organisiertes Verbrechen
19. Juni 2007
oder intelligente Schleimmonster?
Die Zuccini im Kompost ist bis auf einen kümmerlichen Stumpf aufgefressen worden, verräterische Schleimspuren führen zu den Himbeeren.
Bleibt die Frage, warum diese Pflanze bis zu einer stolzen Höhe von zwanzig Zentimetern heranwachsen durfte, bevor sie gemeuchelt wurde?
Vermutlich sind Schnecken intelligenter als bisher gedacht, denn sie schlussfolgerten logisch: je größer die Pflanze, desto mehr Futter.
Sollte es tatsächlich zu einer solchen Intelligenz-Mutation gekommen sein, befürchte ich, dass Schnecken demnächst unseren Kühlschrank stürmen, um Salat, Gurken und Paprika zu fressen. Ich bin in großer Sorge.
Weltuntergang
18. Juni 2007
da draußen.
Vom Bett aus die Blitze im gelbgrauen Himmel sehen und bei sehr lautem Donner einfach unter´s Deckbett kriechen.
Gewitter ist nur schön, wenn man sich gemeinsam ein wenig gruselt. Aber die Kindelein schlafen selig und der beste Vater meiner Kinder ist nicht daheim.
(Sturm jetzt, und davor habe ich echt Angst, kann soviel passieren)
Und was versüßte Ihnen heute den Tag?
18. Juni 2007
Frau … äh … Muttis Tag war nicht langweilig. Er war ganz normal, gespickt mit einigen Arzt- und Tierarztbesuchen, einem Aufsatz über Orang-Utans (die Mittlere) und einem Referat über Fairen Handel (der Große). Das jüngste Kind schrieb seiner Lehrerin einen Brief über Knut den Eisbären und wie er sehr er sich darauf freut, Knut in den Sommerferien zu besuchen, ich schrieb der Lehrerin einen Brief über dies und das und ADS.
Dazwischen, sozusagen als Füllung, gab es ein paar Füllungen für Wasch- und Spülmaschine, eine vom empörten Kater vollgeschissene Transportbox und die Suche nach der Heimat der Mehlmotten in meiner Küche.
Auf der Terrasse steht eine Kiste mit Pflanzen, die eigentlich in die Gartenerde wollen, in der Halle steht eine Holzkiste, die abgeschliffen werden will und irgendjemand könnte mal die Straße oder die Terrasse kehren.
Und während ich hier versuche zu schreiben, maunzt mich das Tigertatzikatzi an, weil ich die Verräterin bin, die böse in-die-Transportkiste-Stopferin, das jüngste Kind liest mir aus dem Geolino vor, die Mittlere fragt, wo sie das benutzte Staubtuch hin soll („auf dein Kopfkissen? Schalte dein Hirn ein, Kind.“ „AH! In die Wäsche?“) und das große Kind fragt, was „zertifizierter, ökologischer Bananenanbau“ ist und warum das erstrebenswert ist.
Wie immer halt. Immer wieder schön.
übrigens
17. Juni 2007
Frau … äh … Mutti näht noch.
Einige Bestellungen sind abzuarbeiten und die nächste Tasche geht über den großen Teich. Diesmal aber nicht per unzuverlässiger Post sondern im Handgepäck der Schwägerin, die die pompadura wiederum ihrer Schwägerin schenken wird.
Passenderweise zickt das Nähmaschinchen sehr unfein herum, frisst den Stoff oder zerbeisst den Oberfaden und reagiert nicht auf meine regulierenden Versuche. Eine Verschwörung, wahrscheinlich. Eine Verschwörung mit den Nähnadeln, denn eine davon hat sich gerade eben beim Annähen eines Knopfes durch meinen Daumen gebohrt. Sieht so gemein aus, wie es sich liest, tut aber gar nicht weh. Nur nähen geht jetzt nicht mehr, weil der Daumen tropft. (und morgen muss doch eine Tasche raus, weil die geht dringend nach Berlin!)
Sie sehen – nix Neues. Frau … äh … Mutti glänzt weiterhin mit Ungeschick und ohne Bilder der letzten Machwerke.
Gestern war ich übrigens mit der allerliebsten Freundin in der Rheinhessischen Schweiz unterwegs, der Tag der offenen Gärten lockte. Nach der Besichtigung von sieben, teils sehr unterschiedlicher, Gärten, ist die Motivation hoch, in zwei, drei Jahren den eigenen Garten zu öffnen. Falls der zur Zeit rote Daumen nicht den Umweg über braun nimmt, sondern sofort wieder einsatzbereit und grün wird, steht diesem Ziel nichts im Wege. Außer sehr viel Arbeit. (auch an der Nähmaschine, den auch für den Garten kann eine Menge Wunderbares genäht werden.)
paradox (snail-content)
15. Juni 2007
Auf meinem Kompost wächst eine Zucchini. Das ist ja nun nicht so aussergewöhnlich, werden Sie denken und sich vielleicht fragen, weshalb diese Tatsache Frau … äh … Mutti einen Blogeintrag wert ist.
Ich will es Ihnen erklären.
Seit vier Jahren versuche ich Zucchini in meinem Garten zu ziehen. Bedeutet: Im Frühjahr kaufe ich zwei Zucchinipflänzchen in der Gärtnerei meines Vertrauens, pflanze sie an einen ausgesuchten Platz und freue mich vier Stunden lang auf reiche Zucchiniernte. Fünf Stunden später haben die Schnecken die Zucchinipflanzen bis auf einen kümmerlichen Stumpf hinunter gefressen.
Und nun wächst im Kompost, in der Brutstätte aller Schnecken, eine Zucchini, die ich nicht einmal gepflanzt habe. In unmittelbarer Nähe wurde die angeblich schneckenresistente Scharfgarbe von den blöden Viechern gemeuchelt und diese Zucchini hat nicht mal eine Schleimspur.
Gibt es dafür eine logische, mir nachvollziehbare Erklärung?
Ist mir die Zucht einer schneckenresistenten Zucchini gelungen?
Glauben die Schnecken womöglich, dass wild aufgegangene Pflanzen schädlich für sie sind?