und alles miteinander teilen.
Auch Schnupfenvirenbakterien. Logisch.

Und während Töchterlein mit Sack und Pack und fünf Paar Schuhen das Haus verlassen hat, die beiden Jungs mit ihren beiden Cousins und dem Opa um die Häuser ziehen, liegt der beste Vater meiner Kinder schnupfend und mittagschlafend darnieder. Frau … äh … Mutti thront inmitten von Teetassen und Taschentuchbergen auf dem Sofa. Unter der roten Decke, mit pinkfarbenen Socken an den Füßen und mit Blick auf VOX, wo bereits der zweite Flugzeugkatastrophenfilm läuft.

Ich bin knapp 25 Jahre zu alt, um diese Filme wirklich spannend zu finden. Ausserdem fehlt mir mein Opa im Auszieh-Fuß-hochleg-ausklapp-Dingsbums-Sessel neben mir und der Eukalyptusgeruch von den grün eingewickelten Bonbons, die er sich hinten in der Backe zergehen ließ. Seine Bonbons hielten immer viel länger als meine, aber das war nicht schlimm, weil sie schmeckten fürchterlich. Trotzdem hätte ich jetzt gerne eines davon. Wegen der Erinnerung und gegen den Husten. Und weil ich schon jetzt keine Schokoeier mehr sehen kann.

Oh. Werbepause um.

Strawberryfields for ever

14. April 2006

möchte Frau … äh … Mutti singen, wenn sie durch die Ländereien rund um die grüne Villa schlendert.
Insofern darf sich jeder Walderdbeer-Besitzer frei fühlen und Ableger an die im Impressum nachzulesende Adresse senden. Oder kurz anmailen und einen Termin zur persönlichen Übergabe ausmachen. Frau … äh … Mutti verspricht, Pflanzenspenden NICHT mit Haarspenden zu vergelten und stattdessen schonungslos offen zu dokumentieren, wo die zarten Pflänzchen künftig ums Überleben kämpfen werden dürfen. Wobei – angeblich sind diese Gewächse nicht kleinzukriegen und wachsen überall.
I-DE-AL für Frau … äh … Muttis braunen Daumen.

grün, grün, grün

13. April 2006

– ist der Donnerstag, aber gefühltes Wochenende
– ist mein Blick aus dem Schlafzimmerfenster in den Holunder
– war mein Mittagessen (green curry, vom frostigen Peter gekocht)
– ist meine neue Kaffeetasse, liebevoll „der Eimer“ genannt
– ist der Einband des Buches, das ich heute lese

Ansonsten ist alles sehr rosig, denn die hinreissenden Bestien haben sich bei Oma und Opa eingeladen, der beste Vater meiner Kinder sitzt im Home-Office (nach einer wirklich hübschen Mittagspause) und ich gedenke heute genau keinen Finger mehr zu rühren.

 

braaaaver Kater

11. April 2006

Nun ist er wohl erwachsen, mein Katerbaby.

Zwanzig Sekunden nach dieser Aufnahme knusperte er genüsslich seine erste Beute. Und den Boden hat er auch sauber geleckt, nicht mal die Galle blieb übrig.
Er macht sich also nützlich und das ist gut so, Mäuse gibt es schon viele.

Fellpflege

11. April 2006

Eine Frage an alle langhaarigen, Wallemähne habenden Menschen da draußen:

Was tut Ihr, damit sich die Zotteln gescheit durchkämmen lassen?

Frau … äh … Mutti verzweifelt. Man stelle sich ihre Haarpflege folgendermaßen (Version A, B, C) vor:

Version A: Frau … äh … Mutti springt unter die Dusche, wässert fünf Minuten die Mähne, bis die ersten Wassertropfen endlich die Kopfhaut netzen, schüttet sich zwei händevoll Schampo auf den Schädel, schrubbelt, rubbelt, massiert und knetet wild drauf los, spült zwanzig Minuten aus bis das Wasser endlich nicht mehr schaumig ist, wirft eine halbe Packung Spülung hinterher, spült weitere zwanzig Minuten, drückt zwei Liter Wasser aus den Strähnen, wirft das Handtuch über, drückt ohne zu rubbeln an den Haaren herum, greift zur Bürste, streicht diese durchs Haar, unterdrückt Schmerzensschreie, zerrt an den verflixten Knoten, entwirrt die Haare, damit die Bürste wieder frei ist, bürstet, reisst, schnauft, schimpft, flucht und schwört sich, dass diese Sch***haare bald abkommen.

Version B: Frau … äh … Mutti säuselt dem besten Vater ihrer Kinder „lass uns duschen gehen!“ ins Ohr, wässert fünf Minuten die Mähne, während der beste Vater ihrer Kinder geduldig auf dem Podest in der Dusche sitzt und zusieht, reicht dem besten Vater ihrer Kinder das Schampo und lässt ihn machen. Der beste Vater ihrer Kinder knetet und massiert und schrubbelt und rubbelt, seufzt bisweilen und in Anbetracht seiner eigenen, fehlenden Haartracht, versonnen auf und hat sichtlich Spaß an der Sache. (ja, es gibt auch jugendfreien Spaß zu zweit unter der Dusche). Ausspülen, irgendwelche Kur- und Pflegemittelchen, wieder spülen, vorsichtig ausdrücken, abtupfen und zehn Minuten später mit (Wut- und Ungeduld-)Tränen die Bürste durch das Gestrüpp zerren.

Version C unterscheidet sich nur darin von A und B, dass Frau … äh … Mutti in der Wanne schmort. Auch hier gäbe es dann Version A und B, das Ergebnis bleibt aber: heulen, fluchen, Haare ab (haben wollen).

Was also ist das Geheimnis? Rückt es heraus, Ihr Langhaarigen. Ich kann nicht glauben, dass täglich tausende von Menschen schluchzend vorm Spiegel stehen und sich mit Bürsten Haarsträhnen aus dem Schädel reissen.

Mit ungekämmten, nassen Haaren auf dem Sofa sitzend und der Antworten harrend, die da kommen mögen,

Ihre Frau … äh … Mutti, kurzhaarig durchaus attraktiv – eigentlich

(Darlin‘, give me a head with hair,

long beautyful hair,

shining, gleaming, steaming, flaxen, waxen.

Give me down to there hair,
shoulder length or longer,

here baby, there momma,

ev’rywhere daddy, daddy.

Hair, hair, hair, hair, hair,hair, hair, hair.)