Werbegedöhns

16. Oktober 2008

Frau … äh … Mutti gesteht: als die erste Anfrage kam, ob sie nicht mit ihrer Familie ins Kino gehen will und anschließend eine Kritik schreiben will, das war schon klasse. Boah! Umsonst ins Kino! Ich gehe eigentlich nicht gerne ins Kino und selbst wenn ich es täte, es ist mir schlicht zu teuer.

Die gesamte Familie verbrachte einen ganz netten Nachmittag im Kino und Frau … äh … Mutti machte sich abends an ihren Teil der Abmachung: dem Schreiben einer Kritik.
Das fiel ziemlich schwer, denn Schreiben ist etwas Spontanes. Längere Texte entwickeln sich irgendwie während des Schreibens, das ursprüngliche Thema kann plötzlich völlig in den Hintergrund rücken. Schreiben ist kreativ.
Die Kritik wurde geschrieben, las sich hölzern und bekam, erwartungsgemäß, keinerlei Rückmeldung in Form von Kommentaren.
„Erledigt“, dachte Frau … äh … Mutti.

Kurze Zeit später sollte sie ein Reiseportal testen. Und in zwei weitere Filme gehen. Dann gab es Webportale, erst heute wieder das Angebot, die Beta-Version zu testen. Ein Kinderwagenhersteller.

Nach welchen Kriterien wird ein Blog ausgewählt, irgendetwas zu testen oder dafür zu werben? Der Kinderwagenhersteller kann doch nicht ernsthaft glauben, dass ich mir Werbung seiner Firma ins Blog klebe? WENN eine solche Anfrage schon über das Kontaktformular des Blogs kommt, kann man dann nicht davon ausgehen, dass wenigstens ein kleines Bißchen Recherche stattgefunden hat? Oder ist es die Strategie, dass wahllos, wie soll ich es nennen, stark frequentierte Blogs, bzw. deren Autoren, angeschrieben werden?
Dabei fühle ich mich nämlich regelrecht veralbert und muss leider ablehnen.

Liebe Werbefuzzis, hier mal eine kleine Auswahl der Dinge, die ich gerne testen und  damit bewerben würde:

– das iPhone, denn bisher sind Sinn und Zweck von Handys nahezu spurlos an mir vorbei gegangen. Ich wäre also eine nahezu unbefangene Testerin. (und ich stehe auf die Möglichkeit, immer und überall bloggen zu können)
– dieses Balancierding zur Wii. Ich wäre gerne bereit, mal ein paar Monate auszuprobieren, ob sich mein Muskeltonus tatsächlich verbessert und meine Fitness sprunghaft ansteigt.
– die Bahn. Ein paar Fahrkarten, die mich und die Familie kreuz und quer durch Deutschland bringen und mit deren Hilfe ich mir ein Urteil über Pünktlichkeit und Service der Deutschen Bahn bilden kann
– diverse Zubehörteile wie verschiedene Nähfüßchen oder Stickrahmen für meine Nähmaschine. Ich würde gerne testen, ob das german engineering  der Firma Pfaff tatsächlich hält, was es verspricht.
– hundertzwanzig Quadratmeter Ziegel, die auch mit geringem Neigungswinkel (20%) verlegt werden können, Herstellerfirma egal.
– Camper-Schuhe in Hinsicht auf Bequehmlichkeit. Und diese wunderbaren Stiefel der Firma footprints. Habe ich zwar bereits in schwarz, aber man weiß ja nie, ob nicht doch die Farbe auf den Tragekomfort Einfluss hat.

Diese Liste kann ich bei Bedarf beliebig verlängern.

Guten Morgen Regen,

16. Oktober 2008

hallo grauer Herbst, wie geht´s Dir, Tristesse?

Der beste Vater meiner Kinder sitzt im Home Office, eher lustlos.
Die hinreissenden Bestien sitzen im Zimmer der Mittleren und streiten.
Die Katerlinge prügeln sich.

Frau … äh … Mutti ahnt, dass es ein fürchterlicher Tag wird. Einer, der schier nicht enden will. Einer, der voller böser Worte, Ermahnungen, Tränen und knallender Türen sein wird.

Eigentlich ist es ganz leicht, solchen Tagen zu entkommen. Eigentlich könnte man sich wetterfest einpacken und eine Runde laufen, in Pfützen springen und mit der Zunge Regentropfen einfangen.
Oder laute Musik anmachen und einen Klumpen Plätzchen-Ausstech-Teig zusammenrühren.

Eigentlich müsste ich nur damit anfangen. Jetzt. Bin weg.

Kochtipp:

15. Oktober 2008

so ´ne Art Zwiebelkuchen in sehr lecker. Sehr, sehr.

Natürlich kein ordinärer Zwiebelkuchen, sondern eine Zwiebel-Ricottatarte mit Greyerzer und Speck, deren Zubereitung ratzfatz und ohne Komplikationen vonstatten ging. (macht mich eigentlich misstrauisch, denn meistens schmeckt´s nicht, wenn nicht was schief geht)
Der beste Vater meiner Kinder erbarmte sich und besorgte noch rasch zwei Fläschchen Federweißer.

Einziger Nachteil der Tarte ist, dass man nicht soviel davon essen kann, wie man eigentlich möchte.

Und so balanciere ich das Laptop auf meinem wohlgefühlten Bauch und erhebe meinen Federweißer auf Petra. Danke für´s Rezept.

Was ist das?

15. Oktober 2008

Am Sonntag am Donnersberg fand ich Folgendes:

Das Blatt einer Eiche und darauf ein gelbes Knubbelchen

festgewachsen. Oder festgeklebt?

Kurze Zeit später fand ich ein (Eich)Blatt mit einem roten Knubbelchen. Das habe ich aufgepuhlt, weil ich dachte, das ist so was, wie an den Heckenrosen, solch ein kleines Wespenlarvendings. Innen war aber nur eine Art Fruchtfleisch, das ziemlich frisch roch (ich hab´s nicht probiert, weiß auch nicht warum) und sich ziemlich schnell bräunlich verfärbte.

Wissen SIE was das ist? Tier? Pflanze? Beides? Schmarotzer? Parasit? Krankheit?

*****

Vielen Dank! Jetzt hat das Ding einen Namen und ich kann nach weiteren Infos suchen.
(hach. Wun-der-bar diese Bloggerei)

K(n)ack-Knie

14. Oktober 2008

Als ich siebzehn Jahre jung war, hatten die Gelenke und Bänder meines Körpers schon das doppelte Alter. Die Bänder vor allem in den Knie-, Hand- , Kiefer- und Daumengelenken waren sehr (na gut: sind) ausgeleiert und deshalb hatte ich desöfteren mit Luxationen zu kämpfen. Beim Auswringen eines Putzlappens kugelte ich mir den Daumen aus, der Kiefer renkte beim Gähnen aus. Und das rechte Knie begann zu zicken.

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