gestern

11. Juli 2008

Ganz unten im Tal, viel Sonne und zum Glück viel Wind:

Später dann ganz oben, über der Teufelsrutsch:

Rheinhessische Schweiz, Wendelsheim/Nack

(viele wunderbare Jugenderinnerungen in diesem Wald wiedergefunden)

Sie kann´s nicht lassen die Frau … äh … Mutti, sie versteht es eben einfach nicht.

Sie argumentieren mit Funktionalität und das ist ja grundsätzlich in Ordnung. Im Garten, meinetwegen auch beim Zelten, beim Kanufahren, meinetwegen auch beim Angeln oder beim Kneippen wenn der Boden mit spitzen Steinen bedeckt ist. Sag ich ja auch nix gegen.

Aber. (es gibt immer ein ABER)

Sie mögen hässlich sein oder nicht, das ist mir egal, weil eben Geschmacksache. Was mich wirklich stört ist, dass Menschen bereit sind, eine Menge Geld für ein wirklich minderwertiges Material auszugeben. Plastik! Es handelt sich um PLASTIKschuhe. Zu ähnlichen Preisen gibt es gute Lederschuhe, die höchstwahrscheinlich genauso gut am Fuß sitzen.
Ich finde es höchstspannend, dass einerseits die „Geiz ist geil“-Mentalität herrscht, bei der die meisten Menschen bitte/danke noch ein Schnäppchen mehr machen möchten, noch billiger einkaufen/reisen/leben/denken wollen und den Wert von Lebensmitteln oder Kleidungsstücken nicht mehr schätzen können, gleichzeitig aber bereit sind, für Plastikmüll Geld auszugeben.
Ja, das ist natürlich verallgemeinernd und nein, ich spreche niemanden persönlich an. Es fällt mir eben einfach auf. Oder besser, ich GLAUBE, diesen Trend zu beobachten.

Wer noch überlegt, ob er seine Füße in Plastik hüllen möchte, dem sei der Ökotest-Bericht ans Herz gelegt. Hier ist er in Auszügen zu lesen.

Die Argumentation, dass man die Schuhe ja nun auch mit Socken tragen könne, die hinkt, denn die Schuhe dünsten aus. Und mir stellt sich letztlich die Frage, wo diese Schuhe unter welchen Bedingungen produziert werden. Wie einerseits ein Preis von ein paar Euro fuffzich für die NoName-Produkte möglich sein kann und andererseits in welcher Relation ein Preis von teils über vierzig Euro steht.
Just my two Cents und sicherlich gibt es einige Leserinnen, die verständnislos den Kopf schütteln werden. Und manch eine, die zustimmend nickt – völlig klar, völlig in Ordnung, dies ist kein „ich hab Euch alle lieb“-Beitrag.
Kleidung/Schuhe/Modegeschmack sind nun mal polarisierende Themen.

Ich wünsche mir nur manchmal, dass man ein bißchen hinterfragt und etwas tiefer schaut. Sich auch für die Geschichte hinter den Produkten interessiert, sich auch mal fragt, warum dieses wunderbar günstige T-Shirt von HagerundMager so grässlich stinkt und was eigentlich Made in China bedeutet. Oder Made in Taiwan. Wo liegt Taiwan eigentlich?

mit ordentlichem Schuhwerk:

(und packt das Gekochte in bunte Plastikdosen, füllt Wasser in bunte Blechflaschen, steigt ins unbunte Auto und geht mit dem besten Vater meiner Kinder bunte Plastikdosen mit bunten Plastikscheiß drin suchen. Hach. Ferien sind toll. Erwähnte ich bereits, glaube ich.)

Wer kauft eigentlich diese ganzen bunten Plastikschuhe, die derart fies stinken (schon bevor sie getragen wurden), dass man den Supermarkt nur fluchtartig verlassen kann?

Ok.

Flipflops sind auch bunte Plastikschuhe. Ich habe drei Paar bunte Plastikflipflops. Meine Kindelein haben bunte Plastikflipflops. Aber die trägt man barfuß und nicht rund um die Uhr zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit.

Was soll das also mit diesen neuen, tollen Plastikschuhen, an die man lustige, kleine Figürchen pinnen kann und die mir, ach, ich habe ja keine Ahnung, dezent überteuert scheinen? Das sind doch eigentlich Gartencloqs? Warum trägt man Gartencloqs zum Einkaufen und auch auf dem Loreena McKennitt-Konzert? Und ständig und überall?

Ein neuer Modetrend schwappt an mir vorbei und ich habe kein Verständnis dafür. Ich werde alt. (Frau … äh … Mutti lehnt sich mit gerunzelter Stirn aus dem Fenster und keift der Nachbarin gegenüber zu, dass die Jugend von heute … und früher, ja früher, da hätte man niemals … )

Heute schon gecached?

9. Juli 2008

Statt einer Hüttentour in den Alpen, die ursprünglich für diesen Sommer geplant war (und die nicht stattfinden konnte, weil die Cousins aus Rom zu Besuch sind und die sehen wir ja so selten), leistete sich Familie R. aus N. eines dieser modernen Spielzeuge (GPS), mit deren Hilfe man in der Gegend versteckte Filmdöschen finden kann. (oder größere Dosen mit Kram drin, den man sonst wegwerfen würde) Der ganze Spaß nennt sich Geocaching und ist ein wunderbarer Vorwand, die Kindelein wieder einmal in den Wald zu locken.

Und so wurden die Wanderschuhe geschnürt und im Binger Wald ging es los.

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