Menüplan
11. September 2007
Frühstück:
ein Fingerhut Kaffee auf 300 ml warme Milch
eine magensaftresistente Kapsel „ich mach dich gesund“
ein halbes Glas Wasser
später: Tee, sehr viel Tee. (Roibosch-Orange, wie immer)
Mittagessen:
Haferbrei
(dazu Haferbrei, denn nichts passt besser zu Haferbrei als Haferbrei)
ein allerhöchstens daumennagelgroßes Stück Schokolade
Tee
Nachmittag:
ein Fingerhut Kaffee auf 300 ml warme Milch
eine Banane (der beste Vater meiner Kinder will mir kein Äpfelchen reiben, der Schuft)
Tee
Abend:
eine milde Hühnersuppe, die ich heute nachmittag noch kochen muss
Tee
Mittwoch: tausche Haferbrei gegen Milchreis
Donnerstag: tausche Milchreis gegen Griesbrei
Freitag: tausche Griesbrei gegen Hirsebrei
Samstag: dunkles Bier, Grillschinken, Fladenbrot im Mittelalter oder vielleicht ein bißchen Haferbrei.
Sonntag: Irgendwas gegen die Halluzinationen
Montag: die Patientin ist auf wundersame Art und Weise vollständig genesen und muss mit sofortiger Wirkung mittels fettreicher, stark gewürzter und schwerer Nahrung aufgepäppelt werde. (alternativ kann sie auch einen Schlauch schlucken, aber wir wollen ja nicht unken)
Mir ist langweilig. Schonen ist langweilig. Stress abbauen ist langweilig. Lesen ist langweilig. Surfen ist langweilig. Fernsehen ist langweilig. Garten umgraben ist fein. Wäre fein.
Keine halben Sachen
10. September 2007
Mit einen beginnenden Magengeschwür begibt Frau … äh … Mutti sich für eine Woche in die stille Ecke.
Manchmal lohnt es sich doch zum Arzt zu gehen.
Aber was zum Teufel ist Schonkost?
***edit***
Schonkost ist nahezu geschmackloser Haferbrei, nach dem es zur Belohnung einen miniklitzekleinen Becher Häagen-Dazs „Vanilla Caramel Brownie“ gab. Fett ist nicht so schlimm und Eis kühlt.
(wenn ich was nicht haben/essen/bekommen darf, dann hängt mein Seelenheil davon ab)
Leidensdruck gesucht
10. September 2007
Zum Arzt kann man eigentlich nur gehen, wenn man nicht mehr kriechen kann. Und dann KANN man ja gar nicht mehr gehen.
Sie lasen „Wirre Logik der Frau … äh … Mutti“, die sich seit Anfang des Monats mit merkwürdigen Magenschmerzen herumquält und auf DAS entscheidende Zeichen wartet, um zum Arzt zu gehen. Denn eigentlich ist ja nix, keine Übelkeit, ausreichend Hunger, nur ab und zu so eine Schmerzwelle durch die Magengegend.
Ach.
Eingetuppert, frisch gebloggt
8. September 2007
Das hat mir keiner gesagt!
7. September 2007
Wenn Sie sich gerade im Zustand froher Erwartung befinden, werden Sie von vielen Menschen viele wohlmeinende Ratschläge bekommen. Zusammenfassend lauten die in etwa so: das Kind oben befüllen, unten sauber wischen und in der Mitte warmhalten.
Etwas indiskretere Menschen werden Ihnen sagen, was sie gegen wunde, rissige Brustwarzen tun können oder wie Sie ihre Dammnaht pflegen können. Andere wissen, was gegen Bauchschmerzen hilft, wie der Fliegergriff geht und warum Bäuerchen mit halbem Mageninhalt nicht lebensbedrohlich für´s Kind (allenfalls für Ihr gesellschaftliches Leben, weil Kinder immer heimlich auf die Schulter spucken) sind.
Unverschämte Menschen werden Sie fragen, ob Sie sich das wirklich gut überlegt haben, denn mit Ihrer Freiheit ist es nun vorbei. (lebenslange Elternhaft ohne Chancen bei Amnesty International)
Sie fühlen sich also gewappnet für ein Leben mit Kindern.
Leider haben die wohlmeinenden Menschen ihre Ratschläge und Warnungen irgendwann aufgegeben.
So muss ich mich also alleine durch die pubertären Irrungen und Wirrungen meiner Kinder quälen. Muss Stimmungsschwankungen kompensieren, mit Trotzalter-ähnlichen Anfällen jonglieren und Diskussionen über die Notwendigkeit einer Dusche führen. Regeln, die irgendwann früher, mit kleineren Kindern, ihre Berechtigung hatten, werden in Frage gestellt und müssen aktualisiert und angepasst werden. Andere Regeln, die durchaus noch Sinn haben, werden ignoriert und müssen in Erinnerung gerufen werden.
An manchen Abenden (oder auch beim Kaffee trinken mit der Freundin, die gleichaltrige Kinder hat), frage ich mich, warum mir das niemand vorher gesagt hat. Weil, mal so unter uns „größere-Kinder“-Müttern, die Baby-Zeit war doch echt ein Klacks.
Es wäre nun der richtige Zeitpunkt, dass „noch-größere-Kinder“-Mütter ihre Warnungen und Prophezeiungen aussprechen. Nicht, dass dies irgendetwas ändern würde, aber ich könnte zumindest stur behaupten, dass ich das alles besser mache, mir das nie passieren wird und bei uns sowieso alles anders ist.
Ich bin verwirrt heute, irgendwie. Muss die Angst vor dem anstehenden Tupperabend sein.