Zwischenbericht

24. Juni 2007

für all die Leser, die voller Häme mit dem Kopf nicken und „typisch!“ sagen wollen.

Frau … äh … Mutti, die Dank geschwollener, weher Finger- und Handgelenke derzeit etwas grobmotorisch ist, ließ es sich nicht nehmen, den Tellerstapel nebst darauf befindlichem Besteck vom Tisch zur Spüle tragen zu wollen. „Ich kann das!“, fauchte sie den Arbeistkollegen des besten Vaters meiner Kinder an, der hilfreich einspringen wollte. Bei der dazugehörigen ausweichenden Bewegung rutschte ein Messer vom Tellerstapel und landete auf dem kleinen Zeh der ungeschickten Dame.
Eine Amputation des Zehs ist nicht ganz gelungen, aber es tropfte doch sehr dramatisch auf´s Gastgeberparkett. Die folgende Diskussion über mangelnde Schärfe in Kombination mit Fallhöhe wird hier nicht festgehalten.

An manchen Tagen sollte man besser im Bett bleiben, aber heute lockt der Künstlermarkt am Mainzer Rheinufer und das Maß an Unglück für die Woche sollte doch nun erfüllt sein.

Abmeldung!

21. Juni 2007

Ein Wochenende voll allerfeinster Aktionen liegt vor mir. Das Abschlussgrillen des großen Kindes sei hier erwähnt, im Schwimmbad, inklusive Zelten, aber es soll warm regnen und die Gewitter sollen auch weniger werden.
Ausserdem geht es in die Karibik, zuerst per Beamer auf dem allergemütlichsten Sofa des Arbeitskollegen (zwei! Er hat ZWEI davon!), danach im Kino. Frau … äh … Mutti gedenkt sich die massive Platzangst mit einigen Caipirinhas erträglicher zu machen. (vielleicht auch den Film, denn Frau Gröner hat mir schon ganz schön Angst gemacht).
Die hinreissenden Bestien haben sich bei den Großeltern eingeladen und alles könnte richtig perfekt sein. (doch vor die langweilige Perfektion hat ein bösartiges Schicksal Rheumawetter gestellt, so dass die Wahldroge des Wochenendes eher Ibuprofen denn Alkohol ist, aber wir wollen ja nicht jammern. Nähen ging trotzdem heute.)

Wir lesen uns demnächst, erholen Sie sich gut.

angedachte Idee

21. Juni 2007

Frau … äh … Mutti weilt vom 10. bis zum 20 Juli im zauberhaften Berlin.
Und sie weiß, dass hier eine Menge BerlinerInnen mitlesen und kommentieren.
Und sie kennt sogar schon zwei davon persönlich. (und würde die auch gerne in dieser Zeit treffen)

Könnten wir nicht ein kleines Berliner-Bloggerinnen-Treffen veranstalten?

Ich liefere hiermit nur die Anregung, die Auswahl der Örtlichkeit überließe ich dann großzügig den Ortskundigeren.

Na? Wie wär´s?

Beim Einräumen der Spülmaschine in marmeladenverklebte Löffel, butterschmierige Messer und milchtropfige Tassen zu greifen – ich HASSE es.
Beim Ausräumen der Spülmaschine entdecken, dass sich eine Schüssel gedreht hat. Das Wasser aus dieser Schüssel landet IMMER auf dem Boden. Feststellen, dass der Brotteig noch am Teigschaber klebt, schön festgebacken. Und zwischen den Gabelzinken schlabbert noch eine Nudel.
Beim Saugen den Staubsauger schwungvoll hinter sich herziehen und dabei die Katzenfutterschüssel überrollen. Die stößt an die Wasserschüssel und das Ergebnis ist ein stinkender Brei auf dem Fußboden.
Nach dem Saugen bemerken, dass der Esstisch noch nicht abgewischt und somit voller Krümel ist. Und die fallen garantiert auf den frisch gesaugten Boden und sorgen für eine Fußreflexzonenmassage.
Die Waschmaschine vollräumen, mit Waschmittel und Entkalker befüllen und auf´s Knöpfchen drücken. Nach zwei Stunden feststellen, dass es das falsche Knöpchen war, statt „Start“ auf „Schonen“ gedrückt. Nicht Nerven schonend.
Frisch gewaschene Wäsche aus der Waschmaschine ziehen und dabei die Hälfte auf den Boden werfen.
Eine der zwei benötigten Klammern beim Aufhängen auf den Boden fallen lassen und somit mit ordentlichem Ausschütteln und Falten glattstreichen des Hemdes nochmals beginnen zu müssen.
Beim Abhängen der Wäsche eine Hose des jüngsten Kindes schwungvoll glatt schnicken und zwei Hände voll frisch gewaschenen Sandes auf der restlichen sauberen Wäsche verteilen.
Den Herd putzen, bis er blitzt und blinkt und dann den Reis überkochen lassen.

ach.
(ich bin eine Niete in Haushaltsdingen)

Stichworte

20. Juni 2007

– Sommer, keine Zeit/Lust zum Bloggen
– gejätet, gehackt, gepflanzt
– Hängematte-Mittagsschläfchen
– verdreckt, verschwitzt, glücklich

– Wenn man Ihnen den Tipp gibt, Sand um Pflanzen zu streuen, weil Schnecken Sand nicht mögen, dann vergessen Sie diesen Tipp. Auf besonderen Wunsch des jüngsten Kindes wurde heute die Sandgrube freigrupft. Mindestens 15 Weinbergschnecken und doppelt soviele Nacktschnecken (und Millionen von Spinnen, Asseln und Hundertfüßlern) mussten ebenfalls weichen, obwohl sie sich im feuchten Sand offensichtlich schneckenwohl fühlten.

– orangefarbene Trollblumen vor dunkellila Prunkwinden machen fröhlich

– Mein liebevoll gesäter schwarzer Mohn blüht. In zauberhaftem Weiß.

– Himbeeren und Walderdbeeren zum satt essen

– es wäre nicht schlimm, wenn der Kirschbaum einfach das ganze Jahr nur blühen würde. Zur Zeit trägt er nämlich ganz viele Kirschen und ich komme mit dem Aufsammeln nicht nach. (und die schmecken nicht mal, die Kirschen, weil der Baum vor zwanzig Jahren aus der Veredelung rausgewachsen ist)

– Hunger, Duschbedürfnis und danach ein irisches Bier, mit einem speziellen Prost an diese Dame, die eine ganze Familie SEHR glücklich gemacht hat. (nein, ich verrate Ihnen nicht den Preis für Ihre pompadura, betrachten Sie sie einfach als meine Antwort und Danke auf das Wunderpäckchen)

Feierabend.