Es weihnachtet sehr.

9. November 2011

SUSAlabim schwingt nämlich äusserst eifrig die Feder und hat nach „BAUMelig„, welches ich Ihnen glatt unterschlagen habe, das Ihnen aber sicher an anderer Stelle begegnete, nun gleich ZWEI weitere Serien auf den Markt gebracht.

Wie immer ausgesprochen liebvoll von Frau Kunterbunt digitalisiert gibt es ab morgen abend (10.11.11) im kunterbunten Shop “ boys and friends“ und „baumeliges Krippenspiel“. Ich hab zwar „boys“ daheim und die haben auch „friends“, doch die Datei spricht eher die etwas jüngeren Knaben an, meine pubertierenden Riesen lächeln müde, wenn ich ihnen ein Shirt besticken will. Oder eine Wickelunterlage, wie Frau Kännchen :) Ich persönlich finde das ja schade, aber was soll ich machen?

Muss ich mich eben an der baumeligen Krippe austoben.

Da wäre zunächst die heilige Familie, fast möchte ich sagen: die eilige Familie, denn die Figuren sind ratzfatz gestickt.

Viel länger dauert es, die Wendeöffnungen zu schließen. Das kann ich nämlich nicht ordentlich. Deshalb halte ich die Figuren so verkrampft in der Hand, statt sie liebevoll an einen Nadelzweig zu hängen oder so. Oma Eis ist unglücklicherweise für mich und glücklicherweise für sie in Urlaub und deshalb bleiben die Figuren noch zwei Wochen „Schritt ouvert“.

Die drei heiligen Könige ließen mich ganz tief in die „Glitzerstoffkiste“ greifen und jetzt weiß ich wieder, warum ich wirklich keinen Fetzen Stoff wegwerfe. Einzig Melchior trägt langweiligen roten Samt, dafür aber ein kesses blond. Und ja, der asiatische König links hat ein „Ding“ auf dem Kopf. Ich hielt das für eine gute Idee, bin aber mittlerweile stark verunsichert.

Josef kann auch ein Hirte sein und bei meiner anderen Krippe sind es sogar drei Hirten. Einen Josefhirten habe ich gespiegelt, damit sie wenigstens ein bißchen unterschiedlich aussehen, aber so recht klappte das nicht. Das mit dem unterschiedlichen Aussehen. Ich werde noch ein paar Hirtenstöckchen und Bündel annähen, genauso wie die Könige noch kleine Päckchen bekommen.

Zum vierten Advent sollte ich das schaffen und dann kann ich auch die fertige Krippe zeigen.

Die Klecksefrau hat der Krippe noch Frau Riegers Schafe hinzugefügt und das macht die Sache erst richtig rund! Ausserdem hat sie ihren Krippenfiguren deutlich peppiger gekleidet, finde ich klasse! (meine Kindelein lassen fragen, ob es irgendwo ein Baumelkamel gibt, denn die heiligen Könige ohne Kamel – das gehe ja gar nicht!)

Weihnachten kann kommen! (und der Weihnachtsmarkt dann auch)

Zeit, oh Zeit!

8. November 2011

Sie verfliegt, sie rast!

Die große Kiste, die bis zum Weihnachtsmarkt prall gefüllt sein sollte … nun. Ein leises Echo tönt zurück, wenn ich hineinrufe. Der Boden ist bedeckt. Immerhin.

Viele Taschen sind zugeschnitten, aber zum Nähen habe ich keine Zeit.

Großartige Schnickeldis wollen gestickt, gestülpt, gestopft und geschlossen werden, aber ich habe keine Zeit.

Ich könnte noch Hühner nähen, denke ich. Oder Lesezeichen machen, die gehen gut. Ach was, heute nähe ich eine Tasche. Und dann sehe ich in der mailbox diese tolle Datei, sticke ich doch lieber. Oder ich schaue dem Ringelfranz beim Schlafen zu. Oder nähe mir ein quietschegrünes Pannesamtelfenkostüm. Mit roter Zipfelmütze.

 

Im Grunde genommen brauche ich keine Zeit, sondern einen Stundenplan. Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol ich mir der Königin ihr Kind. Oder so ähnlich.

 

Noch drei Wochen bis zum Weihnachtsmarkt. Massig Zeit zu verplempern.

 

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Überraschend naht der Geburtstag des großen Sohnes. Ab und zu verfalle ich in wehmütige Melancholie, die aber nie so weit reicht, dass ich mir um Geschenke kümmern würde. Und deshalb passiert das hier wieder auf den letzten Drücker, kommt möglicherweise nicht pünktlich an und frisst mir obendrei auch schon wieder Zeit, falls ich das „das mache ich ihm mal so rasch nebenbei“-Projekt verwirkliche. So wie das Tauschen unserer Zimmer. So rasch nebenbei kostete uns ein Wochenende. Immerhin ist der Große mit seinem neuen Reich und vorab-Geburtstagsgeschenk nun äusserst glücklich. Und ich mit meinen kuscheligen 10 Quadratmetern auch.

(und verraten Sie mir doch bitte mal, warum ich ständig „Geschnek“ tippe?)

 

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Mein Geburtstag klopft auch schon wieder an. Kann ein Jahr wirklich so verfliegen? Und wann kommt eigentlich der Sommer?

 

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Ringelfranz ist nun vollends in der Pubertät und zeigt uns allen mal, was solch ein süßes Puffelkätzchen doch alles anstellen kann. Meine unachtsam auf dem Küchentisch abgestellte Kaffeetasse hat zehn Minuten unbeaufsichtigt später einen blitzeblanken Rand innen, genau so weit, wie ein rosa Katerzunge reicht. Der Biomüll, der auf dem Tresen in einer Blechschüssel steht und einmal täglich zum Kompost getragen wird, sollte da nicht mehr stehen, denn er ist einfach zu verlockend. Auch wenn nur Teebeutel, Kaffeefilter und Apfelgripse drin sind. Der Kater frisst was er kriegen kann, staubsaugt regelmäßig die Krümel unterm Tisch weg und manchmal schafft er es, eine halbe Scheibe Brot zu klauen, die er innerhalb von Sekunden inhaliert. Nicht, dass er nichts zu fressen bekäme, bei uns. Drei mal täglich wird der Futternapf gefüllt und abends frisst er noch den Rest vom dicken Martin. Der dicke Martin ist nämlich auf Franz-Diät, weil der Klügere gibt nach. Und so geht er und frisst ein paar Mäuse, wenn die rote Ratte allzu aufdringlich um die fremde Futterschüssel schleicht.

In regelmäßigen Abständen fängt sich der Kleine vom Großen ein paar, doch es geht auch so:

(entschuldigen Sie das schlechte (Handy)Bild, auch noch durch die Scheibe geknippst)

Unser dritter Kater, der halbwilde Diego, interessiert sich übrigens nicht für Franz. Er kommt und geht wie bisher. Vielleicht ist er farbenblind und sieht deshalb die rote Ratte gar nicht.

 

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Und weil dieses Bloggen hier ja auch nur Zeitverschwendung ist, höre ich rasch damit auf. Für heute jedenfalls. Falls nicht noch was wirklich Spannendes passiert.

 

Nähzimmergesellschaft.

7. November 2011

(so kann ich nicht arbeiten, das lenkt mich ab)

Alles neu

6. November 2011

macht der November.

 

Der 16. Geburtstga des großen Sohnes steht vor der Tür und weil der Sechzehnte doch ein besonderer ist, sollte auch das Geschenk ein besonderes sein, ein neues Zimmer zum Beispiel.

Bis gestern hauste der Knabe im kleinsten Raum der Grünen Villa, im finsteren Kellerloch, zusammen mit Spinnen, Stechmücken und einem (zum Glück kleinen) Schimmelfleck hinter dem Schrank.

Heute nacht schlief er bereits in seinem neuen Zimmer, meinen Ex-Nähzimmer, dem heißgeliebten. Nun denn. Sei es eben so. Ich warte darauf, dass der jüngste Sohn Lust verspürt, ins Kellergemach zu ziehen, denn so arg grässlich ist dieser Raum natürlich nicht. Ausserdem muss er unbedingt mindestens ein Jahr dort leben, dann hätte wirklich jedes Kind dort einmal gewohnt.

 

Im Moment sieht es dort so aus:

Der Blick von der Tür aus. Links der Nähtisch, rechts dreimal PAX für Stoff und Krusch, geradeaus das Fenster, das ich nicht mehr putze, weil es demnächst ausgetauscht wird. (undichte, alte Fenster machen keinen Spaß) Und dahinter die ungeliebten Pflanzsteine, die aber endlich zuwachsen, vor meinem Fenster mit Walderdbeeren.

Ein genauerer Blick auf den „Arbeitsplatz“. Leider war das Licht heute morgen eher suboptimal, weswegen die ganzen Schnickeldi-Kleinigkeiten zu einem bunten Fleck verschwimmen.

Der Blick vom Fenster zur Tür und zum Arbeitsplatz des besten Vaters meiner Kinder. Weder der Stuhl noch der Tisch werden so bleiben, beide bekommen eine Schicht Lack spendiert, allerdings erst im Frühling, wenn der Kram ordentlich belüftet trocknen kann.

Und das Kistchen mit dem Schaffell, das im alten Nähzimmer vor dem Sofa stand (für die Füße) musste auch mit. Es wird mich stören und nerven und immer im Weg sein, aber Sie sehen ja selbst: es darf nicht fehlen.

 

Das neue Nähzimmerchen ist absolut an seinen Füllgrenzen. Es ist ein bißchen so, wie mit dem Schrank, in dem die Tupperschüsseln stehen. Nur durch ein ausgeklügeltes System passen alle rein und wenn man die hinten rechts braucht, platzen alle anderen Dosen aus dem Schrank. Heute morgen ist es ordentlich, weil neu eingeräumt. Spätestens heute abend, wenn ich dem hehren Vorsatz, etwas für den Weihnachtsmarkt zu schaffen, gefolgt bin, wird sich ein ganz anderes Bild bieten. Und dann folgt Tupperschüsselschrankfach-Methode zwei: ganz schnell die Tür schließen, bevor was rausfällt.

 

(das Zimmer des großen Sohnes darf ich vielleicht zeigen, wenn es ganz fertig ist)

 

fäkal-fatal.

4. November 2011

In der Grünen Villa, strategisch verteilt, stehen vier Katzenklos. Was den dürren Ringelfranz nicht davon abhielt, heute morgen in den Papiermüll zu pinkeln. Doofe Katze.

Als ich eben die Katzenklos reinigte (was ehrlich gesagt auch wirklich nötig war und vielleicht hat er deshalb …), eilte mir Ringelfranz zu Hilfe und wischte mit der Pfote geschickt jede volle Schaufelladung zurück ins Klo. Und als ihm das langweilig wurde, riss er mit seinen allerliebsten Krallen Löcher in meinen Katzenkackeklumpenplastikbeutel.  Danach pinkelte er fröhlich in die eine Ecke des Katzenklos und kackte, noch fröhlicher, in die andere. Dort, wo die Schaufel lag. Sehr zuvorkommend, musste ich den stinkenden Wurm nur noch aus dem Klo heben. Bah. Katzen sind auch ein bißchen eklig.

 

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In der Grünen Villa gibt es auch zwei Bäder für die dort lebenden Menschen. Strategisch verteilt, eines oben, eines unten.  Vorhin meckerte der Große lautstark durch´s Haus, dass immer besetzt sei, wenn er mal müsse. Das Klo oben jedenfalls, denn unten geht ja niemand. „Unten ist es so einsam“,  sprach der Jüngste vor Jahren und das scheint immer noch der Fall zu sein. Ausserdem wird man unten nicht gehört, im Zweifelsfall, wenn das Toilettenpapier aufgebraucht ist. Und das ist es ja immer. Und, nicht zu vergessen, unten liegen weder Hägar-Comics noch deutsche Balladen, das ist langweilig. Sollte ihr Kind leseunwillig sein, dann bieten Sie ihm einfach Toilettenlektüre. Aber beschweren Sie sich nicht, dass Sie dann immer so lange warten müssen, bis Sie mal dürfen.

 

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Früher, als die Kindelein im www noch Ranz, Motz und Schlunz hießen,  gab es sogar nur eine Toilette in der Grünen Villa. Die war ständig besetzt und ich schrieb was drüber. Nach dem Klick dürfen Sie lesen, wie Frau … äh … Mutti 2002 schrieb.

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