Weil …
8. August 2008
jetzt unser Wochenende beginnt und weil es draußen so schaurig aussieht und weil mein großer Sohn so klug ist und meine Tochter so witzig und mein kleiner Sohn so begeisterungsfähig und die Katerlinge so hinreissend sind und ich trotz Schlafmangels voller Tatendrang bin … ist mir sehr glücklich zumute.
Nicht wichtig zu wissen. Aber Ihnen ebenfalls ein gutes Wochenende.
neulich, auf der Straße
8. August 2008
Gellendes Hupen.
Die Müllabfuhr kommt nicht um die Ecke, denn der Nachbar von nebenan steht auf der gezackten Linie.
Die Fenster der Nachbarhäuser öffnen sich, neugierige Gesichter tauchen auf. (Frau … äh … Mutti lehnt mit Kaffeetasse auf Töchterleins Fensterbank).
Die Nachbarin, die immer alles weiß und jeden Tag die Straße kehrt, kommt eilig aus dem Haus gerannt. Sie weiß, wem das falsch geparkte Auto gehört: dem Feind.
DEM Nachbarn, der nicht ordentlich grüßt und der heimlich hinten am Haus einen Wintergarten* angebaut hat und der Schwarzarbeiter** beschäftigt.
Der Nachbar kommt aus dem Haus und fährt sein Auto weg. Die Geschichte könnte nun zu Ende sein, doch für Recht und Ordnung muss gesorgt werden:
„Sie!“, faucht die Nachbarin, „Sie parken da immer, des geht net!“
Der Nachbar von nebenan sagt nix und bewegt sich Richtung Hoftor.
„Do iss ä gezackte Linie, do derf mer net parke“, keift die Nachbarin so laut, dass der Nachbar von gegenüber mal nachsehen muss und auf die Straße tritt.
„Der hat schunn widder falsch geparkt und die Abfuhr konnt net dorsch!“, wird er informiert und steckt jetzt in der Zwickmühle, denn eigentlich hat er mit dem Nachbarn von nebenan schon ein paar Bierchen gezischt. Andererseits hat er ganz offensichtlich Angst vor der Nachbarin die alles weiß. Vielleicht weiß sie auch, dass der Anbau in seinem Hof etwas größer ist, als genehmigt?
Der Nachbar von nebenan hat sein Hoftor erreicht, als die Nachbarin, die alles weiß, dem Fahrer der Müllabfuhr empfiehlt, beim nächsten Mal einfach eine Beule ins Auto zu fahren, weil dort das Parken schließlich nicht erlaubt ist. Der Nachbar von nebenan greift sich in bezeichnender Geste an den Kopf und die Nachbarin explodiert:
„HAM SIE GESEHN`N, WAS DER GEMACHT HAT?“ fragt sie den Nachbarn von gegenüber, der es mit einem unverfänglichen Schulterzucken versucht, „DER HAT MIR EINEN VOGEL GEZEIGT!“
Das Fenster schräg gegenüber geht auf und der sanfte, alte Mann, den dieses Scheiß-Alzheimer in den Klauen hält, lächelt mir zu und zeigt zum Himmel. „Ja,“, sage ich, „es regnet wieder. Ist aber gut für den Garten.“ Er winkt mir zu und schließt das Fenster wieder. Seine Frau steht hinten im Garten und winkt mir ebenfalls.
„DES ISS EIN FRECHER KERL!“, schimpft die Nachbarin auf der Straße, „SOLL ICH SIE WIEDER ANZEIGEN***?!“
Der Nachbar von nebenan empfiehlt der Nachbarin, sie möge sich um ihren eigenen Scheiß kümmern, was umgehend zu neuen Schimpftiraden führt. Und zu einem hurtigen Sprint der Nachbarin zur Nachbarin im komisch orangefarbenen Haus, denn die hat gar nix von der Sache mitbekommen. „STELL DIR VOR, WAS DER FRECHE KERL ZU MIR GESAGT HAT!“, schallt es durch die Straße und ich bin sicher, dass bis heute abend alle Nachbarn Bescheid wissen.
Der von gegenüber ist wieder in seinen Hof geflüchtet. Er hat keine Stellung bezogen, aber er knippst die Falschparker, damit er´s beweisen kann. Man weiß ja nie.
Der Nachbar von nebenan beschwert sich bei seiner Frau, ich kann das hören, wir wohnen schließlich eng nebeneinander und die Terrassentüren sind auf. Später oder spätestens morgen im Garten, wird er mir die Geschichte erzählen, vielleicht genauso, wie sie sich zugetragen hat. Dann muss ich irgendwie reagieren.
Vielleicht lächele ich und winke. Und sage, dass der Regen gut für den Garten ist.
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Nachbarn zu haben ist eigentlich ganz toll. Es ist immer jemand da, der mal auf die Katerlinge aufpasst, der mal die Blumen gießt, der mal ein paar Tomaten zuviel hat, der den neuesten Ratsch kennt oder Blumensamen gegen einen Ableger tauscht. Aber manchmal … manchmal würde ich gerne auf einem Aussiedlerhof wohnen.
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*der Nachbar hat einen ordentlich angemeldeten Balkon angebaut. Die großen Glascheiben waren für uns. Sie mussten beim Nachbarn durch den Hof und hinten durch den Garten getragen werden, weil die Grüne Villa zu verwinkelt ist.
** der Nachbar baute ordentlich angemeldet und mit Hilfe von einer ordentlich angemeldeten Baufirma den Schuppen hinten in seinem Garten aus. Das BKA und die SoKo-Schwarzarbeit waren not very amused, als sie den Garten auf Grund eines Hinweises gestürmt hatten und alles in bester Ordnung vorfanden.
***siehe Punkt* und **
Eventuell
7. August 2008
müsste irgendjemand meinen Kindelein erklären, dass das Ende der Sommerferien nicht gleichzusetzen mit dem Ende des SOMMERs ist.
Wenn morgens ein klitzekleines Wölkchen am Himmel hängt, hüllen sie sich in ihre Regenjacken, weht ein kühles Lüftchen, schlüpfen sie in die Fleecejacken. Das mag am frühen Morgen vielleicht noch sinnvoll sein, doch mittags, wenn das Töchterlein um halb zwei nach zwanzig Minuten auf dem Fahrrad und mit hochroter Birne die Treppe hochtropft, weil es doch arg heiß ist, unter der schwarzen Fleecejacke, da kann ich nicht mehr helfen.
„Aber ich WOLLTE die Jeans anziehen!“, jammert das jüngste Kind und das große Kind fragt, ob es Socken anziehen soll. Und nach dem Duschen schlüpft das Töchterlein ins langärmelige Nachthemd.
Demnächste werde ich die langen Unterhosen aus den Winterkisten kramen und die Flanellbettwäsche überziehen, denn immerhin naht der September.
Der zwingenden Umkehrlogik nach, wird im Januar an dieser Stelle ein ähnlicher Beitrag stehen, der von Trägerhemdchen, kurzen Hosen und Sandalen spricht.
Kenn´ ich, kenn´ ich!
7. August 2008
Frau Ami und Frau Jette, handfeste Beweise:
(selbstverständlich ein makelloses, bakterien-, viren- und seuchenfreies Klo, in dem sogar WC-Enten schwimmen würden)
Martin …
6. August 2008
möchte nicht zeigen, warum er seit gestern „Martin Silberblick“ heißt. (oder Martin Streisand)
Er will lieber spielen.
Ich persönlich finde es wahnsinnig schwer, ein Bild von den Katertieren zu machen, auf dem sie a) wach sind, b) beide drauf sind, c) wenigstens EINER komplett drauf ist und womöglich sogar scharf.
Wusel, wusel.