hehre Ziele und Vorfreude

8. Dezember 2008

Seit meinem Geburtstag bin ich nun stolze Besitzerin dieses weißen Brettes, das sich an unsere Spielekonsole anschließen lässt. Ein knirschendes, entzündetes Knie hielt mich davon ab, am Geburtstagsmorgen noch im Schlafshirt drauf zu hüpfen.
Doch gestern mittag, als alle Kindelein (und somit alle potentiellen Lästermäuler und Kichererbsen) bei den Großeltern weilten, wagten der beste Vater meiner Kinder und sein holdes Weib einen ersten Versuch.

Ich durfte zuerst.
Ich bin hervorragend ausbalanciert: 49,9/50,1
Ich habe Idealgewicht.
Ich bin entfernt von Organverfettung.
Ich bin eigentlich perfekt.
Ich bin vier Jahre jünger.

Um dennoch ein Ziel zu haben, gab ich vorischtshalber an, dass ich drei Kilo abnehmen möchte. So in den nächsten Monaten, irgendwann. Und wählte den knackigen Trainer.

Die ersten Übungen bescheinigten mir, dass ich fern von jeglicher Fitness bin, ich konnte die HoolaHoopreifen nicht fangen und diese komische Muskelübung überforderte mein Koordinationsvermögen. Beim Yogaatmen war ich aber echt großartig, insofern muss ich Frau Brüllens T-Shirt vehement widersprechen! Yoga ist toll, sogar den „Held“ habe ich bravourös gemeistert, ich Held, ich. Liegestützen habe ich nicht gemacht, weil der Boden war so kalt. Dafür habe ich mich im Slalomfahren und Schanzenspringen geübt. Manchmal habe ich die Fähnchen sogar stehen gelassen, aber ein Jens Weißflog werde ich nie. Irritierend fand ich das jubelnde Publikum, als ich diese Aerobic-Grundschritte durchhechelte, immer ein wenig zu spät oder links statt rechts.
Nach zweieinhalb Stunden meldete mein WiiSchwein, dass ich nun eine halbe Stunde trainiert habe. Ich war sehr stolz und hatte Bauchschmerzen vor Lachen.
Ein kurzer Check ergab, dass ich bereit 0,6 kg verloren hatte, was aber auch daran liegen konnte, dass ich die dicke Strickjacke seit dem Skispringen nicht mehr brauchte.

Der beste Vater meiner Kinder ist übrigens in ähnlich guter Verfassung wie sein holdes Weib. Und er hat sogar die Liegestützen gemacht. Und war in allen Disziplinen viel besser als ich. Dafür ist sein Ziel ein ganz anderes als meins:

Er testet die doofe Technik auf lustige Lücken und hat sie gefunden. Seine persönliche Trainerin (diese dürre Ziege) beglückwünschte ihn zu seinem Ziel.

Fazit bisher: dummes Gerät mit einigen Macken, aber mit enorm viel Spaßpotential!

Und wenn ich nun die Wii zum Laufen bekäme, könnte ich auch mein Trainingsprogramm ordentlich und zielstrebig fortsetzen. Leider weiß ich nicht, wie die vier Fernbedienungen, die hier vor mir liegen, miteinander kombiniert werden müssen, um Fernseher und Wii in Gang zu bringen. Bisher ist es mir nur gelungen, den DVD-Player zu starten und das ist trainings-kontraproduktiv.
Wäre ich ein trotziger konsequenter Mensch, würde ich sagen: Pah, dann gehe ich eben joggen. Bin ich nicht, tue ich nicht.

Ich setze mich ein bißchen an die Nähmaschine, deren Technick ist beinahe überschaubar.

Ausserdem freue ich mir ein Loch in den Bauch:

(Kryptik, nix als Kryptik hier)

Engelsmusik

7. Dezember 2008

Kalt draußen und ausserdem dunkel. Keinen Hund jagt man vor die Tür, das Sofa lockt und nach einigen vergnüglichen Wii-Fit-Stunden (morgen mehr darüber) auch keine Kraft mehr, das Haus zu verlassen. Und keine Lust.

Doch nein, das „Offene Singen im Advent“ in der Katharinenkirche stand unerbittlich im Kalender. Und das Töchterlein singt.
Auf dann. Stimme ölen, warm anziehen, die Engel und die Kamera einpacken und los.

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´nen braven Nikolaus

6. Dezember 2008

wünschen der Pastinakolaus

und Frau … äh … Mutti.

Engel rocken,

5. Dezember 2008

denn Engel inspirieren zu Engelsröcken :-)

Von vorne:

Da war dieser Stoff auf dem Krabbeltisch. Ein Rest nur, gerade ausreichend für einen Rock oder eine Tasche. Allerdings so chinesisch angehaucht, goldglänzend und fürchterlich kitschig. Aber eben auf dem Krabbeltisch, ein Schnäppchen, kann ich doch nicht nein sagen.

Dann waren da diese Engel, die so weihnachtlich herumstanden.

„Goldglänzend und weihnachtlich herumstehen kann eine spannende Kombination sein“, dachte Frau … äh … Mutti und lud die Engel in das neue, verbesserte Nähzimmer ein.

„Nehmt Platz, fühlt euch wohl und sagt mir, welches Band zum chinesischen Goldglanz passt.“

Die Engel entschieden sich und Frau … äh … Mutti begann mit dem Zuschnitt.

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Keine leichte Kost,

5. Dezember 2008

mal eben zum Frühstück eine fünfstellige Summe auszugeben.

Fühlt sich aber nicht ganz so schrecklich an, wenn man weiß, dass demnächst eine neue Heizung und ein wunderbarer Ofen für mollige Wärme, ausreichend warmes Wasser und eine günstige Energiebilanz sorgen.

(heute ist also Weihnachten, sozusagen)