Verspäteter Nachmittagskaffee,
8. November 2009
dafür mit Zitronenkuchen. Jetzt ist mir übel. Zu spät Kaffee geht nicht.
Das jüngste Kind hat morgen keine Schule. Damit es sich nicht langweilt, so ganz allein mit seiner Mutter, hat es sich einen Klassenkameraden zum Übernachten eingeladen. Was der Freund nicht weiß ist, dass morgen der Tag des Übens ist. Eine Mathearbeit steht an und dafür muss noch was getan werden. Morgen Frau … äh … Mutti als Mathelehrerin für zwei wahrscheinlich sehr unmotivierte Knaben. So ein Spaß!
Spaßig waren auch meine Versuche an der Wii mit dem Zelda-Spiel.
„Mama!“, das Töchterlein war sehr empört, „Du kannst dein Pferd doch nicht GAUL nennen!“
Kann ich schon. Wenn das Vieh nicht geradeaus rennen kann, darf es auch Gaul heißen. Ich habe also Kürbisse durch die Gegend geworfen, damit sie platzen und grüne Rubine (!) ausspucken. Ich bin auf Hausdächer geklettert, um gelbe Rubine (soviel wert wie zehn grüne Rubine!) zu finden, habe auf Gräsern gepfiffen, um wahlweise Gaul oder Geier (=Adler) anzulocken, bin im Fluß geschwommen, habe einen Affen überlistet, einen Fisch für eine Katze gefangen, eine Ziegenherde in den Stall getrieben und eine Ziege an den Hörnern gepackt. Und Purzelbäume geschlagen. Viele Purzelbäume. Manchmal auch gegen Felsen, dann tutete diese Wii-Fernbedienung so witzig.
Meine Kinder beklagen sich, dass ich die Sache nicht mit dem nötigen Ernst angehe und dass ich mit dieser Einstellung nie weiterkommen werden. Manno. Nie darf Spielen Spaß machen.
Die PingPongBälle gehören, genau wie Luftballons, zu jedem Konzert Herman van Veens. In einem altem Koffer trägt er sie auf die Bühne und verteilt sie dann sehr großzügig darauf. Und im Publikum. Ja. Sehr albern. Sehr schön. :-)
So. Muss Abendessen vorbereiten.
vier PingPongBälle*
8. November 2009
Novemberrezept Nummer 7
7. November 2009
Meine Empfehlung fürs Wochenende und gegen triste, graue Novemberlaune:
hemmungslos albern sein.

Und Bilder davon machen.
(zeigen Sie doch mal!)
Ein wunderbares Wochenende Ihnen da draußen, wir haben heute noch was Tolles vor.
Rollentausch
6. November 2009
Das komisch-wattige Gefühl im Kopf, der wehe Hals und der kurze Einkauf im Herbstsuddelwetter zwangen mich dann doch in die Knie. Zusammen mit dem großen Kind, das mit Hals- und Ohrenschmerzen früher aus der Schule gekommen ist, knuffele ich mich auf das Sofa. Die Mittlere hat den Ofen angezündet und uns Tee gereicht. Der Jüngste räumt die Spülmaschine aus und die Pizza duftet auch schon ganz lecker.
„Wir sorgen für euch“, sagt die Mittlere und der Jüngste nickt bekräftigend.
Novemberrezept Nummer 6
6. November 2009
Es ist nicht einfach, jeden Tag etwas zu finden, das die trübe Stimmung wegzaubert. Draußen stürmt es, die Blätter fliegen von den Bäumen und die Sonne blinzelt nur ab und zu durch dicke, graue Wolken. Es wäre nun ganz leicht, trübsinnig zu werden.
Stattdessen stelle ich mich in mein Wintergärtchen, mit einem Tässchen Tee oder Kaffee in der Hand und freue mich, dass ich gerade nicht raus muss.

Und eigentlich sieht die Tischdeko draußen auch ganz hübsch aus.

(Der Boden der Terrasse sieht noch dekorierter aus, was nichts anderes bedeutet, als dass ich heute oder morgen doch ganz dringend längere Zeit raus muss, um die Deko in den Garten, wo sie eigentlich hingehört, zu schaufeln. Und wenn die Terrasse dann wieder sauber ist, kommt der nächste Windstoß und mit ihm die nächsten zweihunderttausend Birken- und Fliederblätter. Seufz.)
*****
Nachtrag: Es gibt kein graues Wetter, nur graue Kleidung :-)

(niegelnagelneues Sommerröckchen von Fit-z aus der Schnäppchenecke, alte Strickjacke, noch älteres Shirt und die fellgefütterten Camperstiefel. Und dünne Nylons in dunkelrot. Es lebe der Stilbruch.)
