25 Gramm
26. Mai 2008
Zitronensäure stürzen die Apothekerin in helle Verzweiflung.
Frau … äh … Mutti sagt: „Packen sie´s mir doch grad in ein Tütchen, ich will´s ja gleich verwurschten.“
Doch das geht nicht, weil wir befinden uns in einer Apotheke, wo es hygienisch zugehen muss. Da wird akribisch abgewogen (gut!), in ein Papiertütchen gefüllt (also doch) und ein sehr großes Etikett beschriftet (Inhalt, Abfülldatum, Haltbarkeitsdatum und irgendeine mindestens zehnstellige Nummer). Obendrauf noch das Apothekenwerbeschildchen.
Wert der Verpackung samt zweier Klebeetiketten und Druckerfarbe: mindestens ein Euro.
Arbeitszeit der Apothekerin: eine Viertelstunde, unbezahlbar
Bezahlt: 95 Cent
Steht in keiner Relation.
(und wahrscheinlich kippt der Holundersirup und landet in der Kanalisation. Das wäre das logische Ende.)
Zurück in die Gegenwart
25. Mai 2008
Die wahren Freuden der modernen Zivilisation wie Streuselkuchen, fließend Wasser und Seife, sowie eine saubere Toilette lernt man nach einem Ausflug ins Mittelalter doppelt zu schätzen.
Das Weibsvolk, insbesondere das verheiratete trägt das Haar züchtig bedeckt (frau ist schließlich „unter der Haube“), so dass das wenig authentisch colorierte Haar der Frau … äh … Mutti geschickt versteckt war. Einzig eine winzige Strähne schlängelte sich unter der Haube hervor und prompt erkannte mich Frau Waldspecht.
Marathon
23. Mai 2008
Acht Stunden an der Nähmaschine, die hinreissenden Bestien in den Gewölbekeller gesperrt, damit sie nicht nerven und den besten Vater meiner Kinder zur Hausarbeit verdonnert. Zwei der drei Aussagen sind richtig.
Bis 23:00 Uhr gebe ich mir noch, bis dahin muss das letzte Oberteil fertig sein. Weil wenn es das nicht ist … ich bin es.
Bilder? Vielleicht morgen, mit Ambiente :-)
Habt acht,
22. Mai 2008
gefährlich Volk schleicht durch´s Haus.
Größenwahn
22. Mai 2008
und nichts anderes ist es, wenn Frau … äh … Mutti spontan beschließt, der Familie neue Gewandungen zu nähen. An und für sich kein Problem, doch ist diese Näherei wie immer ein „auf-den letzten Drücker“-Projekt, schon am Samstag sollen Hosen, Kleider und Tuniken passen, dann geht es ins Wormser Mittelalter. (Erwähnt werden sollte auch noch, dass ein Teil des Stoffes morgen noch gekauft werden muss. Ähem.)
Dazu kommt der übliche Größenwahn, der beinhaltet, dass das Haus nebenbei auf Hochglanz gebracht wird, zwei, drei Sachen im Garten erledigt werden, das Huhn, welches vorgestern noch fröhlich gackerte, köstlich zubereitet wird und etwa zweitausend Sachen mehr.
Manchmal habe ich Angst vor mir selbst.