hippelzappeldotzdotz

14. Februar 2008

Ein reisefiebriges Kind ist …

anstrengend. Sehr anstrengend. Überaus anstrengend.

In vier Stunden geht es los.

(Liegt in Österreich überhaupt noch Schnee? Hier ist ja schon richtig Frühling.
Muss ich vier oder sechs Waschlappen mitnehmen? Ich wasche mich vielleicht nicht jeden Tag.
Wo sind die geringelten Socken? Die hier mag ich nicht.
Soll ich mir jetzt schon Wasser in die Flasche füllen?
Wie lange dauert es noch?
Ich bin so aufgeregt!
Was, wenn das Deckbett nicht in den Bettbezug passt?
Habe ich meine Taschenlampe eingepackt?
Hat der Papa mir MfG von Fanta4 auf den MP3-Player gespielt?
Soll ich alle Törtchen mitnehmen?
Wieviel Orangensaft darf ich mitnehmen?
Wo ist meine Mütze?


…)

Die Sache mit der Sauberkeit

14. Februar 2008

wird überschätzt.

Sie hat nämlich zu Folge, dass meine wundervollen Sofakissen in rot/orange/grün mit Blumen und allerschönsten Stickereien und Zierstichen sich in pinkfarbene Spüllappen verwandelt haben.

Frau … äh … Mutti hielt es für nötig, das Sofa ordentlich und gemütlich und duftig frisch zu machen. Dazu zog sie die in liebevoller, nächtelanger, mühsamer Arbeit handgefertigen Kissenbezüge von den Kissen und warf sie gemeinsam in den Schonwaschgang.
Nicht ahnend, dass der tiefrote Samt, den die Nachbarin auf dem Dachboden gefunden hatte und der so grandios die geschmackvolle Farbkombination der Kissenhüllen ergänzte, IMMER noch ausfärbte. (trotz Wäsche vor dem Verarbeiten)

Tiefroter Samt macht aus moosgrünem Leinen matschbraune Fetzen. Und aus dem tollen Rosenstoff aus dem blaugelben Möbelhaus einen pinkfarbenen Valentinsstrauß, wenn auch ohne Glitzer.

Heul. Heul. Heul.

be my Valentine

14. Februar 2008

Heute morgen versucht, dem besten Vater meiner Kinder nasenblutend ein Herz auf´s Taschentuch zu malen.

Er fand´s nicht so toll und ging lieber joggen.

(hier: keine Blumen, keine Karten, kein Rosarotgeglitzer, keine Liebesschwüre, keine Pralinen, keine Diamanten, keine weißen Tauben, keine niedlichen Engel)

Die Zeit rennt

12. Februar 2008

Am Donnerstag verabschieden wir das große Kind, es fährt in die Skifreizeit.
Vorher müssen noch diverse Maschinenladungen ihre Runden drehen, Skianzüge wieder ausgemottet werden und die allerwichtigsten Entscheidungen getroffen werden: was nimmt das Kind als Reiseproviant mit?

Der Große leidet unter allergrößtem Reisefieber, denn nur so ist zu erklären, weswegen er seiner Schwester nacheifert und das Heft mit der Lateinarbeit einsteckt, statt es nach der Arbeit abzugeben. Bemerkt hat er es am Sonntag, Freitag morgen war die Arbeit geschrieben worden. Gestern gab er das Heft sehr unsicher ab, doch die Arbeit wurde bewertet. Mit einer „eins minus“, wie wir heute erfuhren. Wunderbar.
Die Mittlere brachte eine „eins plus“ im Englischtest mit nach Hause und somit ist die Note eins die beste und schlechteste Note gleichermaßen, die meine Streberkinder bisher in diesem Halbjahr geschrieben haben. Boah, ich bin stolz.
Das jüngste Kind quält sich mit den Anfängen des Dividierens, was größere Motz-Attacken zufolge hat, da die blöde Mutter immer ein anderes Ergebnis heraus hat. Eine vertraute Situation, alles schon zweimal erlebt und erlitten. Alles wird gut, es ist nur eine Phase.

Für mehr bleibt kaum Zeit. Eine Tasche (Hallo Alke, ich bin fertig!) entsprang nach einen Unterfadenspulenproblemen letztendlich dem Maschinchen, der Haushalt läuft quasi nebenher, der Garten bräuchte bereits etwas Aufmerksamkeit und ich sitze hier am Rechner und schreibe langweilige Blogeinträge.
Zumindest Letzteres könnte in Zukunft etwas eingeschränkt werden. Sage ich jetzt mal so, als Vorwarnung.

Mathe + Mutter = Marter

11. Februar 2008

„Gestern abend“, erzählt das Töchterlein beim Mittagessen, „konnte ich nicht einschlafen. Deshalb habe ich ausgerechnet, was 50 durch drei ist.“

(Hintergrund: die Kindelein haben Zelda gespielt und brauchen das Spiel jetzt sehr dringend, es kostet 50,-€)

„Einer muss ein bißchen mehr bezahlen“, erklärt Töchterlein.
„Richtig!“, pflichtet Frau … äh … Mutti bei, stolz natürlich, denn das Töchterlein kann ja DOCH rechnen, „Und lieber Sohn?! Genaue Zahlen, bitte!“

Immerhin ist der Sohn Siebtklässer und kann ja alles. Sagt er. Denkt er.

„Äh.“, sagt der Sohn.
Und: „Öhm.“
Und: „jaja, gleich, dreimal zwölf … brabbel … dreimal 14 … brummelbrummel … äh … ich hol mal meinen Taschenrechner!“

„Falsch!“, sagt die böse Mutter, „Du holst nicht den Taschenrechner. Es sei denn, du isst noch eine Extraportion Zucchini.“ (mit diesem Angebot ist sie auf der sicheren Seite, die Mutter)

„Ah!“, sagt der Sohn, „16 und ein paar Zerquetschte!“
„Wieviele Zerquetsche?“, verlangt die strenge Mutter zu wissen und wirft dem feixenden Töchterlein mit dem linken Auge verschwörerische und mit dem rechten Auge ermahnende „sei-nicht-so-eingebildet“-Blicke zu.

„Äh.“, sagt der Sohn.
Und: „Öhm.“
Und irgendwann dann auch richtig: „Periode sechs.“

„Genau!“, triumphiert das Töchterlein, „Und ich habe das noch gar nicht gelernt!“

Sie lasen einen Beitrag zum Thema Geschwisterliebe, Rücksichtnahme, Selbstüberschätzung, gesunde Ernährung leichtgemacht und Erziehung unter Koffeinentzug. (und leichte Verzweiflung)