Schnee, Sauna und Garten

4. Februar 2018

Die magischen drei Stunden heute morgen, als es dicke Flocken schneite und das usselige Graubraun des Spätwinters unter weißer Watte versteckt wurde, nutzten der Gatte und ich für eine ausgiebige Hunderunde. Achteinhalb Kilometer mit dem sehr schneebegeisterten Hund durch den Wingert. Reines Glück. (und erst ganz am Schluss Bauchschmerzen, es wird, es wird)

Als wir heimkamen, deckte der Große gerade den Tisch für ein sehr spätes Frühstück. Der Jüngste kroch aus seinem Bett und wir genossen alle den Zitronenkuchen, den er gestern abend gebacken hatte.

Während des Frühstücks heizte die Sauna vor und ja, es ist ein Leichtes, einen ganzen Sonntagnachmittag dort zu vertrödeln. In den Ruhepausen stellten wir die Gästeliste für die Gartyparty18 zusammen. Die magische Zahl ist: 80 (Gäste). Emails mit Nachfrage nach Ihrer Adresse gehen ab morgen raus. Wir sind jetzt sehr aufgeregt und vorfreudig.

Ein Blick durch den Garten lässt so langsam meine Gärtnerinnenhände, insbesondere den grünen Daumen jucken, denn das sieht doch alles sehr wüst und wild aus.

Der Schnee war bis zum Spätnachmittag beinahe vollständig weggetaut und leider zeigt sich jetzt im Garten, dass da noch jede Menge Frost fehlt. Das, was eigentlich runterfrieren sollte, steht in Saft und Kraft, dazwischen blühen Gänseblümchen, Hornveilchen und Ringelblumen.

Noch ein Strunk voller Rosenkohlköpfchen wartet auf baldigen Verzehr, für den heutigen Rosenkohleintopf hat der Gatte über ein Kilo geerntet. Tolles Gemüse!

Die Bauchschmerzen verschwanden übrigens sehr schnell und ich merke, dass gerade eine drei-Schritte-vor-Phase anbricht.

Drei Schritte vor,

3. Februar 2018

einer zurück. Oder besser: würde ich nicht immer gleich mit vollem Gas starten, würde ich leichter die Kurve kriegen.

Am Donnerstag morgen traf ich mich mit den beiden Hunderundekolleginnen zu üblichen Donnerstagsrunde. Die übliche Runde ist: von Nierstein nach Schwabsburg, dort am Rabenturm die Hunde rennen lassen. Danach aus Schwabsburg raus, nach oben in die Weinberge. Einen großen Bogen, parallel zum Modellflugplatz Richtung Wartturm und als Bonus für den Hunderundekolleginnenhund, der im Wingert nicht rennen darf: ein Schlenker über die leeren Felder der Flurbereinigung. Den Wirtschaftsweg (die “ Lörzweiler Schnellstraße“) zurück, am Wartturm vorbei, an der „Roter Hang Hütte“ vorbei und schließlich die Große Steig nach unten, den Pflasterweg vor, die Oberauflangen zurück und heim. Neuneinhalb Kilometer und als mich die Hunderundekolleginnen vor dem Bonusstück fragten, ob es nicht genug sei, winkte ich lässig ab. „Es ist so schön, sich wieder zu bewegen!“ Ja, war es auch! Außerdem schien die Sonne, die Gespräche waren gut, die Hunde brav, der Wind so frisch.

Daheim lief ich etwas schief. Schonhaltung, denn der Bauch tat weh. Nicht dieser fiese glühendes-Messer-dreimal-umdrehen-Schmerz, sondern eher ein dumpfer, warnender Schmerz. „Zuviel!“, mahnte dieser Schmerz und befahl mich in die Waagrechte. Und dort blieb ich dann auch den Rest des Donnerstags. Am Freitag saß ich dann in der Gegend herum. Erst in der Küche, danach im Wohnzimmer, schließlich im Nähzimmer. Schlapp, müde, als hätte ich eine große Wanderung hinter mich gebracht. Jede kleine Anstrengung lockte den dumpfen Schmerz hervor.

Sicherheitshalber genieße ich also wieder Schonkost, versuche die Füße stiller zu halten und die Hunderunden der nächsten Woche im fünf-Kilometer-Bereich zu halten.

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Wie mich dieses Rumjammern selbst nervt, Sie können es sich nicht vorstellen. Ich fürchte, ich bin eine sehr schlechte Patientin und meilenweit entfernt von der stillen, duldsamen Genesenden. Ich poltere lautstark schimpfend Richtung Gesundheit.

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Der Rest der Familie ist übrigens fit und nach wie vor freundlich zu mir. Entweder haben sie alle ein dickes Fell oder sie erholen sich während ihrer Arbeitszeit, wenn sie mich nicht aushalten müssen.

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Morgen werde ich mit dem Gatten die Gästeliste für die Gartyparty zusammenstellen. Mittlerweile zeichnet sich ganz klar ab, dass diese Veranstaltung ein meet&greet the one and only Frau Brüllen sein wird, mit Tieren. Zur Gartyparty wird es dann eine Seite geben, dazu gibt es bei Fertigstellung einen Hinweis hier.

Rückblende

1. Februar 2018

Seit drei Abenden besteht mein Program darin, die alten Blogeinträge wieder lesbar zu machen. Das bedeutet, dass ich jeden einzelnen nochmal lese und dann entscheide, ob ich ihn freischalte oder nicht. Das Freischalten fällt mir schwerer als erwartet, denn in vielen Beiträgen finde ich mich nicht mehr wieder, ich würde sie heute erst gar nicht schreiben oder wenn doch, dann würde ich sie ganzganzganz anders schreiben. Ich habe mich also tatsächlich weiterentwickelt, das ist ja erfreulich.

Außerdem fällt mir auf, dass ich wirklich, wirklich oft krank war. Ständig erkältet, jeder Virus, den die Kindelein heimbrachten, landete bei mir. Erschöpfung war ein Dauerzustand, in beinahe jedem Blogartikel thematisiere ich Müdigkeit. Schlimm.

Das Tolle am Lesen der alten Artikel ist, dass ich mich an die ganzen Begegebenheiten wieder erinnern kann, auch an die, die ich nicht aufgeschrieben habe, die nur zwischen den Zeilen zu finden sind. Das war eine anstrengende Zeit damals. Ich trug so viele Sorgen mit mir herum! Hätte ich doch nur einmal kurz in die Zukunft schauen dürfen, denn so viele dieser dunklen, schweren Lasten sind mittlerweile einfach … verpufft oder wiegen nicht mehr so schwer. Mein altes „alles wird gut!“-Mantra ist also wirklich eingetreten!

Bin wieder weg, muss mein altes Leben nachlesen!

Mütter der Klamotte

30. Januar 2018

Nachtrag von gestern, weil gestern zu müde.

Aufstehen wollte ich gestern morgen nicht und dann war auch noch das Bad oben besetzt, so dass ich nach unten ausweichen musste.

Nach unten ausweichen bedeutet: Terrassentür vom Wohnzimmer zum Wintergärtchen auf und dann die schmale Wendeltreppe nach unten. Noch nicht ganz wach eine nahezu sportliche Herausforderung.

Ich meisterte sie.

Als ich auf dem Rückweg die Terrassentür zum Wohnzimmer wieder schloss, krachte mir die darüber angebrachte Vorhangstange auf den Kopf. Das tat nicht weh, trug aber ein Weiteres zum Wachwerden dazu.

Als ich versuchte, die Stange wieder einzuhängen, rutsche sie auf der anderen Seite durch und landete erneut auf meinem Kopf. Laut fluchend trat ich einen Schritt zurück und fiel dann, mehr oder wieder elegant in Vorhänge gehüllt, über die Fußbank des Sofas.

Und als ich da zwischen bauschigen Stoffbahnen mit einer Gardinenstange in der Hand auf dem Boden saß – fehlte nur noch die untermalende Klaviermusik und eingeblendete Untertitel. Und das Ganze in schwarz/weiß. Natürlich.

Immerhin war ich dann wach. Wollte trotzdem wieder in mein Bett.

Gartyparty 18!

30. Januar 2018

Diese Stofffahne wird dieses Jahr neun Jahre alt und ich freue mich, dass ich sie wiedergefunden habe, denn selbstverständlich werde ich sie im Mai aufhängen. Genauer gesagt:

Diese Stofffahne wird dieses Jahr zehn Jahre alt und ich freue mich, dass ich sie wiedergefunden habe, denn selbstverständlich werde ich sie im Mai aufhängen. Genauer gesagt:

am 12. Mai 2018,

denn an diesem Tag soll die Gartyparty18 stattfinden.
Auch in diesem Jahr wird die Gartyparty kein Tag der offenen Tür sein, auch dieses Jahr werde ich Eintrittskarten verschicken, damit Haus und Garten nicht aus allen Nähten platzen
Bevor Sie „hier, ja, ICH! ICH!“ rufen, will ich Ihnen erneut ein bißchen von unserem Leben und der Umgebung, die Sie erwartet, erzählen.

Die Grüne Villa ist keine Villa, sondern ein etwas eigenwillig gebautes Haus, das eigentlich nur aus einer Wohnung über einer Kelterhalle und einer halben Wohnung unter der Terrasse besteht. Die Ländereien der Grünen Villa sind keine parkähnlichen Anlagen, sondern ein etwas größerer Garten, der sich über zwei Ebenen erstreckt. Im oberen Teil stehen Schaukel und Kletterstangen für Kinder, außerdem kann dort gegrillt werden. Die Fasssauna, die ebenfalls dort steht, zeige ich gerne, sie ist aber definitiv keine Spielplatz. (auch wenn sie wie eine Hobbithöhle aussieht) Im unteren Teil, einem langen Schlauch, findet sich an einem Ende mein Gemüsegarten, den ich allerdings absperren werde, damit Eltern nicht ihre Kinder dort rauspflücken müssen, das ist entspannter. Desweiteren findet sich dort ein Kinderspielhaus auf Stelzen, Grünfläche, vielleicht die ersten Walderdbeeren und ganz hinten im Garten das Rosa Gartenhüttchen und ein Tümpel. Wir alle wissen: Kinder können in Pfützen ertrinken, deshalb: aufpassen!

Unser Garten ist insektenfreundlich gestaltet und das merkt man auch. Es summt und brummt in allen Ecken, wenn sich Wespen ansiedeln, so dürfen die das. Es gibt Bienenhotels und Erdhummeln haben Höhlen. Im Tümpel leben unzählige Wasserkäfer, Libellen und Wasserläufer. Wer Gast in unserem Garten ist, muss das Insektenaufkommen also aushalten. Und respektieren. Ich reagiere ungehalten, wenn WespenBienenHummeln erschlagen werden.

Hund und Kater laufen in Haus und Garten frei herum. Der Kater verzieht sich, wenn es ihm zu trubelig wird. Wer ihm dann zu nahe kommt, der wird Krallen spüren. Der Hund liebt Menschen, insbesondere Kinder. Doch auch Lola hat irgendwann genug. Ich werde darauf achten und gegebenenfalls „jetzt nicht, Lola muss jetzt in Ruhe gelassen werden“ sagen und darauf sollte man hören. (Herr Brüllen kann dazu eine kleine Anekdote erzählen)

In unserer Halle steht ein Kicker, der darf selbstverständlich gerne bespielt werden! Außerdem habe ich einen Schwung „Where is Waldo“-Bücher und eine Kiste voller Briobahnschienen samt Zügen.

Warum ich das so ausführlich (erneut) erzähle? Weil wir unser Haus und unseren Garten wieder uns ganz fremden Menschen öffnen. Vielleicht lesen wir uns seit vielen Jahren im Internet und kennen uns ein bißchen, vielleicht lesen Sie meine Tweets oder schauen sich meine Instagrambilder an und glauben daher, mich zu kennen, aber ich habe überhaupt keine Ahnung, wer Sie sind. Der Schritt vom virtuellen ins reale Leben ist ein gewaltiger, ich mag das nie wieder unterschätzen.

„Fühl dich wie daheim, aber benimm dich nicht so!“, heißt es und da steckt halt schon was Wahres drin.

So. Und wie läuft das jetzt? Ich habe im Anschluss an diesen Text vier Fragen an Sie, diese beantworten Sie bitte in einem Kommentar und zwar bis zum kommenden Wochenende. Der Gatte und ich losen dann unsere Gästeliste zusammen. In der nächsten Woche werde ich Mails an Sie schicken, in denen ich Sie um Ihre Adresse bitte, damit ich ihnen Ihre Eintrittskarte schicken kann. Ohne diese Karte geht nichts :) Und Sie müssen ja auch rechtzeitig Bescheid wissen, falls Sie sich um Ferienwohnungen hier bemühen wollen.

Übrigens gilt auch in diesem Jahr: Geschirr und Besteck bitte selbst mitbringen, genauso wie das, was gegrillt werden soll. Zusätzlich einen Salat, ein Brot, einen Kuchen, einen Nachtisch, was auch immer, für alle. Das klären wir aber zeitnah, genauso wie das ganze Drumherum, auch hier im Blog.

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Und jetzt … die Fragen:

1. Wer sind Sie? (Wie heißen Sie? -> Nickname reicht. Familie, Beruf, wo im Internet zu finden, wie lange online, kennen wir uns schon persönlich?)

2. Warum möchten Sie gerne bei der Gartyparty dabei sein?

3. Wen möchten Sie gerne auf der Gartyparty treffen?

4. Zu wievielt würden Sie kommen?

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Ich bin sehr gespannt auf Ihre Antworten!