Erster Schultag
8. Januar 2009
und klirrende Kälte.
Das Telefon klingelt.
„In der Schule ist der Heizkessel geplatzt. Die Klassenräume haben eine Temperatur von nur 10°C, die Kinder werden nun nach Hause geschickt.“
Ha. Zu MEINER Zeit, damals, als man noch durch meterhohen Schnee kilometerweit in die Schule stapfte, damaaaals, wären 10°C kuschelig warm gewesen.
(das jüngste Kind wird also jeden Moment hier eintreffen, nicht sehr traurig, schätz ich)
(ich bin so aufgeregt, denn ich weiß nicht, ob ich heute oder morgen oder wann auch immer Onkel oder Tante werde)
Alles vergessen,
8. Januar 2009
doch zum Glück gibt´s die allwissenden Blogleserinnen.
Wie lange darf frau mit geplatzter Fruchtblase herummarschieren? (37. Woche)
(boah, ich bin SO aufgeregt!)
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Ich seh schon, ich hab wieder nicht alles gesagt:
Das Köpfchen sitzt wunderbar da, wo es soll und die Schwägerin ist wieder nach Hause geschickt worden. DAS KÖNNEN DIE DOCH NICHT MACHEN! Immerhin geht es um meinen Neffen/meine Nichte)
Bullerbü
7. Januar 2009
Schnee, der über mehrere Tage liegen bleibt, ist bei uns, im milden Rheintal wahrlich rar. Und sehr kostbar.
Das haben die Kindelein auch erkannt.
Mir macht das so ein Bullerbü-Gefühl (Sie wissen ja vielleicht, wie ich das meinen könnte), wenn ein Pulk Kinder von acht bis vierzehn Jahren mit Schlitten Richtung „Kleine Steig“ (weil da ist die Bahn besser, als an der „Großen Steig“) loszieht und erst abends, wenn´s dunkel geworden ist, mit hochroten Wangen und Schnee-Glanz-Augen zurückkommt.
Minus acht Grad sind es im Moment, die Sonne scheint, der Himmel ist blau.
Um 14:00 Uhr ziehen sie wieder los, zusammen mit den Freunden. Der Große trägt dann freiwillig lange Unterhosen und Wanderschuhe, aber die Thermoskanne mit heißem Tee, die ihnen die fürsorgliche Mutter aufschwatzen will, wird verschmäht. Keine Zeit dafür.
Schade, dass die Schule morgen wieder beginnt.
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„Mamaaa“, sprach das Töchterlein, „Ich werde ein Buch schreiben, damit ich endlich mal eine Geschichte lesen kann, die genauso ist, wie ich sie mir vorstelle.“
Manche Menschen
6. Januar 2009
sind nicht gut zu Vögeln.
Frau … äh … Mutti aber schon. Deshalb füttert sie Vögel erst dann, wenn der Boden steinhart gefroren ist und/oder unter einer Schneedecke liegt.
Da aber seit letztem Winter immer häufiger Vogelfutter verkauft wird, das Ambrosiasamen enthält, wird das Futter selbst zusammengestellt.
Schnee, der doppelte Jesus und ein Koffer
6. Januar 2009
Während die Kindelein mit dem besten Vater meiner Kinder erneut die schwindelnden Höhen der Weinberge erklimmen, um danach umgehend mit dem Schlitten herunter zu sausen, vertrödelt Frau … äh … Mutti die freie Zeit am Rechner bringt Frau … äh … Mutti Ordnung in die Bude und schmeisst Ihnen schnell ein paar Bildchen ins Blog. Von gestern.
Hier ein gescheiterter Versuch, alle fünf Kinder für die Großeltern-Küche auf ein Bild zu bannen.
Ein langer Weg nach oben. Der Weg heisst „Die große Steig“, nicht umsonst heißt er so. Aber zum Rodeln einfach großartig. (und als Cache-Versteck, demnächst)
Im Wohnzimmer herrscht gähnende Leere, so scheint es mir.
Traditionell wird am sechsten Januar der Weihnachtsbaum abgeschmückt und in den Garten zur Feuerstelle geschmissen. Das Weihnachtsschnickeldi landet in diversen Kisten und die Lichterkette wird ordentlich aufgerollt und in eine Papiertüte gestopft.
Jedes Jahr werde ich mit jeder Kugel mehr, die ich vom Weihnachtsbaum nehme, trauriger. Die Kugeln (Frau Antonmann, Sie hatten gefragt, es sind Lauschaer Eisglaskugeln) habe ich mir drei Jahre lang zum Geburtstag schenken lassen und ich liebe sie sehr. Die Spitze bleibt bis zum Schluss auf dem Baum. Erst wenn nur noch die Lichterkette am Baum hängt, zupfe ich sie vorsichtig ab und stecke meine Nase rein. Ein bißchen Harzduft, als Erinnerung eben.
Spitze, Kugeln und Sterne werden in Seidenpapier gehüllt, in ihre Kisten gelegt und letztlich im uralten Koffer schlafen gelegt. Bis zum nächsten Dezember dann.
Manchmal geschieht auch nach über zweitausend Jahren noch ein kleines Weihnachtswunder!
Jesus´ Zwilling wurde gefunden.
(es handelt sich um den Original-Jesus, den ich vor vielen Jahren zusammen mit den anderen Krippefiguren bastelte. Irgendwann verschwand Jesus und die Krippe war verwaist. Ein neuer Jesus musste her, mit nicht ganz so wilder Frisur, dafür ohne Arme. Für welchen Jesus sich die Familie R. aus N. nun entscheiden wird oder ob es womöglich eine Krippe mit zwei Babys geben wird … das entscheidet sich in der nächsten Adventszeit. Bleiben Sie dran!)
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Das köstliche Gebäck von gestern ist tatsächlich Vogelfutter. Heute nachmittag/abend zeige ich Ihnen, wie es aussieht, wo es hängt und wie man es herstellt. Jetzt muss ich das Katzenklo abschmücken.