Blutdrucksteigernde Maßnahmen
19. Februar 2009
„Es ist ein guter Tag zum Säen!“, dachte Frau … äh … Mutti nach einem Blick in den Kalender und einem Blick nach draußen auf den Holunder, der zarte Blätter entfaltet.
Die Anzuchttöpfchen stehen unten im Flaschenkeller. Hinten rechts, neben den Mülltonnen, in dieser finsteren Ecke. Dort wo die großen haarige Kellerspinnen wohnen, die einem über die Hände sprinten, wenn man beherzt in die Weben greift, um die Töpfe herauszufischen.
Haben Sie mich schreien hören?
Schnippselitis
18. Februar 2009
– Man könnte das, was aus Frau … äh … Muttis Nase quillt, als das erste Grün des Jahres bezeichnen. (wollen Sie evtl. nicht wissen, ich weiß)
– gesteigerte Vitaminzufuhr zur Bekämpfung von Schnupfenviren in Form von vielen Orangen, Äpfeln und Nashis führt zu mittelschweren Schokolade-Lechz-Anfällen. Diese wiederum führen zur starken Reduzierung des Browniesvorrats und gleichzeitig auch zum unförmigen Anschwellen der Hüftgegend. Was dann aber letztendlich ebenfalls wieder eine Motivation für Obstzufuhr ist. Womit der Kreis sich schließt, auch wenn der treue Leser wahrscheinlich den Anknüpfungspunkt verloren hat.
– Für Aschermittwoch wünsche ich mir übrigens einen wundersam-lauen Vorfrühlingstag, da man in die Wand und den Boden unseres Wohnzimmers Löcher klopfen wird und uns obendrein die Heizung klauen wird. Sollte ungewohnterweise alles planmäßig verlaufen, heizen wir demnächst deutlich energiesparender mit neuer Heizung und sehr gemütlich knisternd mit Holz im Wohnzimmer.
– Das jüngste Kind hat in sehr naher Zukunft Geburtstag. Es hat keine Geburtstagswünsche, bis auf den einen: ein eigener Computer.
„Nix da“, sprachen die Eltern, „Den kriegste erst, wenn du auf die weiterführende Schule gehst. Vorher brauchst du keinen.“
Aber manchmal kommt es eben anders, als man pädagogisiert. Die Lehrerin des jüngsten Kindes regte nämlich an, dass das Kind doch einen Kurs an der Volkshochschule belegen möge, um das „zehn-Finger-Tippen“ zu lernen, weil es dann nämlich seine schriftlichen Arbeiten mit Hilfe des Rechners und des Rechtschreibprogrammes erledigen könne. „Genau für solche Fälle braucht man doch das Rechtschreibprogramm!“, sagte sie und ich hatte – na raten Sie mal, wie originell – Tränchen in den Augen.
Um ein wenig Glaubwürdigkeit ins Erziehungsschema zu bringen, werden Rechner und Monitor von den Großeltern geschenkt.
– und wenn Sie noch so viel über meine komplizierte Captcha-Abfrage schimpfen … die bleibt. Sie sorgt nämlich, trotz allem, für Barrierefreiheit und unterstützt eine recht spannende Sache. Klicken Sie sich halt mal durch. (und haben Sie sich schon mal Vorlesen lassen? Geht auch.)
jetzt. sofort.
17. Februar 2009
Werde ich mich in die Küche schleifen und aus viel Butter, Zucker, Eiern und Schokolade (und ein bißchen Mehl) etwas gegen das Feuchte, Graue, Kalte da draußen zaubern.
Seelenfutter. (eigentlich möchte ich es nicht backen, sondern nur essen)
Nachtrag:

Rezept von hier.
Ganz dringend empfehlenswert. Es muss nicht immer OhCynthia! sein :-)
Mal eben genäht …
17. Februar 2009
Mitgebracht aus Düsseldorf:
16. Februar 2009
einen dicken Schnupfen, einige Meter Stoff TROTZ enttäuschendem Stoffmarkt, eine neue, sehr große Kaffeetasse (extra in der Casa Arendt angeschafft, um Frau … äh … Mutti angemessene Kaffeeportionen zuzuführen) und einen entzückenden Radiergummistempel. Aussserdem ein selbstgemaltes Osterbuch der älteren Tochter und zwei Reiskörner in der Jackentasche meiner Strickjacke. Sehr wahrscheinlich von der jüngeren Tochter.
Eigentlich wollten Frau Traumberg und ich die werte Leserschaft völlig verunsichern und nichts verraten. Wollten die Gerüchteküche brodeln lassen! Wollten Getuschel und Gewisper hören, ob man da etwas wisse? Hat es da Streit gegeben? Wurden Erwartungen nicht erfüllt? Haben Axtmörder zugeschlagen?
Doch – ach. Ich sage nur: es war wunderbar. Auch wenn ich immer kalt duschen musste und in der Nacht maximal fünf Stunden Schlaf bekam, es war wunderbar. Ich wurde sehr lecker bekocht, gut unterhalten und habe einen großartigen Abend in der Cocktailbar verbracht. Habe köstliche Schokolade geschlürft und geknabbert und ausserdem mit Genuss in Zitronen, Crapefruits und unreife Ananas gebissen. Und ein Löffelchen Balsamico zum Nachtisch zelebriert. Und ich habe eine Menge über Chilis, deren Zucht und artgerechte Haltung gelernt (und die Geburt von zweien quasi miterlebt).
Danke an meine liebevollen Gastgeber!
Und ich … ich muss mich jetzt von der Erholung erholen, damit ich für die nächste Kurzreise fit bin.
