ganz fürnehm
11. Oktober 2006
Die Kindelein sprechen ein recht klares Hochdeutsch. Den hiesigen Dialekt kennen sie nur von Oma und Opa und korrigieren dann die beiden dementsprechend: „Opa, das heißt nicht „genumme“ sondern „genommen“!“. (das jüngste Kind sagt: „Das heißt nicht „numme“ sondern „nommen“!“)
So weit, so gut.
Was Frau … äh … Mutti allerdings nicht aus ihren Kindelein herauskriegt, ist die hübsche Aussprache des an sich einfachen Wortes „durch“.
Die Mittlere schneidet schnell das Blatt dÜrch, der Kleine sitzt auf dem Klo und schreit, dass er DÜrchfall hat und der Große dreht gleich dÜrch.
In seltenen Fällen haben sie auch DÜrst. Aber WÜrst sagen sie komischerweise nicht.
Frau … äh … Mutti kriegt den FrÜst, weil sie das dauernd verbessern mÜss. SchlÜchz.
Gruß nach Esslingen
10. Oktober 2006
und gedrückte Daumen obendrein.
Lieber bester Vater meiner Kinder,
die Kindelein (fünf heute) liegen in ihren Betten und schlafen oder sind in ihren Zimmern und kichern. Das jüngste Kind begann wieder zu fiebern und verschmähte das Spritzgebäck. Bedenklich. Dafür hat das namensgleiche Gastkind doppelt zugeschlagen. Dem weiblichen Gastkind habe ich Dein Kopfkissen geliehen und Sabbern allerstrengstens verboten. Dein größtes Kind hat unauffällig angedeutet, dass es unbedingt seinem Freund „Spaceballs“ zeigen muss, das habe ich aber pädagogisch unterbunden, heute abend läuft die Glotze für mich. Der Erdbeerkater ist nahezu einäugig, vielleicht muss da der Tierarzt nachschauen. Und Dein holdes Weib hat sich einen Fingernagel eingerissen und obendrein Spülhände.
Nicht Neues in der Grünen Villa, aber ich sag´s Dir, übermorgen bringst DU die Kinder wieder ins Bett.
Viel Spaß im einsamen Hotelbett und mach´s gut morgen!
Frau … äh … Mutti, verlassen
Wunsch
10. Oktober 2006
Ich würde Ihnen jetzt gerne Duft bloggen. Geht leider nicht.
Die Terrassentür ist weit offen. Es riecht nach modernden Blättern und nach Most. Die letzten Rosen mischen sich dazu und der Nachbar hat gerade den Rasen gemäht. Aus der Halle kommt eine Ahnung von reifen Äpfeln, gemischt mit muffigem Gewölbekeller.
Und aus dem Backofen duften die ersten beiden Bleche mit Spritzgebäck.
Herbstdüfte.
(vertonen könnte ich Ihnen einen Blogbeitrag. Aber, mal ganz ehrlich, das WOLLEN Sie gar nicht hören. Die Kindelein haben die DVD der „Tanz der Vampire“-Aufführung dudeln [draußen ist Fraheiheit…], dazwischen klappert immer mal wieder der zu Boden fallende Fleischwolf, gewürzt von einem herzhaften „Scheiße! Pass doch ahauf!“ und die Kater kloppen sich im Flur. Keine Herbstgeräusche, Alltag nur.)
Herbst (bunt)
10. Oktober 2006
lecker:
Einsatz im Bad
9. Oktober 2006
– fertig!
Und ist es nicht konsequent, die neue Wandfarbe nach dem IKEA-Schnickeldi zu wählen?