Immer wieder, immer noch, nachts wach.

Seit den Weihnachtsferien schlafe ich schlecht. Zuerst schon ich es auf die reichlichen Mahlzeiten samt ziemlich viel Alkohol. Dann auf den Weihnachtsstress. Dann auf das Wetter, dann auf den Mond, dann auf den minimalen Schnupfen, dann wieder auf´s Wetter. Was oder wer auch immer daran schuld ist: geh weg, ich will schlafen.

Sicherlich war der Schlafrhythmus in den Ferien der Sache nicht dienlich, denn wer nicht vor drei ins Bett geht und dafür bis elf drin bleibt, verpasst diese prima Tiefschlafphase so um Mitternacht und wird obendrein i regulären Alltag, wo die Nacht deutlich früher endet, sehr müde sein. So wie ich. Schlafen will ich nicht vor drei und deshalb liege ich im Bett und murmele „ich muss jetzt ENDLICHSOFORTGLEICH einschlafen“ vor mich hin. Was mich natürlich noch wacher macht. Und morgens, wenn ich aus dick verquollenen Augen in den grauen Tag blinzele, vor Müdigkeit kau denken, stehen, gehen kann, schwöre ich mir, dass ich mal richtig früh ins Bett gehe. Klappt nicht, weil ich nur mal eben die Augen zu mache, nach dem Mittagessen, wenn die Kindelein Hausaufgaben machen.

„Magst Du einen Kaffee?“, fragten sie mich gerade, die süßesten aller Kinder, zwei Stunden nach „ich mach mal kurz die Augen zu.“ Das wird auch heute nix mit dem früh schlafen, weil jetzt bin ich ja wieder fit. Muss am Wetter liegen. Oder am Mond. War der nicht gerade voll?

 

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Lacher des Tages:

„Guten tag,

Bitte oeffnen Sie die angefuegte Nachricht. Die Datei wurde gescannt und es ist harmlos. “

 

Mach ich doch sofort!

 

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Und damit auch der cat-content nicht zu kurz hier kommt: die rotte Ratte, der allerliebste Franz, der sich ziemlich freute, als ich heute mittag, nach dem Weltladendienst endlich heimkam:

Selbstverständlich war er nur deshalb so begeistert von meiner Heimkehr, weil die Futterschüssel leer und blitzblank ausgeleckt war. Armes, verhungertes Kätzchen.

(Stellen Sie sich bitte noch ein lautstarkes „meeeeeeeeeiiiiooow“ vor.)

 

 

heisst es ja so schön und ich kann das auch voll unterschreiben. Und trotzdem hat der beste Vater meiner Kinder ein neues Betriebssyste auf den Rechner gespielt, weswegen ich nun ständig gefrustet und heuledn davor zusammenbrechen muss.  Es klappt nämlich nix mehr. Alles ist ganz hübsch klickibunti, die Icons nahezu sehbehindertengerecht, doch dafür finde ich meine Ordner nicht mehr, ausdrucken geht nicht, mein heissgeliebtes Bildbearbeitungsprogramm ist zu antik für´s neue System und gimp find ich doof. Der Rechner selbst ist auch völlig geschockt und hängt sich ständig minutenlang auf, was weder surfen noch das befüllen der Stickkarte attraktiv macht.

Meine Lust, sich mit Computern zu befassen sinkt rapide und das kleine Äpfelchen ist ein bester Freund für das schnelle facebook zwischendurch. Für längere Texte hier gibt´s zwar auch mein Laptop, doch nach einer Stunde Frust am großen Rechner (Schnittmuster ausdrucken, mal eben NICHT, zum Beispiel) geht die Schreiblust raus in den matschigen Garten. Ausserdem hat irgendjemand Pistazien in die Laptoptastatur gekrümelt und deshalb muss jeder zweiter Buchstabe nachdrücklich wiederholt werden. Wer krümelt denn bitte Pistazien in meine Tastatur?

 

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Spocht?

Heute nach längerer Pause wieder. Eher unwillig und sehr unmotiviert nach einer mal wieder eher schlaflosen Nacht und mit den allerschlimmsten Befürchtungen, was Kondition und Kraft anbelangt. Es ging. Das Aufwärmen auf dem Crosstrainer war leicht und machte sogar Spaß, die Gewichte ließen sich zerren, stemmen und schieben, wenn auch mit etwas mehr Anstrengung als vor ein paar Monaten. Das muss wieder Regelmäßigkeit her und ich würde ja gerne dreimal die Woche planen, bin aber realistisch und froh, wenn es bei den zwei Tagen bleibt.

 

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Nähzeug und so?

Vergessen Sie´s. Ich komme zu nix. Oma Eis hat schon 29 Schweine genäht und heute mit Augen versehen, während ich mit Ach und Krach  ein paar Kreise zugeschnitten habe. Ideen habe ich wirklich viele, doch derzeit würde ich gerne nach dem Konzept „management by delegation“ arbeiten. Ich sag, du machst und wehe es ist nicht so, wie ich es will.

 

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Kaffeepause beendet, Kinder fertig mit den Hausaufgaben, weg mit dem Computer.

 

Die Schule hat begonnen und die vor den Ferien geschriebenen Arbeiten kommen zurück. Nervenprobe für die Tochter, die auf einen maximal 1,5 Zeugnisnotendurchschnitt hinarbeitet, um bessere Chancen für den Amerikaaustausch zu bekommen. Heute gab´s direkt Deutsch, Mathe und Sozialkunde zurück, der Durchschnitt ist nicht gefährdet. Bleiben noch Englisch und Französisch. Nervenprobe übrigens auch für mich, aber das können Sie sich möglicherweise denken.

Der große Sohn beginnt die erste Schulwoche direkt mit Unterrichtsausfall. Mittlerweile ist es vernünftig genug, um diese Tatsache nicht mehr als nur „toll, schulfrei!“ zu bewerten. Ausserdem wartet er auf eine Rückmeldung wegen seines demnächst anstehenden Praktikums im Bundestag. Am 24 Januar soll es losgehen und bisher ist alles unklar. (Er beruhigt mich. Auch Politiker hätten Weihnachtsferien gemacht und das Dreiköniggstreffen sei ja auch erst gewesen. Ich zappele trotzdem.)

Der jüngste Sohn hat ein frischgestrichenes Zimmer. Ein richtiges Teenager-Zimmer ind dunkelgrau, hellgrau und graublau. Selbstgewählte Farben und das Ergebnis ist ausgesprochen hübsch geworden. Zu seinem nahendem Geburtstag gibt´s noch ein paar Ergänzungen für die neue Höhle. (Kann ich momentan nicht mehr darauf eingehen, Neugier liest mit.)

 

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Wir warten hier übrigens alle sehnsüchtig auf Schnee und würden sehr gerne ein paar Kubikmeter  aus den „Katastrophengebieten“ übernehmen. Denn dieser Wischiwaschiwinter mit Hochwasser und acht Grad plus macht nämlich keinen Spaß, nur wehe Gelenke, Kopfschmerzen und brummelige Laune.

 

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Das Katergetier erfreut sich allerbester Gesundheit, wurde entwurmt und vom Flohzirkus befreit. Einträchtig nebeneinander tun sie das, was Katzen in der Hauptsache tun: fressen und schlafen. Franz hat vor ein paar Wochen sehr bitter erfahren müssen, dass es stärkere Katzen gibt, als den nachgiebigen Martin, der eher selten den Chef herauskehrt. Franz kam mit einigen Bisswunden und äusserst gekrämkt nach Hause, musste zwei Tage gekränkt unter dem Sofa sitzen, bis er wieder ganz der alte war. Es ist sehr vergnüglich den beiden Katern zuzusehen, wenn sie quer durch´s Wohnzimmer kugeln und ich freue mich wirklich, dass der laut Tierarzt „eher untersetzte“ Martin sich ein bißchen bewegen muss. Nicht erfreut bin ich, dass Franz unseren Sessel als Kratzsessel auserkoren hat, immer wieder vergisst, dass Tisch und Tresen für Katzen absolut verboten sind und er alles sofort frisst, was nur annährend fressbar aussieht/riecht. Gestern abend zog ich ihm ein Pralinenpapierchen aus dem Rachen. Und zwei Minuten später ein weiteres. Und ein drittes. Alle aus dem Papiermüll gegraben. Das aus dem Kompost geklaute Blatt Endiviensalat durfte er behalten, was den Salat direkt uninteressant machte.

Und ich bin äusserst fasziniert von der Tatsache, dass es in der Grünen Villa eine Art schwarzes Loch geben muss, in dem sämtliche Katzenspielzeuge verschwinden. Alle Plüschmäuse, Gummibällchen oder selbstgenähte Katzenindiacas sind verschwunden. Ich schließe nicht ganz aus, dass Franz sie nicht einfach gefressen hat.

Alltag?

5. Januar 2012

Noch nicht ganz.

Nächste Woche gehen die Kindelein wieder zur Schule und ab dann wird sich zeigen, ob einer meiner tollen, guten Vorsätze für´s neue Jahr von der schludrigen Frau … äh … Mutti umgesetzt werden. Denn wie letztes Jahr stehen mal wieder organisiertes, strukturiertes Arbeiten weit oben auf der Liste. (noch vor „die leider verdoppelten immer überzähligen drei Kilo zu verlieren“) Die Spitzenposition auf der Liste hat aber der gute Vorsatz, das Jahr ohne Krankenhausaufenthalte zu bewältigen. Sollte ja mal zu schaffen sein. (eine Vollnarkose ist evtl. drin, die aber ambulant)

Termine gibt es eine Menge.

Ende Januar oder Anfang Februar bin ich in Berlin. Abhängig ist der Termin vom Aufenthalt des großen Sohnes in der großen Stadt. Er macht nämlich ein Praktikum bei unserem Landagsabgeordneten  im Bundestag. Wohnen soll er beim Schwager, doch dieser ist möglicherweise genau zu diesem Termin nicht da. Nach Berlin möchte ich sowieso dringend und eine freie Wohnung kommt mir da genau recht. (und der große Sohn muss nicht allein in der großen, gefährlichen Stadt sein)

Ende März werden Mme Ouvrage und Frau … äh … Mutti ihre hübschen Schnickeldis auf einem Frühlingsmarkt anpreisen, wo, was, wann werden wir noch bekannt geben. Altbekanntes und sicher auch ein paar neue Sächelchen im Sortiment. Es gibt da ein paar Ideen, mal sehen, wie sie sich umsetzen lassen.

Anfang August ist jedes Jahr das Winzerfest in Nierstein. In den letzten Jahren gab es in der Rheinstrasse immer mehr Ständchen, an denen Plastikscheiß angeboten wurde. Diese Plastikmeile soll abgeschafft werden. Auf verschiedenen Weihnachtsmärkten wurden Künstler/Aussteller/Kreative angesprochen, ob die einen Stand übernehmen wollen. Naja, lange Rede, kurzer Sinn: Frau … äh … Mutti wird einen Stand haben und hoffentlich viel Besuch bekommen, Gläser und Wein wird´s garantiert auch am Stand geben :)

Der Sommerurlaub ist noch nicht geplant, ist noch immer nur eine vage Idee. Sicher ist, dass alle Kindelein wieder gleichzeitig für zwei Wochen im Zeltlager sein werden, die beiden älteren Kindelein möglicherweise auch noch mit dem Alpenverein zum Bergsteigen/Klettern fahren. Das Zelten mit Mme Ouvrage möchte ich dringend wiederholen, der jüngste Sohn ist auch kein bißchen abgeneigt. Bleiben vielleicht nur zwei Wochen für einen gemeinsamen Familienurlaub. Ob Irland klein genug dafür ist?

 

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Im Kühlregal stehen ja manchmal diese kleinen Gläschen, die mit irgendwelchen süßen Schweinereien wie zum Beispiel Lemon Cheesecake gefüllt sind. Mag ich gerne. Auch deshalb, weil ich fast alles mag, was in einem kleinen Glas steckt und mit Löffel verspeisen lässt. Und da ich nichts wegwerfen kann, stapeln sich die -Gläschen im Schrank. Zu groß für ein Teelicht, zu klein für einen Stumpenkerze. Zu flach für Blumen, zu hoch für einen Untersetzer.

Irgendwas muss man doch damit machen können, dachte ich und auf einmal kamen die Ideen.

 

Hier eine davon:

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Das neue Jahr kommt

1. Januar 2012

und eine geht.

Den gemeinsamen Rotwein haben wir nicht mehr geschafft, aber lustige, freundliche und nachdenkliche mails getauscht. Viel zu wenig, viel zu früh. Meine Gedanken sind bei der Familie und bei ihr.

Gute Reise von den Dünen in die Wolken!

Frau … äh … Muttis Jahresrückblick. Outtakes und Bilder ohne künstlerischen Anspruch, wie jedes Jahr.

(vgl. Teil I, Teil II, Teil III, Teil VI)

 

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