Novemberrezept Nummer 19
19. November 2009
für mich heute:
im Bett bleiben
Tee trinken
schlafen
gesund werden
(nichts Schlimmes, nur so ein altmodischer grippaler Infekt, wie man ihn früher auch schon oft zu dieser Jahreszeit hatte)
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Wow! Soviel gute Besserung! Danke, es geht mir schon viel besser.
(jedenfalls wenn ich flach liege.)
Mit mir im Bett: die „Alien-Quadrilogy“, damit ich nicht – pardon- alleine so rumschleime. Ausserdem machen diese „Schreckmomente“ immer so toll die Nase frei.
Bis morgen.
Morgens um halb neun
18. November 2009
fühlt sich an wie nachts um zwölf.
Ich krieg die Augen nicht richtig auf und friere vor mich hin.
Das Töchterlein hustet lautstark durch zwei geschlossene Türen und ist evtl. doch nicht so traurig darüber, dass wir ihr den Schulbesuch heute erneut verboten haben.
Der Jüngste döst auf dem Sofa, mit fiebrigen Wangen und Kopfschmerzen unter zwei Fleecedecken.
Da tröstet der beinahe blaue Himmel kein bißchen. Meinetwegen könnte er jetzt wieder dunkel sein, der Himmel, weil das würde bedeuten, dass es Abend ist und ich endlich in mein Bett kann.
(noch zehn Stunden)
Novemberrezept Nummer 18
18. November 2009
Unvollendete Sätze,
17. November 2009
auf die man gerne verzichtet:
„Mama! Mir ist schl ÄÄÄÄRX!“
(aber in die Schüssel getroffen. Immerhin.)
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Um meine leidenden Kindelein zu verwöhnen, braute ich ihnen ein Heissgetränk. Zwei Teebeutel Kräuterirgendwas-Tee, Honig und einen Schuß Orangensaft. Nach einem Schluck vom „ich mach dich gesund“-Zaubertrank sprach das jüngste Kind obigen Satz. Die Tochter versteckte ihre Tasse (halbvoll) im Bücherregal und der große Sohn äusserte diplomatisch „das ist nicht so ganz mein Geschmack.“
Werde ich eben das Gebräu trinken, weil mein Hals schmerzt sowieso schon. Kann ich also gebrauchen, den „ich mach dich gesund“-Trank.
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Als es vorhin klingelte, war ich sehr genervt. „Wer ist denn das schon wieder, ich kaufe nix, ich unterschreibe nix, ich will weder Dach noch Fassade reparieren, geht doch alle bitte ein Haus weiter.“ Trotzdem habe ich die Tür geöffnet und war dann sehr gerührt, als ich eine Klassenkameradin des jüngsten Kindes antraf: „Ich hab hier die Hausaufgaben aufgeschrieben und das ist zum Einkleben und er soll Hausschuhe mitbringen und die Verbesserung machen und nächste Woche schreiben wir Diktat. Und gute Besserung!“ Großartig!
Als es eben klingelte und ich wieder sehr genervt und siehe oben war … kam die liebste Tochterfreundin mit den Hausaufgaben. Toll!
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Kurz zum Wutzeschnuppe.
„Wann die wohl die Schule schließen werden? Sind ja so viele Kinder krank!“, höre ich.
„Wie lange soll denn eine Schule geschlossen werden?“, frage ich mich.
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Jetzt: Spy Kids, eine Schüssel neben dem Sofa und Ofenfeuer.
Man muss das Beste draus machen.
übrigens:
17. November 2009
zwei Drittel der Familie (Korrektur: zwei Fünftel der Familie, bzw. zwei Drittel der Kindelein. Passiert, wenn die Kaffeedosis noch nicht stimmt) liegen darnieder.
Husten, Halsweh, Heiserkeit. Und leichtes Fieber.
Nicht richtig schlimm, aber schlimm genug, um sich elend und zerschlagen zu fühlen. Arme Puffelchen, die kranken Kinder.
Ich ergänze also das heutige Novemberrezept um folgende Zutaten:
aus Kartoffeln, Karotten, Pastinaken und mal schauen, was noch so im Gemüsefach liegt, eine dicke Suppe kochen. Pürieren, würzen und einen Schuß Sahne reingeben.
Hackfleisch kräftig anbraten, würzen. Wer Lust hat, darf sich was davon in die Suppe schaufeln.
Anrichten in bunten Suppenschüsseln.
Verzehren auf dem Sofa, unter der roten, bzw. der blauen Fleecedecke.
Dazu gerne Ronja Räubertochter. Oder Ferien auf Saltkrokan. Vielleicht auch die Brüder Löwenherz, aber nur, wenn die Stimmung nicht gedrückt ist.
Später irgendwas Süßes, Schlotziges für´s Gemüt. Vielleicht ein Karamellflammeri. Oder falls ich nicht völlig erschöpft von der Pflegetätigkeit sein sollte, ein Experiment, das evtl. so lecker schmeckt, wie es sich liest.
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Es ist mir übrigens völlig egal, wie der Virus heisst, der die Kindelein im Griff hat. Und sollte nicht eine wirklich bedrohliche Situation eintreten, wird uns auch kein Arzt sehen. Mit angeschlagenem Immunsystem in einem Wartezimmer voller bunter Bakterien/Viren/Seuchen/Epidemien und Hysterien zu sitzen erscheint mir wenig verlockend.
Daheim bleiben, gesund werden. Schule erst wieder nach einem fieberfreien Tag.
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(und wenn dann alle wieder in der Schule sind: erleichtert aufseufzen und das liegengebliebene Chaos beseitigen. Ach ja.)


