Hoch die Tasse XXVIII
18. Mai 2010
Diesmal wird die Größe des Tässchen einfach getarnt: hinter einem Berg feinster Cookies sieht es beinahe zierlich aus. Erstaunlicherweise gibt es farblich genau abgstimmte Kaffeekapsel-für-Höllenmaschinen-Dinger und von denen braucht es genau drei.
Da.
( es war übrigens ganz wunderbar, das Tässchen mal wieder kurz in den heimischen Gefilden zu haben. Vor allem das Buch … das hat mich wirklich glücklich gemacht.)
Wildpferde galoppieren durch die freie Natur
17. Mai 2010
erzählt das jüngste Kind und das ist zwar beinahe poetisch, aber leider auch noch meilenweit weg von dem, was es wissen müsste. Morgen nämlich wird eine Arbeit in Sachunterricht über das Thema „Pferde“ geschrieben und da muss noch eine Menge gelernt werden.
Zum Glück im Unglück ist das Kind heute nach seinem gestrigen Übelkeitsanfällen fast wieder genesen und kann lernen. Oder so tun, als würde es lernen. Denn lernen muss gelernt werden und wir stehen noch ganz am Anfang. Doch wie bringt man jemanden bei, wie „lernen geht“? Der Große liest sich etwas durch und weiß es dann – meistens. Die Mittlere liest es sich mehrmals durch und murmelt vor sich hin – und der Kram sitzt. Der Jüngste hingegen … liest sich die Hälfte durch, schaut sich Bilder an und sagt: „ok Mama, jetzt kann ich´s.“ Was dann eben nicht so ist. Leider.
Er tut sich schwer. Auswendiglernen ist eine Qual. Wenn die Hausaufgabe lautet: Lerne das Gedicht xyz auswendig, dann möchte ich heulen. Er erfasst nämlich das Konzept Reim nicht. Sinngemäß wird ein Gedicht verstanden, doch den Rhythmus der Sprache und den Klang der Reime findet er nicht. Singen und Melodien wiedergeben kann er übrigens auch nicht. Das erschwert das Lernen so unsagbar, denn die berühmten Eselsbrücken fallen komplett weg. Wir müssen neue Brücken bauen und das bis zur Erschöpfung von Kind und Mutter.
Mündliches Abfragen klappt deutlich besser als ein geschriebener Test. Denn der Weg vom Wissen über die Füllerfeder auf´s Papier ist zu lang. Vielleicht auch zu anstrengend. Ich kann es beinahe verstehen, wenn ich mit Kugelschreiber oder Füller schreibe, werden meine Texte deutlich kürzer. Mit der Tatstatur schreiben dürfte er, laut Schule. Wir würden es auch erlauben und ihn in einem Schreibmaschinenkurs einschreiben. Doch für die hier angebotenen Kurse ist er zu jung, die „do it yourself“-Kurse in Spielform bauen auf Geschwindigkeit, doch wir entdecken die Langsamkeit :)
Mündliche Abfragen mit geduldigem Warten auf Antworten – das wär´s. Denn das Wissen ist da, eine Menge Wissen ist da. Doch die Zeit um herauszufinden, was dieses Kind kann und weiß, die kann sich kaum einer nehmen.
Leider. Wir üben also weiter so zu sein, wie man sein muss, um zu bestehen. Vor Gleichaltrigen, in der Schule und wohl auch im Leben. (frustig, das.)
Frau B. kann einpacken.
16. Mai 2010

Eiweiß, Zucker, gehackte Walnüsse, lieber doch keine gehackte Schokolade, dafür Lebensmittelfarbe und Zuckerperlen. Zartschmelzendes, süßes Glück mit genau der richtigen Menge Knatsch in der Mitte.

Herr Brüllen, Danke für die Bilder!
Wenn
16. Mai 2010
man kurz vor sechs aufsteht, ist man nachmittags ziemlich müde.
Um halb sechs aufgewacht und von schlimmer Brummkreiselitis befallen gewesen. Da hilft nur aufstehen und brummkreiseln. Küche aufräumen, Muffins, Seelen und Waffeln backen, den Tisch mit dem allerbesten Geschirr decken und grübeln, ob es schöner ist, wieder nur zu fünft zu essen oder doch die Fußballmannschaft plus eins am Tisch sitzen zu haben.
*****
Knapp vier Tage Haus, Garten und Weinberg; Bier, Sekt und Wein; Seife, Socken und Seerosen; Gelächter, Geläster und Gefühl; Regen, Wind und ein bißchen Sonnenschein; viele lange blonde Haare, Tattoos und Glitzernagellack und die Menschen um mich herum, die nicht mehr nur „Blognachbarschaft“ sondern echte Freunde geworden sind.
(und jetzt bitte ein Wochenende zum Erholen vom Wochenende)
*****
Das jüngste Kind hat sein Frühstück in eine gerade noch rechtzeigig angereichte Schüssel gespuckt. Ob dies nun am Frühstück, an einem komischen Virus oder an schlichter Übermüdung und „einfach fix und fertig“ lag … kann ich noch nicht diagnostizieren. Bisher blieb der Spaß einmalig. Korrigiere spontan: zweimalig. Diesmal über die Füße seines großen Bruders. Lustig hier.
*****
uff.
Samstag morgen,
15. Mai 2010
die Sonne lacht und das Haus hat sich mit fröhlich lachenden Menschen gefüllt.
Welcher Teil der Aussage ist glatt gelogen?
(haben die Medien eigentlich schon vom schlechtesten Maiwetter seit der letzten Eiszeit gesprochen?)