Hallo Familie, hallo Alltag!
6. Juni 2010
Alle vier sind verdreckt und müde, die einen von langen Wandertouren, der andere vom Klettern. Photos hat keiner gemacht, aber – mal ganz ehrlich – würde ich Bilder sehen vom Großen, wie er in 60m Höhe am Fels klebt … mir bliebe nachträglich das Herz stehen.
(Pünktlich zum Abschluss dieses für alle Familienmitglieder perfekten Wochenendes hat es begonnen zu regnen. Das kann aber auch damit zusammenhängen, dass ich vorhin noch brav gegossen habe)
Hach. Ich hab sie alle wieder, gesund und munter.
(ich hab euch nicht vermisst, sprach das sehr große Kind.)
Die letzten Stunden
6. Juni 2010
als Single.
Meinen Kaffee und ein großes Glas Orangensaft genieße ich noch in Ruhe, danach renne ich mit dem Staubsauger durch die Bude. Anscheinend macht ein Mensch doch auch eine Menge Dreck :)
Und wenn die Sonne noch ein Stückchen um die Ecke gewandert ist, so in einer Stunde etwa, gehe ich raus in Garten und reisse ein paar Gänsedistel-, Brennnessel- und Schöllkraut-„Bäume“ raus. Es gibt da diese eine Stelle im Garten, die wird doch stark vernachlässigt. Es wird ungefähr zwei Stunden dauern, bis alle sechs Grünschnittsäcke voll und mein Energiespeicher leer ist.
Auftanken kann ich dann in der Hängematte.
Keine Ahnung, wann die Familie hier wieder eintrudelt, aber ich bin Willens, jede ruhige „meine“ Minute bis dahin voll und ganz auszukosten. Ich bin ganz wunderbar erholt, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich die letzten beiden Nächte schon um zehn Uhr im Bett lag. (und um sieben freiwillig wieder rauskroch) Zwei Bücher habe ich gelesen, den oberen Teil des Gartens gejätet, kein einziges Stück genäht, dafür der allerbesten Freundin Zutaten für ein Public Viewing-Shirt gestickt, die Achatschnecken wurden gebadet und mit sehr viel Grünzeug versorgt und sämtliche Dreckwäsche im Haus wurde gewaschen, in der Sonne getrocknet, gefaltet und verräumt. Meiner Vorliebe für grauselige Filme kam ich gestern morgen um halb acht nach, als ich zum Morgenkaffee „Sin City“ einlegte und gegen die Hitze des Tages gab es gleich zwei Schälchen Eis.
Ich habe ein für mich unglaublich luxuriöses Wochenende hinter mir und sage, das mütterliche Gewissen niederknüppelnd: „Das könnte ich noch ein paar Tage so aushalten.“
Ich habe mich nicht gelangweilt.
:)
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5. Juni 2010

zusammen mit der allerbesten Freundin.
(später noch Spargel)
So als Singlefrau
4. Juni 2010
lebt es sich ganz hervorragend.
Mein gestriges Abendessen zum Beispiel nahm ich in Form einer Tüte Chips und einer Flasche Rotwein hinten im Garten in der Abendsonne ein. Zu meiner Entlastung sei angefügt, dass Mme Ouvrage mich dabei unterstützte. Im Gegensatz zu ihr konnte ich aber heute morgen den Rotweinschädel ausschlafen.
Pläne für heute: nähen
(und ab und zu mal „jippieh!“-schreiend vor dem Spiegel lustige Verrenkungen machen)
erstmal anders
3. Juni 2010
Der Große fährt nicht nach Österreich, denn dort ist man eingeschneit. Er bleibt jetzt quasi in der Nähe.
Der Rest der Familie fährt hoffentlich heute noch. Bisher sieht es nicht so aus, denn der beste Vater meiner Kinder ist noch unterwegs, den Großen zum Treffpunkt bringen. Da heute ja Feiertag ist, fahren die Züge absolut ungünstig und das Gepäck des Großen hat sich seit gestern abend ungefähr verdreifacht. (er schleppt meinen 60l Tourenrucksack und einen kleinen Tagesruck und eine Tüte mit Wanderschuhen und seine Jacke und ich weiß nicht, wie lange er wirklich bleiben will, denn mit dieser Ausrüstung könnte er gut einen Monat in der Wildnis überleben)
Die allerliebste Freundin ist aus dem Urlaub zurück und dunkelbraun gebrannt. Dies bedeutet wohl, dass sie deutlich besseres Wetter in den letzten Wochen hatte, als wir armen Zurück Daheimgebliebenen. Ich werde sie und ihr gut erholtes Äußeres am Wochenende neidisch begutachten und mir stets vor Augen halten, dass es ja nur noch ungefähr sechs Jahre dauert, bis der beste Vater meiner Kinder und sein holdes Weib auch wieder tolle Urlaube AUSSERHALB DER SAISON!!! machen können. Bald.
Die beiden jüngeren Kinder haben vor lauter Reisefieber angefangen, jede Menge Blödsinn zu machen. Streiten, zicken, zanken. Ich bin schon derart in der Singlerolle, dass ich mich bei dem Gedanken: „uah, Kinder sind einfach nur schrecklich“ ertappe. Zum Glück schaut das mütterliche Gewissen in mir streng genug, so dass ich noch ausreichend Geduld aufbringe, die Kindelein milde lächelnd zu beruhigen.
Können jetzt bitte alle sofort das Haus verlassen?!