Mittlerweile dürfte es hinlänglich bekannt sein: die Grüne Villa ist eigentlich keine, richtiger wäre es, sie Grüne Ruine zu nennen. Aber das ist so lieblos.
Ab und zu spendieren wir ihr ein paar Erneuerungen, doch das ist etwa so, als würde man jemandem, der friert, eine warme Socke schenken.

Nägel mit Köpfen müssen her und im Zuge der Ressourcen-Verknappung und daraus resultierender steigender Energiekosten soll die Grüne Villa ein neues Mützchen bekommen, am Liebsten eines, das sich mit Solarkollektoren schmückt und schön warm gefüttert ist. Ein neues Gewand darf es auch sein oder wenigstens ein paar ordentliche Flicken für das alte. Und eine neue Farbe. Oder besser: hinten und vorne die gleiche Farbe. Und neben an der Hauswand ein schnuckeliger Kamin angemauert, damit das Wohnzimmer und die Küche auch mal mit Holz geheizt werden können (und dank großartiger Technologie ein Ofen gleichzeitig auch Wasser erwärmen könnte, das im Heizkreislauf fließt)

Knapp zwei Stunden saß der freundliche Mensch von der Solarplattenfirma bei uns, hörte sich unsere Ideen und Träume an, zeigte, erklärte und überzeugte. Und dann rechnete er zusammen. Natürlich wird da Geld gespart. Und Energie. Und was weiß ich. Aber ach. Neue Heizung, irgendwelche Pufferdinger, ein riesiger Wassertank, Solarplatten auf dem Dach, das nicht so ganz hundertprozentig geeignet ist … und noch kein neues Dach in der Rechnung, nicht die Entsorgung der fiesen Eternitplatten, geschweige denn die Fassadensanierung.

Das sind die Momente, da ich mich in eines dieser Reihenhäuser sehne. Die sind einfach fertig. Die haben Dämmung und keinen blätternden Putz, die Dächer sind hübsch gedeckt und der Keller ist nicht feucht.

Als wir die Grüne Villa kauften war uns klar, was da auf uns zu kommt. Aber Mensch. Es konnte ja keiner ahnen, dass sich der reiche Erbonkel noch immer nicht melden will.
Der beste Vater meiner Kinder allerdings hat die Lösung aller finanziellen Engpässe: „Du musst“, so schlägt er seinem holden Weib vor, „einfach nur zweitausend pompaduras nähen und verkaufen.“
Dass ich darauf nicht von allein gekommen bin?!
(pro Tag maximal drei pompaduras …)

cache me if you can

25. August 2008

Sonntag morgen, friedliches Legospiel im Zimmer des jüngsten Kindes.
„Ich MUSS heute was machen!“, jammert Frau … äh … Mutti und steht eine halbe Stunde später Brote schmierend in der Küche.

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genervt – geschmeichelt

23. August 2008

Mal wieder in einem Blog Formulierungen entdeckt, die von mir hätten stammen können.
Nur so einzelne Ausdrücke oder Satzfragmente, aber doch so typisch Frau … äh … Mutti, dass ich stutzig wurde. Es reicht nicht, um mit der Faust auf den Tisch zu hauen und da irgendwen zur Rede zustellen, doch es genügt um angenervt zu sein.

Bleibt die Frage, ob es nicht vielleicht sogar schmeichelhaft ist, von weniger originellen Bloggern kopiert zu werden? Oder ich zu kleinlich bin und es völlig normal ist, dass Formulierungen/Bezeichnungen übernommen werden, wenn sie gefallen.

Eventuell rege ich mich über die Fliege an der Wand auf. Ich finde halt, dass sie ganz schön auffällig ist, die Fliege.

Guten Morgen Welt!

23. August 2008

Gibt es etwas Schöneres, als den Tag damit zu beginnen, zwei Betten komplett abzuziehen, weil ein gestörter Kater strategisch geschickt darüber gepinkelt hat?
Gibt es etwas Lieblicheres, als diesen strengen Duft nach Katzenpisse, der durch ein Schlafzimmer wabert?

„Wenn ich ihn in flagranti erwische“, zischt der beste Vater meiner Kinder zwischen den Zähnen hervor, „wälze ich ihn in der verpissten Stelle und begrabe ihn im Katzenklo.“

(würde er nicht, wird er nicht)

Ach diese Matze-Katze. Muss noch ganz schön viel lernen.

Technorati Profile

Vorschläge

22. August 2008

„Jeder zehnte Gast muss ein Toi-Häuschen mitbringen.“, schlägt der beste Vater meiner Kinder vor und spielt damit auf die Toilettenschlange der letzten Gartenparty an.

(die übrigens an mir völlig vorüber gegangen ist, da ich keine Zeit hatte, mal eben auf´s Klo zu gehen. Ich hab alles rausgeschwitzt, vor Angst.)

Ich hingegen erwäge Gartenpartyplätze bei ebay anzubieten:
„Zwei Plätze und drei Fäßchen Bier, sofort kaufen.

Der vorläufige Termin ist der entgültige, was nichts anderes bedeutet als: buchen Sie jetzt, tragen Sie Ihren Urlaub ein und merken Sie sich diesen Termin. Der Donnerstag vor der Party ist der Vatertag und ein traditonell genutzter Weinbergsrundfahrten-Tag. Ich tät mich dann, für Längerangereiste, um einen Hänger zum Mitmachen kümmern.

(ja, ich weiß. Es sind noch acht Monate bis dahin.)