Hoch die Tasse XVI
9. Dezember 2009
Das Tässchen blieb vor lauter Gekicher leer, doch dafür gab es eine Menge selbstgebackener Plätzchen in toller Gesellschaft. (wäre gerne dabeigewesen!)
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Und noch eine Anmerkung: ich wusste seit langem, dass das Tässchen bei Frau Kännchen weilt.
Auf ihren Kaffeeklatsch zu warten, stellte für mich überhaupt kein Problem dar. Um so mehr verwundert es mich, dass manch eine sich genötigt fühlte, bitterböse Kommentare oder gar Mails voll obskurer Vermutungen und Anschuldigungen zu schreiben. Was soll das denn?
Tunnelblick
9. Dezember 2009
und alles, was ich heute tue, geht mit dem Blick zur Uhr einher. „Morgen um diese Zeit bin ich vielleicht schon wieder daheim“ oder „Spätestens morgen um diese Zeit fahren wir wieder heim. Was bin ich froh, wenn ich die Autofahrt hinter mir habe.“
Manchmal auch: „Übermorgen um diese Zeit habe ich schon den Schlauch draußen“
Selten: „Nächstes Jahr um diese Zeit lache ich nur noch darüber“
Ich bin wie gelähmt. Obwohl ich ja nun schon dran gewöhnt sei müsste, sozusagen. Aber jetzt, wo alle Termine abgearbeitet sind und sogar geklärt ist, dass ich tatsächlich die Laborwerte vorher noch abholen kann, jetzt, wo ich nur noch warten muss, fällt mir nichts ein, womit ich mich ablenken kann. Weil immer dieses „morgen um diese Zeit“ dazwischen kommt.
Gereizt bin ich. Und das überträgt sich eins zu eins auf die Kinder, die sich angiften, seit sie heimgekommen sind.
Es MUSS einfach das letzte Mal sein.
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bis neulich!
Elternsprecherin, disqualifiziert
8. Dezember 2009
„Und was sollen wir denn für die Klassenlehrerin besorgen?“, fragte die stellvertretende Klassenelternsprecherin gerade am Telefon.
„Nun. Wenn ich ehrlich bin: nix.“, sprach Frau … äh … Mutti, die Spaßbremse, „Weil ich weiß ja gar nix über diese Frau, außer dass sie mein Kind unterrichtet. Wofür sie ja obendrein bezahlt wird.“
„Ja, aber das ist so üblich.“
„Tja, ich kann nicht weiterhelfen, ich mag das nicht.“
„Ok, dann rufe ich mal die Eltern an, die schon nachgefragt haben. Vielleicht haben die eine Idee.“
Hätte ich eine hübsche Gelkerze vorschlagen sollen? Oder ein nettes adventliches Gesteck?
(und obendrein wird das Kind dann mit einem Zettel heimkommen, auf dem steht, ich möge bitte ein bis drei Euro in einen Umschlag packen, für ein Geschenk und eine Karte.)
(ja. Ich bin aufmüpfig. Und wahrscheinlich doch eher ungeeignet für den Elternsprecherjob, wenn dies zu den Aufgaben gehört.)
Ohne Kaffee
8. Dezember 2009
durch das graue Nierstein zum Hausarzt geschleppt. Blut abgenommen bekommen, gesagt bekommen, dass der Blutdruck sehr niedrig, aber vorhanden sei und erfahren, dass im neuen Jahr ein Dauer-EKG fällig ist, weil das, was da manchmal so blubbert, eine Extrasystole ist, die man nicht will.
Hatte ich nicht bestellt, dass ich im neuen Jahr keinen Arzt mehr sehen will?
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Im Wartezimmer des Arztes roch es übrigens so, als hätte man diese ganzen „ich schieße alle fünf Minuten fürchterliche Raumerfirscherduftpartikel“-Geräte mit Desinfektionsmittel gefüttert. Da fühlt man sich gleich viel gesünder, wenn man mal tief einatmet.
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Die Ergebnisse des Bluttest sind morgen da. Morgen allerdings sind weder Arzt noch Helferinnen da, denn die Praxis hat Urlaub. Bleibt zu hoffen, dass ich den OP-Termin am Donnerstag nicht vor acht Uhr habe. Sonst kann ich weder die Ergebnisse vorher abholen, noch können sie gefaxt werden. Immer muss das alles so kompliziert sein.
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Neulich mit der Freundin, die nie Zeit hat und der Mutter der allerliebstenTochterfreundin zusammengesessen und „Dinge, die man nicht sagen darf“ (weil man sich sonst sofort als schlechte Muter outet) gesammelt. Spitzenreiter: „Eigentlich habe ich mir ein ganz anderes Kind gewünscht“
Ganz schön schwer, das zuzugeben. Oder es auszusprechen. Oder es zu verstehen, bedeutet es doch nicht, dass das Kind nicht bedingungslos geliebt und akzeptiert wird, sondern eher, dass die Realität die Wunschvorstellung aus der Schwangerschaft überholt hat.
An zweiter Stelle übrigens: „Wann darf ich endlich die unmittelbare Verantwortung abgeben?“
Diese Frage ist noch ncht entgültig geklärt.
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Die allerbeste Freundin ist aus Berlin zurück und hat mir viele, viele Bändchen von Frau Tulpe mitgebracht. Unglücklicherweise bekomme ich die erst am 23. Dezember und das macht mich sehr zappelig.
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Der türkisfarbene Samtmantel von Boden kam heute an, zusammen mit den gepunkteten Socken. Die Socken sind prima, der Mantel wunderschön. (wunderwunderschön) Zum Glück ist der Mantel zu groß und muss zurückgeschickt werden (ohne eine Neubestellung, leider), denn das Jäckchen von gestern fraß sämtliche Winterreserven.
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Erinnern Sie sich, dass es so schwierig war, Salzsäure und so´n Kram für die Chemieexperimente des großen Kindes zu bekommen? Wegen der neuen Gefahrenverordnung hatte sich unsere Apothekerin so ein bißchen angestellt. Nun waren wir im Nachbarort in der Drogerie. Dort gab es 30% Salzsäure in der Literflasche und die anderen Sachen, Natrondingsbums und wasweißich, in ähnlich hoher Konzentration für ein paar Euro fuffzich. Verdünnen wird der beste Vater meiner Kinder zusammen mit dem Großen, ordentlich mit Handschuhen und Schutzbrille. Und ich nehme dann die restliche Salzsäure und reinige damit die Waschbetonplatten. Das wird hier auf´m Land nämlich so gemacht.
(und von wegen Gefahrenverordnung: im örtlichen Raiffeisenmarkt gibt´s alles, was man für eine hübsche Bombe braucht. Nur kein Silbernitrat, das ehlt noch)
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Oma Eis hat sämtliche Engel und Monster, die ich in den letzten Wochen so nebenher gestickt/genäht habe eingepackt, ausserdem zwei Rollen Geschenkpapier und beide Nudelständer. Sie steht jetzt am Samstag Sonntag! alleine auf dem Weihnachtsmarkt, die Ärmste.
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Morgen gibt es Neues vom Wandertässchen, seien Sie sehr gespannt, ich bin es auch :-)
Ich habe endlich mal die Liste aktualisiert. Wer dennoch fehlt oder wieder heruntergestrichen werden möchte, weil das ja alles nur ein ganz fieser Betrug ist, möge sich bitte melden.
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Mittagessen.
Wenn
7. Dezember 2009
Sie denken, dass das Anprobieren von T-Shirts und Jeans in mies ausgeleuchteten Umkleidekabinen ganz fürchterlich ist, dann nehmen Sie sich doch mal sechs BHs mit.
Seufz.