schaffe, schaffe!
9. Februar 2010
Dienstag ist Nähtag.
Oma Eis kommt mit Brötchen und einer Tüte vom Metzger (falls es in der Grünen Villa nix für auf´s Brötchen gibt) und nach dem Frühstück (und dem Austausch über den neuesten Klatsch und Tratsch aus und in den Blogs) steigen wir hinab ins Nähzimmer.
Letzte Woche übte Oma Eis Socken stricken, diese Woche musste sie niedere Dienste übernehmen: Stabilisierungsvlies abzupfen und Fädchen abschneiden. Denn heute wurde nur gestickt.
Das Wohnzimmer der Grünen Villa hat zwei große Türen zur Terrasse und im Winter ist das eine große Kältebrücke. Wenn man abends auf dem Sofa sitzt, dann zieht´s. Deswegen erstand ich vor zwei, drei Jahren dicke, dunkelgrüne Samtvorhänge im baugelben Möbelhaus. Die sehen kuschelig aus und wenn man sie zuzieht, dann zieht nix mehr. Und abends ist es sowieso dunkel.
Tagsüber musste aber Licht ins Haus und deshalb erfand ich eine innovative Vorhang-Rückhalte-Methode. Eine liebevoll gefilzte braune Wurst für jeden Vorhang, der linke Vorhang an einen Haken gebunden, der rechte an den Rolladengurt. Nicht schön, aber praktisch. Und auch noch liebevoll dekoriert:

Das muss weg, dachte Frau … äh … Mutti schon lange. Konnte sich aber nicht aufraffen. Und plötzlich lag da eine mail im Briefkasten: „Schau mal, haste Lust?“
Und wie ich Lust hatte! Frau Maki zaubert nämlich den Frühling herbei! „SchneegLÖCKCHEN“ heisst die neue Stickdatei und die passt wunderbar zu dunkelgrünen Samtvorhängen:

Aus der grünen Samtmeterware, ebenfalls aus dem blaugelben Möbelhaus, nähte ich ratzfatz zwei hübsche Bänder mit Schneeglöckchen und Fräulein SchneegLÖCKCHEN darauf und finde jetzt, dass der dunkelgrüne Wintervorhang durchaus noch zwei, drei Monate hängen kann :)
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„Roboter mag ich eigentlich ziemlich gerne“, kommentierte ich bei Susanne und das war gar nicht mal so subtil, wie ich dachte, denn zusammen mit den Schneeglöckchen lagen auch herrliche Roboter im Briefkasten.
„Ich will den und den und den und den und alle!“, sprach das jüngste Kind, das sich noch ganz frei- und bereitwillig Pulis pimpen lässt. Diesen Pulli trägt er seit Samstag. Und achtet sorgsam darauf, beim Essen nicht zu kleckern. Weil darauf ist ein sehr großer Roboter aus Susannes neuer Stickserie „Robert Robot„:

Eigentlich gehört noch der Schriftzug „robots“ mit auf den Button, doch das jüngste Kind mochte diesen nicht. Kein Problem.
Robert, Rotatoe, Roxy und Rusty haben sich auf Handtüchern niedergelassen:
(klick! Achten Sie mal auf die Details! Allerliebst!)
und auch auf dem Lätzchen für meinen bayrischen Großgroßcousin:

Redwork-Stickerei finde ich ganz großartig, weil sie schnell erledigt ist (für ungeduldige Hühner mit zickigen Stickmaschinen, die nicht alleine arbeiten wollen, ganz toll!) und auf jeden Stoff, sei er noch so widerspenstig, zu packen ist.
Und Roboter finde ich auch ganz großartig, aber das erwähnte ich bereits. Wie wäre es mit einem passenden Band, liebe Susanne? (ein weiterer, sehr subtiler Hinweis)
Beide Stickdateien, SchneegLÖCKCHEN und Robert Robot, gibt es ab Donnerstag, den 11.02.10 bei der kunterbunten Sonja.
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„Ich hab da so Handtücher“, sprach Oma Eis.
„Ich hab da eine hübsche Nixe“, sprach Frau … äh … Mutti.
(Klick!)
Die Nixe ist Anja Riegers Feder entschwommen, sie ist diese Woche „Design der Woche“ zum Sonderpreis.
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Für heute reicht es. Aber mir fallen bestimmt noch zwei, drei Sachen ein, die dringend Frühling brauchen. Oder Roboter.
Bleibt nur noch eine Frage:
Was machen SIE, die Sie auch eine sparsame Stickerin sind, mit solchen Resten?

Ich hebe sie auf für schlechte Zeiten. Und seufze.
(Neubestellung heute: 68,- Euro. Immerhin versandkostenfrei.)
halbblinde Frage:
9. Februar 2010
Frau … äh … Mutti ist ja halbblind, d.h. das linke Auge bringt an guten Tagen mit gutem Licht knappe 5% Sehvermögen zustande.
Nun laufen ja in den Kinos ständig 3D-Filme. Der mit den blauen Wesen zum Beispiel. Den will ich zwar gar nicht sehen, aber WENN ich ihn sehen wollte, KÖNNTE ich ihn dann sehen?
Ich erinnere mich an die Bravo-3D-Poster, Boy George zum Anfassen und so. Die waren grün-rot-verschwommen und die beiliegende Brille half mir (natürlich) kein Stück weiter. Ich durfte Boy George nie anfassen. (und der Fliege beim Augenarzt kann ich auch nie am Flügel zupfen).
Also. Wie ist das mit den tollen, neuen Filmen? Auch ohne 3D-Sehvermögen sehbar?
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Nachtrag: es ist mir schon klar, dass ich ohne räumliches Sehen keinen 3D-Film mit dieser Brille sehen kann. Ich möchte wissen, ob ich überhaupt einen solchen Film sehen kann oder ob diese Filme ohne 3D-Brille „unsehbar“ sind.
Verfilzt nochmal,
8. Februar 2010
jetzt fällt mir wieder ein, weswegen es eine doofe Idee war, meine Filzwolle zu verschenken*.
Schauen Sie mal. Ein Traum.
*nix blöde Idee, ich hab eh keine Zeit. Und nur mäßiges Talent.
Vegetarische Gemüsesuppe
8. Februar 2010
wird überbewertet, dachte Frau … äh … Mutti und schlitzte sich den Handballen beim Möhrenschnippeln auf.
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Es wird nicht empfohlen, Reinigungsmittel zu Desinfektionszwecken in die Wunde zu reiben. Auch nicht, wenn es sich um kalklösenden Reiniger handelt. Das brennt nämlich fast so schlimm, wie es letzte Woche brannte, als ich mir den gesamten Zeigefinger an der Ofenscheibe grillte.
Und jetzt alle: „Ooooh, Frau … äh … Mutti. Sie sind so ungeschickt bedauernswert!“
Wochenendgeschnippsel
7. Februar 2010
Oma Eis feierte einen runden Geburtstag und deshalb ist die ganze Familie rund gefressen. Wir begannen mit frischen Brötchen, Lachs und Meerettich, schoben mit Pilzen gefüllte Pfannkuchen nach und um die Wartezeit auf das frische Rührei mit Bacon zu überbrücken, gab´s ein Schüsselchen Müsl, auch wegen der Ballaststoffe, versteht sich. Fleisch und Fisch und Spaghetti und Gemüse dampften vor sich hin und irgendwann tauchten köstliche kleine Törtchen auf dem Buffet auf. Vanilleeis mit heißen Himbeeren rutschte in die Lücken und dann war auch schon wieder Platz für ein Käsebrötchen.
Nie wieder esse ich etwas. (und nie wieder trinke ich drei Gläser Sekt am Morgen)
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Frau … äh … Mutti hat neues Schuhwerk und eine neue Lieblingsfarbe.

Nächstes Wochenende wird gestrichen und lackiert.
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Frau … äh … Mutti lernt digitalisieren.

Mehr können vielleicht sie oder er zeigen.
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Das jüngste Kind mit kürzeren Haaren

Bliep, Bliep! Mit freundlichen Grüßen nach Hamburg!
Ausserdem wie hier: ganz viele grüne und weiße Fadenschnippsel im Nähzimmer. Und Frühling vor Augen.
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Ich war in meinem Garten. Und ich habe beinahe geheult.
Seit Ende Mai letzten Jahres ist dort fast nichts mehr gearbeitet werden und das ist unübersehbar. Langweilig wird es mir dort dieses Jahr garantiert nicht.
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Noch keine Nachricht von Töchterlein. Ich werte das als gute Nachrichten.

