Abschied

11. Januar 2022

Spock, Panzerkater, Plüschding.

Als er heute Morgen immer noch nicht wieder daheim war, wusste ich es. Und es war fast eine Erleichterung, als ich ihn ganz hinten im Garten fand. Ich weiß nicht, was ihm passiert ist, aber ich weiß immerhin, dass er jetzt nicht leidet oder irgendwo herumirrt.

Er hat jetzt ein Plätzchen im Garten, genau neben Sauerstein, unserem ersten roten Kater.

Die anderen Tiere des Hauses sind sehr anhänglich, doch das jetzt als mittrauern zu interpretieren ist wahrscheinlich zu Disney-like. Ich genieße es trotzdem sehr und jedesmal, wenn die Katzenklappe quietscht, erwarte ich Spocks lautstarke Begrüßung.

Ich habe geweint, eine große Portion Soulfood (Kürbisrisotto) gekocht, ausgiebig und sehr heiß geduscht, mich mit einer Schüssel Risotto und einem Löffel unter die Decke aufs Sofa gekuschelt. Der Gatte sitzt neben mir, der Hund liegt auf meinen Füßen, Kes schnarcht in ihrem Körbchen (das jetzt herzzerreißend groß für so eine kleine Katze allein ist) und Franz ist unterwegs, sein Abendessen jagen. Es ist so gut, wie es eben gerade sein kann.

3 Kommentare zu “Abschied”

  1. Natti sagt:

    Ach herrje, wie furchtbar! Es war ja noch die Hoffnung, der kleine Mann hätte sich ein anderes Zuhause gesucht (schwer vorstellbar). Aber die Gewissheit ist, wie Sie schreiben, wirklich manchmal hilfreich als die andauernde Frage „was mag passiert sein“.
    Trotzdem tut’s weh. Alles Liebe!

  2. Birgit Z. sagt:

    Ach je, wie furchtbar. Ich kenne Sie nicht, habe aber gerade das Bedürfnis Sie zu umarmen und zu trösten. Fühlen Sie sich mal ganz feste gedrückt 🤗
    Ich habe schon 2 Katzen verloren, die einfach nicht mehr wiederkommen sind 😭. Diese Ungewissheit, weil man nie weis, was passiert ist, ist das schlimmste.
    Stellen Sie von mir eine Kerze und ein paar Blumen auf das Grab von Spock,🌈 er soll ganz lieb meine Tierchen im Regenbogenland 🌈grüßen.
    Ihnen alles gute und viel Kraft für die nächste Zeit.
    ❤️😘

  3. Croco sagt:

    Ich lese es erst jetzt und es tut mir so unendlich leid. Ich mag es einfach nicht unkommentiert lassen.