vorgenommen:

28. Juni 2007

eine Tasche pro Tag.

Heute zweieinhalb. Und die Halbe ist … wunderbar.
(nur ein bißchen Eigenlob)

Lieber Herr Playmobil,

28. Juni 2007

ich würde mich wirklich unbändig freuen, wenn Sie in Zukunft nicht allzu detailverliebt ihre Figürchen und deren Zubehör gestalten würden. Wissen Sie, ich habe eben eine geschlagene Stunde Kleinstteile (Goldmünzen, Blüten, Fliegenpilzkappen, Dolche) aus den Staubratten in der Playmobil-Schublade des jüngsten Kindes gepflückt und kam mir dabei ein wenig vor wie Aschenbrödel.
Zudem möchte ich Sie bitten, dass die Frisuren der Männchen irgendwie festgeschweisst werden, denn es ist eine fiese Puzzelei, alle Frisuren wieder auf hohle Köpfe zu klicken.

Mit aufrichtigem Dank bei Beachtung meiner Bitte, treuer Playmobil-Fan seit dreissig Jahren und mit wehen Fingern, immer die Ihre,

Frau … äh … Mutti

Eiszeit

27. Juni 2007

Mein Lieblingseis ist, so lange ich mich erinnern kann, Nusseis. Haselnusseis. Lecker.

Wenn der Eismann mit dem roten VW-Bus in die Strasse kam, durfte ich mir zwei Bällchen Eis kaufen. Für 60 Pfennig und das war damals recht viel Geld.

Sollte es Eis als Nachtisch geben, wurde immer eine Fürst-Pückler-Rolle gekauft, das war etwas ganz Besonderes und ausserdem günstiger, als einzelne Eisportionen vom Eismann. Leider schmeckte mir nur das Erdbeereis ein bißchen. Also aß ich das zuerst. Ich bildete mir ein, dass Schokoladen- und Vanilleeis, wenn es nur ordentlich vermatscht würde, nicht nur wie Nusseis aussähe, sondern auch so schmecken würde.

Mein erstes Spaghettieis aß ich im neueröffneten Eiscafé in unserer kleinen Stadt. Ich weiß nicht mehr, was ich erwartet hatte, aber ich erinnere mich daran, ziemlich enttäuscht gewesen zu sein. Auch vom Nusseis, denn das war zu un-nussig.

Irgendwann lud mich ein Junge zum Eis ein, in eben diesem Eis-Café und ich hatte das Gefühl, dass ich mir nun etwas irre Exotisches bestellen muss, damit der Junge erstaunt ist, weil ich so exotische Sachen esse. (wenn man jung ist, denkt man manchmal so) Ich entschied mich für einen Eisbecher mit Joghurt und verschiedensten Früchten, unter anderem auch mit Kiwi. Ich mag Kiwi nicht so sehr. Aber damals war Kiwi etwas recht Neues, den meisten Menschen eher suspekt. Und weil die Kiwi auch den Eis-Café-Leuten etwas suspekt war, versteckten sie die Kiwi unter dem Joghurt, was weder Joghurt noch Kiwi gut bekam. Ich mochte meinen bitteren Eisbecher nicht fertig essen und bekam Ersatz: drei Bällchen Nuss mit Sahne. Dem Junge, den ich beeindrucken wollte, war die Sache peinlich und wir gingen nie wieder zusammen Eis essen.

Ich hatte auch mal eine kurze Wassereis-Phase, wenn es kein Capri gab, wollte ich Calippo. Bis mir irgendwann das Gekicher der „Freundinnen“, die schon viel aufgeklärter waren als ich, auf die Nerven ging.

Das allerbeste Nusseis habe ich in der Toscana, in Luca, gegessen. In einer Gelateria, die vierzig verschiedene, allertollste Eissorten hatte und deren Besitzer das Eis auf der Waffel zu einer Rose formte.

Ich würde jetzt auch gerne zwei, drei Bällchen Nusseis essen. Unglücklicherweise steht im Gefrierschrank nur eine Packung Vanilleeis. Wenn ich das nehme und mit ein bißchen Schokosirup vermenge? Ob der Zauber aus der Kindheit noch funktioniert?

denn

meine Vasen sind belegt.

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Lecker, Mama!

25. Juni 2007

ruft das jüngste Kind und beisst herzhaft in sein Brot.
(darauf Kräuterbutter mit Kirsch-Orangen-Zimt-Marmelade)

Alles, was Mama panscht, zusammenrührt, kocht, braut IST lecker. Auch in Kombination. Ich liebe dieses Kind.