Liebe Bahn,
10. März 2008
ich wäre gerne umweltfreundlich.
Ich würde auch gerne Dich und Deine Mitarbeiter unterstützen.
Aber leider muss ich in Berlin bleiben, wenn ich einen Deiner schnellen Züge, den ICE, benutze. Berlin ist sicher eine Reise wert, aber Nierstein ist die Rückreise wert.
Liebe Bahn, zum gleichen Preis, wie mich die einfache Fahrt kostet, fliege ich hin und zurück. In niedlichen 75 Minuten.
Tut mir wirklich, ehrlich leid. Aber Du kannst nicht mithalten.
Bitte nicht schmollend wieder in Streik treten.
Mit freundlichen Grüßen,
Frau … äh … Mutti,
vom 25.- 31.03. in Berlin
Sommer
10. März 2008
Heute mittag wohnt der Sommer in Frau … äh … Muttis Nähzimmer:
Immer wieder faszinierend
10. März 2008
zu beobachten (und spüren) ist, wieviele Sauger, Bohrer, Schleifer ein Zahnarzt in Frau … äh … Muttis Mund unterbringen kann.
Und dann noch freundlich lächelnd zwei bis vier Gummihandschuhfinger dazu.
„Geht´s noch?“, fragt er freundlich.
„Hnggh hnngh.“, antwortet Frau … äh … Mutti.
Was hätte ich auch anderes sagen sollen?
Stoffmärkte
9. März 2008
sind eine wunderbare Erfindung.
Morgens, kurz bevor man sich auf den Weg macht, überlegt man kurz, was man eigentlich braucht. Wäre man ehrlich, würde man wahrscheinlich „nichts!“ antworten müssen.
Einen leichten, flatterigen Stoff für einen leichten, flatterigen Rock wollte ich. Passenden Futterstoff dazu. Vielleicht einen feinen Cordstoff. Nette Bänder. Und solch ein Vlieseline-Zeug. Veelleicht einen Reissverschluss. Und höchstens drei Stoffstückchen.
Wenn man dann wirklich losgeht, gemeinsam mit der allerliebsten Freundin, durch Wiesbaden in grau und kalt, kann es sein, dass man die Hälfte schon vergessen hat.
Ist das Geld glücklich ausgegeben oder sind die Füße zu Eisklumpen erstarrt oder beides, dann findet man sich mit der allerliebsten Freundin im Café sitzend wieder, die Beute betrachten. Von der „was ich ein bißchen bräuchte“-Liste liegt wenigstens der flatterige Stoff in der Tasche. Warum allerdings fünf Meter Klettband in verschiedenen Farben ebenfalls dort liegen, ausserdem fünfzehn Knöpfe und KEINE Vlieseline – wird ein ewiges Rätsel bleiben. Der wundervolle Tilda-Stoff in rosa mit braunem Blümchenmuster war an zwei Ständen ausverkauft, wie immer ist mein Geschmack massentauglich. Dafür gab´s Vichy-Karos in allen Farben, ein paar Blümchen-Stoffe und sündhaft teure Miniläppchen von Westfalenstoffe, zum Anschauen und Streicheln.
Danke übrigens allen Frauen mit Trolley, die heute NICHT auf dem Stoffmarkt waren. Es war ein sehr angenehmes Einkaufen ohne Sie. Meine Schienbeine sind NICHT blau. Bitte auch im April nicht nach Mannheim kommen. (wobei, ich muss da auch nicht hin, ich brauche ja nichts)
ab.
7. März 2008
Heute morgen nahm der beste Vater meiner Kinder Abschied.
Wir dachten kurz darüber nach, ob man da ´ne Perücke basteln könnte.
Die Frisörin jedenfalls war mal wieder begeistert von der Dicke der Haare und hinterher war dann auch prompt der Staubsaugerbeutel voll.
Sie sind sehr ungeduldig, meine Damen! Wundern Sie sich also nicht, dass ich so böse schaue.
In Wirklichkeit schaue ich so böse, weil der beste Vater meiner Kinder mich mit seinen Photo-Shooting-Aufmunterungs-Rufen stark irritierte. Das muss Sie aber nicht irritieren :-)
************
Nachtrag:
die Farbe ist Chemie. Ganz arg viel Chemie.
Zuerst habe ich das braun/schwarz mit Extrem-Blondierung aus den Haaren „gezogen“. Das führte zu einem sehr lustigen Ergebnis, ziemlich genau so:
Also folgten zwei Packungen „Si Naturelle Color Pulse“ von L´OREÁL. In der Farbe 01 Pulse Red.
Hatte ich schon mal, mochte ich sehr, ist mit acht bis zehn Haarwäschen annähernd ausgewaschen und ganz leicht ins Haar zu schmieren.
Von der gleichen Marke gibt es noch einige nette Farben, ich werde sicherlich in nächster Zeit recht bunt sein. Macht einfach Spaß.
Danke für die vielen tollen Komplimente!