung irgendein Punkt, den ich nun ebenfalls auf der 200-Dinge-Liste ankreuzen kann.

(heißer Kaffee schmerzt an der Lippe, das ist nicht akzeptabel)

Schlafen ist das Stichwort.
Das Elternschlafzimmer in der Grünen Villa wird für Mittagschlaf haltende , bzw. am Abend erschöpfte Kleinkinder freigehalten.
(es gab da besorgte Nachfragen)

Besorgte Nachfragen wäre das nächste Stichwort und zwar meines:
Haben Sie da draußen, also Sie, die zukünftigen Partybesucher, Biergläser, die sie womöglich mitbringen können? Es müssen gar nicht die superedlen mit den Comic-Aufdrucken zu sein. Einfach nur welche, in die man Faßbier zapfen kann.
(evtl. habe ich eine Quelle, weiß ich aber noch nicht. Ich trinke Wein. Oder Bier aus der Flasche.)

Das war´s für heute.

Eins noch. Mein harmonisches blau/violett/lila/rosa Blühkonzept im Garten ist durch den türkischen Mohn durcheinander gewirbelt worden. Seit heute morgen blüht er mit faustgroßen, leuchtend roten Blüten. Die Nachbarin schlug vor, dem Farbkonzept zuliebe sämtliche Knospen abzuschneiden. Ich schlug ihr vor, dass ich alle Blüten in IHREM Garten abschneide, die nicht in mein Konzept passen. Wir einigten uns darauf, dass ein Garten nicht perfekt sein muss. :-)

In meinem Poesiealbum

13. Mai 2008

steht:

„Immer wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt von irgendwo ein Lichtlein her“ (…)

Das jüngste Kind hat da gerade wieder so eine Phase. Mein Wäscheberg ist enorm groß –  das Kind galoppiert durch einige Entwicklungsschübe, da bleibt eben keine Zeit für rechtzeitige Toilettengänge. Oder eben kein „Gefühl“ für die Dringlichkeit.
Am Wochenende war ich darüber einmal richtig verzweifelt.

Heute … kam ein glückstrahlendes Kind aus der Schule nach Hause. (mit trockener Hose, übrigens) Morgen darf er ins Museum, in die Hundertwasser-Ausstellung und den Zaun im Innenhof bemalen. Das dürfen die Kinder, deren Bilder beim Malwettbewerb gewonnen haben. Die Gewinnerbilder werden auf den Zaun übertragen, die Kinder malen sie dann aus.

Ach Mensch. Das sind solche Momente. Da kommt der Trost plötzlich aus einer Ecke, in der ich ihn nie vermutet hätte. Das Kind ist vor Stolz einige Zentimeter gewachsen und mir ist ein gerührtes Tränchen die Kummerfalte entlang gerollt.

jubel!

12. Mai 2008

Der beste Vater meiner Kinder wird sich NICHT vor den Aufräumarbeiten drücken und NICHT zwei Wochen in die Staaten fliegen. SO großartig, denn immerhin steht da ja ein Hochzeitstag an, den ich dieses Jahr mal nicht zu vergessen gedenke.

Ansonsten bleibt zu diesem Pfingstwochenende nur zu sagen, dass es voller Sonne, Wärme und Wind war, dass wir sehr viel gearbeitet haben und dass wir jetzt dringend ein paar Tage Urlaub bräuchten.
Für Samstag ist eine 50%ige Regenwahrscheinlichkeit bei 23°C gemeldet und deshalb muss in der Halle noch eine Menge geräumt werden. Doch der Garten bräuchte so dringend Regen, dass ich tatsächlich hin und her gerissen bin, ob ich laut schluchzen oder mich über die Wettervorhersage freuen soll.

Im Garten blüht es derzeit rosa/pink/lila/dunkelrot und ich möchte jedes Mal wenn ich da hinten in diese Ecke komme spontan jubeln, weil das so schön aussieht.

(Garten-Statistik-Blogging: viele Schnirkel- und Weinbergschnecken, Wanzen sehr aktiv, viele Läuse, fast keine Nacktschnecken, Wespen fleissig und vier Molche im Nachbarteich)

Mit der Kaffetasse in der Hand auf dem Weg nach hinten in den Garten, dorthin, wo jetzt gerade die ersten Sonnenstrahlen landen.
Der Mann und der Große schlafen noch, die anderen beiden hören „Ritter Rost“.

Ich bin glücklich, mein Leben ist schön.