lustlos
15. Januar 2008
Wäsche waschen, Staub saugen, aufräumen. Tretmühle.
Immerhin stieg mir heute der Schornsteinfeger auf´s Dach, in voller Montur und wundervoll rußschwarzem Gesicht.
Und eine Tasche habe ich verkauft, richtig live, ohne Internet, in den heimischen Gefilden.
Mein Leben ist echt spannend.
Herr von Sauerstein
14. Januar 2008
fraß sie auf mit viel Getöse
und ließ nur übrig das Gekröse.
Solch ein Puffelkätzchen, ein süßes.
Hätten Sie´s gewusst?
14. Januar 2008
Die englische Sprache erfuhr eine Rechtschreibreform.
Könnte man jedenfalls schlussfolgern, wenn man dem großen Kind zuhört:
„Wüüürklüüüüch? Das wurde früher aber GANZ anders geschrieben!“
Frau … äh … Mutti verkneift sich beissend-ironische Bemerkungen und lächelt milde.
Gute Nachrichten
12. Januar 2008
für alle zukünftigen Besucher der Grünen Villa, die im Nähzimmer der Hausbesitzerin zu Übernachten gedenken:
Die rosa-Wände-Mädchen-Phase ist vorbei!
Nach einer spontanen Möbelumstellung letztes Wochenende gefiel die rosa Wand nicht mehr. Heute wurde sie in fleckiges Dunkelrot getaucht. Die Flecken sind keine Absicht, sondern Ergebnis äusserst sparsamen Streichens, da die Farbe doch sehr knapp war. Der Effekt aber ist hübsch.
Lediglich die eine, schmale Seite des Kamins durfte rosa bleiben, allerdings nur, weil Frau … äh … Mutti dann noch mehr Möbel hätte beiseite schieben müssen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen und Tine Wittler darf daheim bleiben.
(und das Zimmer fühlt sich so … erwachsen … an)
Ich könnte ja mal wieder nähen!
11. Januar 2008
denkt sich Frau … äh … Mutti und glaubt fest daran, dass sich ihr Vorhaben in die Tat umsetzen lässt, weil die Kindelein spielen.
Das Stickmodul muss von der Maschine abgenommen, neuer Unterfaden aufgespult und eine passsende Nadel eingesetzt werden – und die Tür geht auf.
„Mir ist langweilig!“, sagt das große Kind und lümmelt sich auf´s Sofa.
Frau … äh … Mutti kann gleich zwei Dinge aufeinmal und ist somit in der Lage, leichte Konversation mit dem großen Kind zu betreiben und gleichzeitig einen hübschen Zierstich als Borte zu nähen.
„Mamaaaa! Ich habe gekahackt!“, ruft das jüngste Kind aus dem Bad und Frau … äh … Mutti freut sich über die geregelte Verdauung des Kindes, deren Endprodukte sogar an der dafür vorgesehenen Stelle landen.
„Magst du mal sehen, wie groß meine Wurst ist?“, lädt das jüngste Kind Frau … äh … Mutti ins Bad, doch die verneint dankend. Bin ich nun eine schlechte Muttter?
„Mamaaa …“, sagt das Töchterlein, „Geht *die Freundin* auch nachher ins Training?“
„Keine Ahnung, ruf an.“, sagt Frau … äh … Mutti und näht sich ein Stück Klett an den Finger (beinahe).
Das Telefon klingelt und Oma Eis will den besten Vater meiner Kinder. Töchterlein nutzt die Gelegenheit und besetzt den Stuhl am Nähtisch, das jüngste Kind kleckert in der Küche mit der Trinkflasche für´s Training, das große Kind memoriert, was er dem freundlichen Mann in der Werkstatt, der sein Fahrrad reparieren soll, sagen wird und stellt einen minutiösen Zeitplan auf, wann er in die Werkstattt fährt und danach zum Kumpel, um diesen für´s Training abzholen. Die Mittlere packt ihre Sporttasche und findet die Trainingshose nicht, der beste Vater meiner Kinder reicht das Telefon an seine Kinder weiter und die Badtür ist offen und es stinkt bis ins Nähzimmer.
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Mittlerweile sind alle weg. Das Haus ist leer und ruhig.
Und ich hab´keine Lust zum Nähen mehr.