Wenn …
8. September 2008
man eine wirkliche ruhige Nacht verbringen will, mit ausreichendem und erholsamen Schlaf, weil man für den nächsten Tag das Lackieren einer Kommode, das Kochen von Apfelmus und das Putzen von mindestens zwei Fenster auf dem Plan stehen hat (neben dem üblichen Gedöhns), …
… dann sollte man es vermeiden, als kleinen Abendsnack etwa zehn Dörrpflaumen zu sich zu nehmen. Die machen nämlich ganz gemeine Sachen im Bauch, vor allem, wenn man zwei Gläser Wein dazu trinkt. Und die Grundlage nur aus Chips besteht.
Die Bauchkrämpfe verschwanden, als die Brühe ablief. Schön war das nicht. Und die Strafe ist, dass die liebreizende Frau … äh … Mutti heute morgen etwas kleinäugig durch die Bude schlurft und nicht so recht motivierbar ist.
Also liebe Leser: alles in Maßen. Auch Dörrpflaumen. (selbst wenn sie lecker sind)
tolle Tochter
7. September 2008
Ich wollte immer einer Tochter.
Als ich mit dem Großen schwanger war, war ich felsenfest davon überzeugt, dass er ein Mädchen ist. So felsenfest überzeugt, dass sein Stubenwagen einen Bezug aus allerfeinstem Rosenstoff bekam und die ganzen geerbten Mini-Baby-Frottee-Nicky-Pullis in rot und orange gefärbt wurden. Und das für ihn ausgesuchte Knuffeltier hatte einen roten Bauch, obwohl es auch eines mit einem blauen Bauch gegeben hätte.
Nun ja. Ich war nicht sehr enttäuscht, nur ein bißchen. Hauptsache gesund und irgendwie war es auch großartig, die Mutter eines Jungen zu sein. (SEHR großartig, nebenbei bemerkt)
Und dann kam es ja, mein Mädchen. Und wie es ja häufig so ist: die Wunschvorstellung deckt sich nicht immer mit der Realität. Mein rosa-weichgezeichnetes Traummädchen entpuppte sich als jeanslatzhosige Motzgöre, gesegnet mit eigenem Verstand und Geschmack und so ganz und gar un-mädchenhaft. Ich durfte keine rosa Kleidchen kaufen, mit Rüschen oder Knöpfchen oder Krägelchen versehene Kleidungsstücke wurden verschmäht, ausgeleierte Sweatshirt mit Ernie und Bert stark bevorzugt. Am Liebsten waren die mit den ausgefransten Bündchen.
Gestern traf ich mein Traummädchen wieder. Die große Tochter, die mit mir so Frauenzeug redet. Die mit mir kichert, mich ein bißchen in ihr Leben schnuppern lässt und die mal eben nebenbei Muffins backt. Es ist nicht leicht, das zu beschreiben, was ich da in meiner Küche erlebte. Es war so ein nettes Nebeneinander. Sie fragte, ich erklärte. Ich fragte, sie erzählte. Oder umgekehrt. Ungemein harmonisch und deswegen ist es wichtig, dass ich das hier festhalte, denn spätestens morgen, wenn ich Löcher mit meinen Schneidezähnen in den Küchentisch stanzen will, weil ich Französischvokabeln abfrage, ist von Harmonie keine Spur mehr.
Originellerweise
6. September 2008
stellen wir an diesem verregneten Samstag Möbel um.
(Bett vom Großen nach oben, Bett vom Kleinen nach unten, Kommode vom Großen in den Vorraum, Kommode aus der Halle ins Zimmer des Großen, Regal in eine andere Ecke)
Und die Mittlere liest Frau Barcomis Backbuch.
Und deshalb,
4. September 2008
sagt der beste Vater meiner Kinder, „deshalb gefällt dir der neue IKEA-Katalog nicht. Weil keine Eiche-Rustikal-Schrankwände drin sind.“
Nicht ganz. Aber so was Hübsches auch nicht. Von meiner Oma, passt gut zum Hirsch. Und irgendwie auch in mein Zimmer. (still!!)
(Eiche rustikal. Pfff.)
Singet und frohlocket,
4. September 2008
denn das jüngte Kindelein schrieb ein „befriedigend“ in seiner ersten Mathearbeit.
Für ein Kind, dem Dyskalkulie diagnostiziert wurde und das sooo langsam arbeitet (und nicht mit der Arbeit fertig wurde), ist das … nicht in Worte zu fassen.
Mutter und Sohn strahlen und irgendwie ist mir da ein kleines Gewicht von den Schultern genommen worden.
(Heulen vor Freude könnte ich. Möchte ich. Tue ich.)