Was ich auch noch sagen wollte
11. Januar 2008
und ich hatte es ja bereits mal erwähnt:
Am Donnerstag, den 17.01.08 um 19:30 Uhr werden in der geheizten Halle der Grünen Villa überteuerte Plastikschüsseln gezeigt. (Sie wissen schon.)
Sie sind herzlich eingeladen, vielleicht haben Sie ja was für den Umtausch oder sind einfach nur neugierig. (und SIE wollten doch unbedingt mal kommen, oder?)
Kurze Anmeldung genügt, unten in den meist unbeantworteten Kommentaren.
Die Sache mit den Kommentaren
11. Januar 2008
Ich liebe Kommentare.
Manchmal schreibe ich einen Blogeintrag und weiß genau, wer darauf kommentieren wird.
Manchmal schreibe ich einen Blogeintrag und hoffe auf viele Kommentare.
Manchmal schreibe ich einen Blogeintrag von dem ich denke, dass er großartig ist und niemand kommentiert.
Manchmal schreibe ich einen Blogeintrag, der unerwartet viele Kommentare bekommt.
Meistens schreibe ich einen Blogeintrag um des Schreibens Willen oder zum Sortieren oder zum Nachlesen für mich selbst (Statistik-Blogging, zum Beispiel).
Kommentare sind eine wunderbare Rückmeldung.
Ich beantworte Kommentare selten. Das ist einfach so. Ich kann es mir hundertmal vornehmen, dass ich das gewissenhafter tun werde – es klappt nicht. Es gibt viele Blognachbarn, die verlässlich Antworten schreiben und oft macht es riesigen Spaß zu lesen, was sich dann daraus ergibt, aus erneuten Kommentaren und Antworten wiederum darauf. Aber – ich beantworte Kommentare selten.
Ich kann das auch nicht erklären. Vielleicht ist ein Thema einfach abhakt, wenn ich den Blogeintrag abschicke. Manchmal habe ich keine Zeit. Manchmal keine Lust. Manchmal weiß ich einfach nicht, was ich antworten könnte. Es gibt keine bevorzugten Kommentar-Schreiber, die Antworten bekommen, es ist egal, ob ich Kommentar-Schreiber persönlich kenne oder nicht – ich beantworte Kommentare selten.
Ab und zu denke ich darüber nach, die Kommentarfunktion zu deaktivieren, aber meine Eitelkeit und Neugierde stehen mir da im Weg. Und überhaupt lebt das Bloggen ja auch von der Rückmeldung. Aber mein Blog ist kein Forum und kein Chatraum. Und ich entscheide, wann ich Kommentare beantworte – selten halt.
Manchmal schreibe ich einen Blogeintrag, der sich auf einen Kommentar bezieht. (auch wenn der nur im Archiv zu finden ist und nicht verlinkt wird)
Flashback
10. Januar 2008
Ich muss etwa acht Jahre jung gewesen sein, als ich bei meiner Oma eine Knolle zum Knabbern in die Hand gedrückt bekam. Eine Knolle mit unaussprechlichem Namen, lautgemäß: Tschitschokken
Ich biss hinein. Sie war knackig und beinahe saftig und mein ganzer Mund war voller Sonnenblumenkern-Geschmack. Lecker!
Bis heute wusste ich nicht, was ich damals gegessen hatte.
Heute kam die Gemüsekiste: Salat, Sprossen, Rote Bete, Karotten und – Topinambur.
Ich bin wieder acht Jahre jung.
(und weiß, was in meinem Garten fehlt)
Sie ist daheim!
8. Januar 2008
Vor knapp zehn Minuten stürmte ein rotbackiges Mädchen in die Küche: „BOAH!! Das war SO dumm!“
Dumm war, dass der Zug zwei Stationen vor dem heimatlichen Bahnhof kein Signal mehr hatte und es gar nicht so sicher war, ob er weiterfährt. Tat der dann aber doch, wenn auch mit Verspätung.
Dumm war, dass der Fahrkartenautomat in Nierstein keine Kinderfahrkarten hergeben wollte.
Dumm war, dass die beiden Damen keine Uhr dabei hatten und die Handyuhr des Töchterleins fünf Minuten nachgeht.
Dumm war, dass das Lösen der Rückfahrkarte völlig schief ging und die falsche Fahrkarte am Hauptbahnhof, also eine Station weiter, am Info-Schalter umgetauscht werden musste.
Dumm war, dass ein in Tränen aufgelöstes Töchterlein daheim anrief und das Beamen immer noch nicht erfunden ist.
Dumm war, dass die Mutter einer Klassenkameradin die beiden etwas planlosen Mädchen, also mein Töchterlein samt liebster Freundin, aufgabelte und quasi an die Hand nahm. Nein, diese Tatsache ist großartig, dumm ist nur, dass ich jetzt garantiert den Kinder-Vernachlässigungsstempel auf der Stirn habe. In leuchtendem Rot.
Toll war der Film! (Der Fuchs und das Mädchen)
Toll waren die Gummibärchen.
Toll war das ganze Abenteuer!
Toll war der Tag mit der Freundin!
Und klar wird das wiederholt, denn nun weiß sie ja, wie es funktioniert. Sagt die Tochter und die Mutter nickt lächelnd, geht ins Bad, wirft sich drei handvoll kaltes Wasser ins Gesicht, schnauft tief durch und fährt die Adrenalinproduktion auf Normalpegel.
Jepp, Töchterlein, gut gemacht, aber …
wenn die Kinder sich abnabeln, altern die Mütter. Schlagartig.
Abnabelung
8. Januar 2008
ist es wohl, wenn das Töchterlein mit ihrer besten Freundin in die nächste Stadt fährt. Ganz allein, mit dem Zug, auf dem Weg ins Kino. Ganz allein ins Kino, ganz allein einen Eimer Popcorn futtern und dann ganz allein mit dem Zug wieder nach Hause.
Frau … äh … Mutti schwankt mit ausgefahrenen Gluckenflügeln zwischen „irgendwann tun sie das alle“ und „mein Baby, sie ist doch noch so klein!“.
Wenn sie heute nachmittag irgendwann nach Hause kommt, wird sie etwa dreissig Zentimeter größer sein, von einem wundervollen Tag mit ihrer Freundin berichten, vom Film schwärmen und nebenbei zwei, drei Begebenheiten erwähnen, die mir nachträglich das kalte Grausen das Genick hochjagen. Ich werde mir nichts anmerken lassen, ein wenig stolz auf meine große Tochter sein und unendlich erleichtert, weil sie wieder heil daheim angekommen ist.
Wenn es doch schon soweit wäre.